Betriebsweisenübersicht - Dokument

  • Hi!

    Zum Start hätte ich mir auch so eine Vergleichs- Liste gewünscht!

    Heute weiß ich, dass ich im Zweifel gar nicht hätte gewichten können, welches Kriterium für mich am wertvollsten wäre.


    Im Moment nicht ganz einfach, aber gucken, anfassen und fragen ist das Wichtigste zur Entscheidungsfindung!

    Zu Anfang gab mir jemand den Rat: "Fang einfach an, die Bienen werden Dich lehren.".... was das bedeutet hatte ich auch nicht richtig begriffen.


    Am schönsten wäre natürlich eine "Beuten-Ausstellung" am besten mit Bienen drin, und den Erklärungen des jeweiligen Halters, organisiert vom Verein oä bei der Anfängerschulung...


    Aber: vielleicht kommt hier ja so eine Liste zusammen....


    Guten Mut, wünscht Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • schau nach einem Paten und übernimm erst einmal sein System.

    Bei uns sind fast alle Zander, auch mein Pate.

    Hatte mich jedoch im Vorfeld auf DD eingeschossen.

    Problem: ein Zadantler kommt mit der DD Völkerführung nicht klar und kann einem kaum helfen. Umgekehrt wahrscheinlich genauso.

  • Hallo FeDia ,

    schau nach einem Paten und übernimm erst einmal sein System.

    Ich würde Anfänger nach Möglichkeit empfehlen Imker mit zwei unterschiedlichen Betriebsweisen über die Schulter zu schauen und mit der Betriebsweise zu beginnen, die einen mehr zusagt.

    Problem: ein Zadantler kommt mit der DD Völkerführung nicht klar und kann einem kaum helfen. Umgekehrt wahrscheinlich genauso.

    Vorsicht!


    Was meinst du mit Zadantler? Einen Zander- oder Zadant-Imker?


    Zadant und Dadant ist nämlich von der Völkerführung so gut wie gleich.


    Grüße vom Apidät

  • Als Anfänger musste auch ich die Entscheidung treffen und habe mich dazu entschieden am Anfang zwei Beutenarten zu testen. Zunächst das System meines Paten (Zander) und dann testweise 2 Dadant US 10er Beuten. Danach werde ich dann entscheiden welche Beuten ich ausschließlich verwenden möchte und der Rest wird verkauft, verschenkt, verbrannt.


    Zugegebenermaßen kann man in jeder Beute zig verschiedene Betriebsweisen haben. Vermutlich hapert es da schon an der Definition dieses Begriffes, wie auch rase schon andeutet. Der eine versteht darunter Flachzargenbetrieb als Unterscheidungskriterium, der nächste das Schieden, ein anderer Naturbau, die Königinnenzucht/Zellenpflege und dem nächsten reicht schon ein anderer Boden oder Fluglochkeil um dies bereits als andere/neue Betriebsweise zu klassifizieren. Das ist praktisch nicht in einer Tabelle darstellbar ohne vorherige Definition von "Betriebsweise". Die Übersichtlichkeit würde mehr als nur leiden und damit den Aufnahmehorizont eines Einsteigers völlig sprengen.


    Meiner Meinung nach wäre Anfängern schon geholfen, wenn man eine Liste/Tabelle mit diversen Beuten hätte und ein paar wenigen Attributen wie z.B. geeignet für Bio bzw. Materialart, Gewicht, Handlichkeit, Witterungsresistenz, Verbreitung etc., Rähmchenmaß etc., bauliche Besonderheiten wie z.B. mit oder ohne Falz, Naturbau/Mittelwände usw. Niemand kann erwarten, dass man hier eine Art Wahl-o-mat für Beuten/Betriebsweisen bekommt. Mit einer kompakten Übersicht kann man aber zumindest eine Idee davon bekommen, welche Beuten für einen Anfänger überhaupt in Betracht kommen bzw. zur eigenen Idee passen könnten.


    P.S. Das sich die eigene Vorstellung von der Imkerei durchaus mit Erkenntniszuwachs verändern kann ist mir durchaus bewusst ;-)

  • Als Anfänger musste auch ich die Entscheidung treffen und habe mich dazu entschieden am Anfang zwei Beutenarten zu testen. Zunächst das System meines Paten (Zander) und dann testweise 2 Dadant US 10er Beuten. Danach werde ich dann entscheiden welche Beuten ich ausschließlich verwenden möchte und der Rest wird verkauft, verschenkt, verbrannt.

    Hallo Pinte ,


    in der Theorie mag diese Vorgehensweise schlüssig erscheinen. Als Anfänger ist man meistens schon mit den Bienen genug ausgelastet. Und dann soll man noch ohne Fachwissen und Erfahrungswerte verschiedene Betriebsweisen objektiv vergleichen? Ich halte dies für ein (zu) großes Unterfangen.


    Grüße vom Apidät

  • Problem: ein Zadantler kommt mit der DD Völkerführung nicht klar und kann einem kaum helfen. Umgekehrt wahrscheinlich genauso.

    Hallo FeDia

    zwischen Zadant und Dadand gibts doch in der Betriebsweise nur einen vl. zwei unterschiede da nicht Quadratisch und die Brutfläche nur geringe unterschiede aufweisen nur man ist gezwungen im Brutraum im Kaltbau das Volk zu führen wobei bei Dadand kann man im Brutraum zwischen Warm und Kaltbau wählen aber wer macht das im Dadand ein Volk im Warmbau zu führen. Der größte Vorteil bei Dadand ist das man den Honigraum versetzt aufsetzen kann.

