Völker sind eingegangen

  • Aber ich werde wohl wieder das Risiko eingehen voll verdeckelte saubere Futterwaben (ohne Kotspuren oder sowas) aus Völker die es nicht über den Winter geschafft haben aufzuheben.

    Augenmaß ist wichtig. Aber so mach ich das auch. Auch Futterwaben von Völkern, die zuviel davon haben. Ich sammel die am Stand auf einem Schwächling über einem ASG bis es Zeit für Ableger wird. Das hilft am besten gegen Motten. Aber sammelt keine Waben von zweifelhaften Völkern, das sind die 2€ Futter nicht wert.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • You made my day! :*

    vielen Dank für das Bild in meinem Kopf: einer unter einer Folie, dem die Bienen ins Gesicht und Hals springen, weil es da so kuschelig warm ist...und keine Fluchtmöglichkeit unter der Tütenhaube... :D

    Auch die aufzuwärmenden Waben hinterm Sofa, inklusive Teppichtränkung ...

    Gut dass die Frau vernünftig ist!

    Viel Freude noch mit dem klebrigen stichigem Hobby...

    Aber im Ernst: Futterwaben von an unbekannter Ursache verstorbenen Völkern zu transplantieren ist ein NOGO!

    Beste Grüße, und habt nicht so viel Angst!

    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Und auch die Einzelaufstellung nicht vergessen!

    Darüber lachen ist einfach, doch weiß keiner was mal wird!?

    Und es ist noch nicht lange her da war es ganz selbstverständlich, dass Waben aus anderen Völkern weitergereicht wurden. Und bei der TBEund ähnlichen Manipulationen wird wie selbstverständlich fleißig gemischt. Und dann? Krankheiten und kein Ende! Die Schuldigen kennen ja alle. Oder? Da sind ja noch die Flugbienen, die sich doch auchmal in der Hausnummer irren können.

    Wo liegen denn nun die Ursachen? Ich weiß es nicht! Auch an mir. Da läuft sowieso alles schief. Nur gut ...

    Es ist ja noch Winter. Da darf man das

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Zitat der Landesanstalt für Bienenkunde Hohenheim (Link: ^^hier^^ ) "Saubere Futterwaben aus verstorbenen Völkern kann man ebenfalls in andere Völker geben. Verkotete Waben oder solche mit Bienenleichen und kleinen Futterflächen werden eingeschmolzen."

    Das muss natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein, klingt für mich aber plausibel, vorausgesetzt es wurde regelmäßig auf AFB überprüft.


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Hallo in Futtersorgen vereinte Imkerfreunde!


    Hab schon öfter daran gedacht, wenn es sein muss, bei Kälte nicht nur reinzuschauen, sondern auch Waben zu ziehen, diese Arbeit unter einer grösseren Folie zu machen, die ich mir über den Kopf und über den Bienenkasten werfe. Muss eine grosse Folie sein, damit sie allseitig bis auf den Boden reicht.

    Es müsste klappen, wenn man alles, was gebraucht wird, direkt neben dem Volk bereitstellt,

    gleich die Foljie mit drüberwirft und während des Arbeitens weder Deckel noch sonstetwas aus dem Folienzelt hinausgibt.

    Selber noch nicht ausprobiert, aber mal schnell rausgehauen. Als wenn Folie nennenswert die Kälte abhält. Dann auch noch Wabenziehen....:rolleyes:

    Wer sich unsicher war, hat im günstigen Fall die warmen Tage vor dem Kälteeinbruch genutzt.

    Ansonsten muss man da durch und achtet vielleicht in Zukunft drauf, ausreichend aufzufüttern.

  • Würde ich nicht tun. Ich halte mich da an Guido Eich, Futterwaben verstorbener Völker werden ausnahmslos eingeschmolzen.

    Und auch das Tauschen von ausgeschleuderten Honigwaben oder das Bilden von Brutscheunen geht garnicht. Da können ganz schnell Krankheitserreger auf den ganzen Stand verteilt werden. Aus diesem Grund ist Einzelaufstellung dringend geboten, sonst erfolgt die Übertragung durch sich verfliegende Sammlerinnen. Noch schlimmer sind Drohnen, die werden überall ohne Passport eingelassen. Wir sehen ja derzeit was dabei rauskommt wenn wir hier so einfach Leute aus Mutationsgebieten über unsere Grenzen lassen. Und ich Trottel habe die überschüssigen Futterwaben im Frühjahr eingefroren und im Herbst wieder aufgesetzt nur weil ich nie einen Lehrgang besucht habe. Gut dass mir durch das Forum all meine Fehler endlich mal bewusst geworden sind. Aber ich werde wohl wieder das Risiko eingehen voll verdeckelte saubere Futterwaben (ohne Kotspuren oder sowas) aus Völker die es nicht über den Winter geschafft haben aufzuheben. So, jetzt könnt ihr mich fertig machen.

    Dieses Volk ist nicht krank gewesen. Behaupte ich zumindest.

    Ausser natürlich die Varrose.

    Die Futterwaben werde ich verwenden. Aber ich habe zur Zeit KEIN Futterproblem.

    Die haben alle noch genug drauf.

    Ende Februar wird wieder gewogen und dann schauen wir mal weiter.

