Völker sind eingegangen

  • Hallo Flip4711,


    spar dir bitte das reinschauen in die anderen Völker. Ohne Not ist es dafür noch etwas zu früh. Den Futtervorrat kannst du doch ganz einfach mit der Zugwaage bestimmen. Wiege die Kisten der eingegangenen Völker und vergleiche das mit dem Gewicht der anderen Völker. Dann weisst du recht genau wieviel Futter noch drinnen ist. Bei Mangel muss halt der Deckel kurz runter und Futterteig rauf.


    Viele Grüße

    Ron

  • Hallo, da wir grade bei Völkerverlusten sind, mir ist ein Volk verhungert, obwohl sie im Spätsommer über 20 kg Sirup eingelagert haben. Ich glaube, die warmen Temperaturen im Herbst waren nicht so gut. Nun habe ich ja schon Angst, das noch weitere Folgen. Es wäre ja schön, wenn man irgendwie etwas anbieten könnte. Ich habe mir schon gedacht, eine Zarge aufsetzen und Gläser mit angewärmten Sirup anzubieten. Aber es ist ja so kalt.

  • Hallo, da wir grade bei Völkerverlusten sind, mir ist ein Volk verhungert, obwohl sie im Spätsommer über 20 kg Sirup eingelagert haben. Ich glaube, die warmen Temperaturen im Herbst waren nicht so gut. Nun habe ich ja schon Angst, das noch weitere Folgen. Es wäre ja schön, wenn man irgendwie etwas anbieten könnte. Ich habe mir schon gedacht, eine Zarge aufsetzen und Gläser mit angewärmten Sirup anzubieten. Aber es ist ja so kalt.

    Futter/Links der Kollege HaroldBerlin hat netterweise schon mal passende Links gesucht. Es gibt ziemlich viel Info zum Thema Notfütterung im Forum.

  • Guten Morgen, FlipKölnisch Wasser!


    Morgen soll es endlich aufhören zu regnen und schön wäre werden. Denke da kuck ich dann auch mal in die anderen Völker rein nicht das die mir dann auch eingehen weil sie nicht zum Futter kommen.


    Je nach dem wo du wohnst und wieviel du eingefüttert hast kannste dir und besonders den Bienen das Reinschauen locker sparen. Denn: Sollte es in deiner mir noch nicht bekannten Region in den letzten Tagen auch nur annähernd so warm sein wie es hier am linken Niederrhein über Tag teils war, dann tragen vernünftig starke Völker m. E. derzeit auch um und können "eigentlich" nicht am Futterabriß verenden.


    Vielleicht mach ich dann auch ein paar Bilder

    Ersetze "vielleicht" durch ... gar nix und mach. :wink:

    Ich bspw. als optisch orientierter Mensch sehe gerne und oft und bin der Meinung, dass insbesondere Bilder hier im www immens viel weiter helfen können als jedwede noch so gute Beschreibung.

    Wenn du es dann tust, knips` doch erst einmal auf die geöffneten Völker bzw. Kästen, sodass imker einen ersten Eindruck von der Ausgangsage bekommt. Dann sei so gut, blättere die Waben durch und fotografiere einige Waben (idealenfalls alle) beidseitig. So kann man sich ein relativ gutes Bild von der grundsätzlichen Lage in der Beute machen. Last but not least machste vielleicht noch ein, zwei Bilder vom Boden bzw. dem Totenfall und gut is`. Wie man möglichen Varroakot in den Zellen sichtbar abfotografiert, DA muss ich allerdings mangels Erfahrung passen.


    Flugmuffel:

    mir ist ein Volk verhungert, obwohl sie im Spätsommer über 20 kg Sirup eingelagert haben.

    Das Verhungert-Sein machst du woran konkret fest?


    Ich glaube, die warmen Temperaturen im Herbst waren nicht so gut.

    Böse, aber bei uns sagt man "Glaben kannse inne Kirche.". Soll heißen, dass (d)ein Glauben nicht unbedingt zielführend ist, auch und im Speziellen nicht, was eine perspektivische Optimierung deines Vorgehens bei der Spätsommerpflege angeht.


    Nun habe ich ja schon Angst, das noch weitere Folgen.

    Angst bringt dich nicht weiter.

    Bedenken, Sorgen und Nöte sind aus meiner Erfahrung des Imkers (winterliche) Wegbegleiter :wink:, aber Angst als "Gefühl des Ausgesetztseins" definitiv nicht.

    Denn: Du bist nicht ausgesetzt. Du kannst handeln. Wenn du in deiner Region im Spätsommer (wann ist das deiner Definition nach?) allen Völkern, Zander 2-zargig nehm` ich bei der Futtermenge an, um die 20 Kilo gefüttert hast, dann sollten sie zumindest nicht aus primär imkerlich bedingtem Futtermangel verhungern.

    Durch späte Räuberei, zu schwache Einheiten, (extrem) unguten Wintersitz, etc. pp. bedingte Futterproblematiken mal ausgenommen. Aber darum weisst wenn nur du.


    Es wäre ja schön, wenn man irgendwie etwas anbieten könnte. Ich habe mir schon gedacht, eine Zarge aufsetzen und Gläser mit angewärmten Sirup anzubieten.

    Du kannst anbieten. Futterteig. Auf die Oberträger aufgelegt. Wenn sie da nicht drangehen...dann ist aller Wahrscheinlichkeit nach nichts mehr zu machen oder sie haben auch einfach noch genug Futter.