  • Mit Verlaub, aber in meinem letzten Beitrag habe ich explizit dargelegt, dass es meiner Meinung nach keinen Sinn macht sich über die Betriebsweise in einer Tabelle auszulassen. Ich persönlich sage nur, dass mir eine Übersicht mit den Beutenarten und einige wenigen Attributen als Orientierungshilfe geholfen hätte.


    Die Entscheidung über die Beute stand zumindest bei mir nach der Entscheidung für die Imkerei, aber vor der Arbeit mit den Bienen selbst. Demnach stellt sich doch das Problem während der Arbeit an den Bienen gar nicht mehr, weil die Entscheidung (zumindest für den Anfang) erstmal getroffen ist. Irgendwo müssen die Mädels ja nunmal leben.


    Im Laufe des Lebens schnuppert man ja in verschiedene Dinge hinein, aber ich persönlich muss ganz offen zugeben, dass die Imkerei für mich eine der schwierigsten Einstiege bot, weil man eben schon ein erhebliches Maß an Wissen ansammeln muss, damit man sich überhaupt guten Gewissens für ein System entscheiden kann. Klar kann man erstmal mit irgendetwas anfangen und dann nach 2 Jahren feststellen, dass es das völlig falsche System war und man direkt mit etwas anderem Anfangen hätte wollen/sollen, wenn man denn dann den passenden Input gehabt hätte.


    Mein Punkt ist halt:

    Wenn du z.B. weißt, dass dir Bio wichtig ist oder du es mit dem Rücken hast...dann hilft dir eine solche Übersicht mit Sicherheit bei der Füllen an verschiedenen Beuten für eine Eingrenzung sofern es eben eine solche gibt und dort solche Attribute aufgelistet sind. Mir persönlich hätte das vermutlich mehrere Wochen bis Monate des intensiven Lesens dieses Forums gespart.


    Auf der anderen Seite kann man sich natürlich hinstellen und auch argumentieren:

    Wer es ernst meint mit der Imkerei und dem Betreuen und Pflegen von Tieren....der soll sich halt gefälligst intensiv vorher in die Materie einarbeiten. Definitiv auch ein Contra-Argument

  • Zunächst ist doch wichtig, dass man die Praxis erlernt, also das, was übers Jahr überhaupt an und mit den Bienen gemacht werden muss, egal in welcher Beute. Und dann kommen meist erst die Überlegungen, wo man was perfektionieren oder ändern möchte.

    So eine Tabelle wäre sehr umfangreich und es gibt eben gerade keine Patentrezepte in der Imkerei, nach dem Motto: "man nehme ..."

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Mir persönlich hätte das vermutlich mehrere Wochen bis Monate des intensiven Lesens dieses Forums gespart.

    Mechanistisch mit Bienen zu agieren - nach der Vorgehensweise "wenn..., dann..." kann sogar funktionieren, aber nur in den seltensten Fällen! Und dann fehlt die Besonderheit / Ausnahme in der großen Tabelle und nun ?


    Irgendwie zeugt ein solches Ansinnen vom Wunsch, schnell und einfach den Einstieg zu bekommen - quasi die Abkürzung nehmen zu wollen, ohne sich den ganzen Kram zusammenzusuchen und durchzulesen, Kurs zu besuchen, Pate anzuquatschen, um etwas von seiner Erfahrung abzugreifen. Das alles ist Arbeit, kostet Zeit und nervt so manchen. Das Ganze nennt sich am Ende "Know how".

    Die Bienen haben immer die gleiche Betriebsweise, nur die Imker nicht... ...

    :thumbup:Das ist wohl der springende Punkt. Hat man das Wesentliche erfasst, kann man letztlich in jeder Kiste imkern. Dazu braucht es aber das o.g. Know how, Beobachtungs- und Interpretationsgabe, was alles schon wieder Zeitaufwand bedeutet.


    Ohne überheblich zu wirken, ich empfehle den "Ritt durch die Institutionen" - Literatur, Imkerkurs und -Kollegen, und selbst machen - behutsam, damit es die Bienen nicht umbringt.


    Ach ja, das Wichtigste: Hier (!) gibt es ganz viel Know how!

  • Andernfalls wird man schnell überfrachtet mit Infos, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann.

    Ist halt ein komplexes Thema. Das so darzustellen, als sei dem nicht so, wäre auch irreführend.


    Aber das Wort 'Betriebsweise' selbst ist schon ziemlich überdimensioniert ;)

    Ein komplexes Thema:

    Genial aufbereitet und dargestellt!

    Ist doch ein lohnendes Thema für Einen Montag Abend......

  • die Imkerei für mich eine der schwierigsten Einstiege bot, weil man eben schon ein erhebliches Maß an Wissen ansammeln muss, damit man sich überhaupt guten Gewissens für ein System entscheiden kann.

    Hat man das Wesentliche erfasst, kann man letztlich in jeder Kiste imkern.

    Dito!


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Hallo, es gibt doch für fast jede Betriebsweise und Beutenart, eine vernünftige Betriebsweise als Buch zu kaufen.

    Segeberger Schundau,

    Hohenheimer Pfefferle, Liebig

    Erlanger Weiss

    Dn 1,5 Orlow

    Dadant Br. Adam, Ries, Gerdes, Schwarz, und Heuvel

    Warre Emil Warre

    usw.

    Wenn sich daran der Anfänger hält, macht er keinen großen Fehler.


    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401