  • Die Futterwaben werde ich verwenden.

    Zumindest an eine Regel sollte man sich aber halten: Die Futterwaben nicht an anderen Ständen geben (auch wenn es die eigenen sind). Die Faulbrut wird immer standweise geprüft und saniert.

    Und praktisch geht es hier ja bei der Infektionsprophylaxe nur um Faulbrut.

    Auch wenn die Völker nicht im klinischen Stadium sind, sollte man ein mögliches Verschleppen der Sporen ausschließen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

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  • Und bei der TBEund ähnlichen Manipulationen wird wie selbstverständlich fleißig gemischt. Und dann? Krankheiten und kein Ende!

    Is klar. Damit verdienen wir unser Geld. Mit kranken Bienen.

    Hallo rase,

    das wieder gut geschlussfolgert :)

    Aber auch Du weißt, dass sehr oft die Landwirte mit "gesunden Pflanzen" oder auch mit "gesunden Tieren" Geld verdienen (müssen).

    Nur ganz von alleine bleiben Feldkulturen in sehr engen Fruchtfolgen nicht gesund. Und in der Tierhaltung sind die Momente die schwierigsten, wo Tiere aus verschiedenen Haltungen in einem Mastbetriebe zusammengeführt werden (Ferkel, Mastrinder).

    Andererseits gibt es genügend Beispiele für andere Herangehensweisen sowohl bei der Pflanzenproduktion als auch bei den Tierhaltern.

    Da hat mir immer der Spruch eines Forianers hier gefallen, dessen Kernaussage lautet: "... In der Natur gibt es nur Folgen". Auch unser Handeln hat Folgen! Ich hoffe, häufig positive!

    Gruß

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Andererseits gibt es genügend Beispiele für andere Herangehensweisen sowohl bei der Pflanzenproduktion als auch bei den Tierhaltern.

    In den letzten 30-40 Jahren, hat sich da einiges geändert.


    So wurde früher versucht die Krankheiten auszurotten, oder durch sterile Haltung aus den Beständen fernzuhalten. Und die Krankheiten mit dem beimischen von Medikamenten im Futter, unter "Kontrolle" zu behalten.


    Heute wird eher auf resistenz gezüchtet und selektiert. So kann sich das Nutztier, und auch die Nutzpflanze, an die Veränderung anpassen.


    Mit der Einzelaufstellung bei den Bienen, will man offenbar den Eintrag von Krankheiten/Parasiten verringern, welches aber in der Praxis nicht funktioniert, da wohl kaum jemand die Möglichkeit hat, seine Völker mit 2 Km Abstand aufzustellen.....


    Lg Sulz.

  • Die Futterwaben werde ich verwenden.

    Zumindest an eine Regel sollte man sich aber halten: Die Futterwaben nicht an anderen Ständen geben (auch wenn es die eigenen sind). Die Faulbrut wird immer standweise geprüft und saniert.

    Und praktisch geht es hier ja bei der Infektionsprophylaxe nur um Faulbrut.

    Auch wenn die Völker nicht im klinischen Stadium sind, sollte man ein mögliches Verschleppen der Sporen ausschließen.

    Das ist klar. Ich habe zur Zeit auch nur den Heimatstand.

    Aber schon bei der nächste TBE bricht man die guten "Vorsätze" und bring die Brutscheunen, samt enthaltenem Futter, auf einen anderen Standort. Bei mir sind da 23 km dazwischen =O.

    Oder die ersten Ableger, die man eventuell mit diesen Futterwaben versorgt, bringt man auch aus dem Flugradius.

    Man sieht, wie wichtig die jährliche Futterkranzprobe ist!:thumbup:

  • Aber, aber!


    Macht Euch nicht verrückt wegen denkbarer Krankheiten.

    Habt Ihr denn welche, ausser Varoa?

    Wären in unseren Waben , so viele Keime und Sporen, Bazillen und Vieren, dann hätten wir keine Bienen mehr.

    Die Vieren zum Beispiel, die die Varoa begleiten, können ohne lebende Biene nicht überleben.

    Von Faulbrut weiss ich natürlich. Ich mache mir auch Sorgen deretwegen, weil sie nicht weit von meinem Standort ausgebrochen ist. Aber schützen davor kann ich mich am ehesten, indem ich

    meine Bienen mit Zubehör bei mir behalte und zusehe, dass nichts Fremdes zu mir kommt.

    Die Verwendung sauberer Zuckerwaben, nicht der Brutwaben, von meinem eigenen toten Volk erlaube ich mir ohne Weiteres und das immerschon und meine Bienen leben noch.


    Gruss RS

  • Noch was:


    Ein wichtiger Spruch zum Wärmeschutz lautet:

    "Winddichtigkeit vor Isolierwert"

    Gemeint ist damit, dass es das Wichtigste ist, ersteinmal winddicht zu haben, dann erst hat es Sinn in Wärmeisolierende, dickere Schichten zu investieren.

    Soll heissen: Erstmal die Folie. Sie verhindert, dass der Wind die warme Luft wegbläst und damit Wärmeenergie abtransportiert.

    Eine Überlegung, wenn auch selber noch nicht probiert, eiinfach "raushauen" und damit zur Diskussion stellen, das darf man.


    Gruss RS