    Aber es ist ja so kalt.

    Dann...kannst du, solltest du derartig starke Zweifel am Futtervorrat haben, mit dem (zimmertemperierten) Futterteig in der Hand die Deckel lupfen, dir ein Bild von der Lage machen und ggfs. auflegen.

    Oder du hast weiter Angst und bist im Ungewissen und hast im schlimmsten Fall in ein paar Wochen nur noch tote Völker.

    In dem Zusammenhang kann ich es auch dir nur empfehlen, Fotos deines verhungerten Volkes nach obigem Muster zu machen und diese bei Interesse an einer Fernanalyse (inkl. aller Unsicherheiten ob der Digitalität) hier mal einzustellen. Schaden kann`s nicht.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • In dem Zusammenhang kann ich es auch dir nur empfehlen, Fotos deines verhungerten Volkes nach obigem Muster zu machen und diese bei Interesse an einer Fernanalyse (inkl. aller Unsicherheiten ob der Digitalität) hier mal einzustellen.

    Dabei ist noch hilfreich, die Dateigröße zu verkleinern, z.B. mit der "Videokompressor-App" oder so... dabei auf eine noch ausreichende Auflösung achten...


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • OK Bienenstand ist NWM nähe Grevismühlen/Schwerin.

    Wie soll man Angst beschreiben? es könnte ja auch Sorge um die Bienen sein.

    Man kann ja nie 100% sagen was es war aber ein Riesen Volk hat auf zwei Zargen Zander gesessen, proppenvoll mit Bienen für diese Jahreszeit, kein Futter in den Waben und die Bienen stecken in den Waben. Fotos geht nicht mehr.

    Milbenprobe gemacht mit Spülmittel, keine Milben.

  • Hallo Flugmuffel ,


    auch hier wieder... Wiegen und bei Bedarf Futterteig auflegen. Bei zu großer Angst sicherheitshalber Futterteig auflegen. Die nächste Woche gehen bei uns die Temperaturen in den Keller. Da wird bei den Völkern, die schon in Brut sind nochmal anständig Futter benötigt.


    Und nicht lange warten, sondern machen.


    Viele Grüße

    Ron

  • Ähm Flip4711, wie ist es denn insgesamt mit den Temperaturen so bei dir? Mich hat schon dein erstes „nachsehen“ Anfang Februar irritiert. Nächste Woche wieder erscheint mir gefährlich für „totgucken“. Bei uns sieht es aktuell so (Foto) aus, da käme selbst mir nicht der Gedanke ein Volk aufzumachen und mir fällt das „auf die Hände setzen“ echt noch veflixt schwer.

  • Wenn ich deine Bedenken hätte würde ich auch lieber kurz reinschauen und evtl. Futterteig auflegen. Nur die Zarge wiegen ist zwar gut um die Bienen nicht zu stören aber eben nicht 100%-ig aussagekräftig.

    Bei einem Kollegen sind seine Bienen aufgrund eines Futterabriss eingegangen obwohl die Zarge schwer war und noch genug Futter in der oberen Zarge (Zander 2-zargig) vorhanden war.

    Also ich denke ein kurze Blick schadet nicht. Man soll es wie immer aber nicht übertrieben. ;)


    PS: hier blüht schon die Haselnuss

  • Wenn ich deine Bedenken hätte würde ich auch lieber kurz reinschauen und evtl. Futterteig auflegen.

    Achtet dabei aber bitte auf die Temperaturen, so was kann man nicht immer machen - so 6-8 Grad sollte es dafür schon haben... (bei Schneesturm also bitte die Finger weg von den Beuten ;) )

  • Klar Franz, dache das ist allgemein bekannt, aber gut das du es nochmal hervorgehoben hast. :thumbup:

    Hallo Pinky69 ,


    das mit dem "allgmein bekannt" ist so eine Sache :) , mancher Fragende hier ist blutiger Anfänger und letztes Jahr war Corona bedingt die Imkerausbildung doch eher "lückenhaft", da gehe ich bei solchen Fragen von Anfängern sicherheitshalber von gar nichts aus, sondern versuche Antworten möglichst umfassend zu formulieren, - das gelingt mir selber aber auch nicht immer ;)


    Gruß

    Franz

  • Achtet dabei aber bitte auf die Temperaturen, so was kann man nicht immer machen - so 6-8 Grad sollte es dafür schon haben... (bei Schneesturm also bitte die Finger weg von den Beuten ;) )

    Also wat mutt dat mutt - wenn Futter alle, besser bei Minus 6-8 Grad füttern als auf +6-8 Grad warten und sie sind verhungert oder? Haben wir letztes Jahr drei Völker so mit Futterteig auflegen gerettet bei Schnee und Eis, alle durchgekommen. Dies Jahr mehr eingefüttert und alles gut.


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Also wat mutt dat mutt - wenn Futter alle, besser bei Minus 6-8 Grad füttern als auf +6-8 Grad warten und sie sind verhungert oder?

    Wirklich? Wenn die jetzt tatsächlich schon trocken laufen, dann hast Du schon im Dezember versäumt nachzulegen als das Wetter dafür noch OK war, oder Du hast 10-12 kg zu wenig eingefüttert gehabt - was schon wesentlch früher hätte auffallen können...