Gesunde Bienenvölker

  • Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen. Dazu habe ich einen Beitrag gefunden, den ich für hilfreich erachte!


    Dabei geht es um Optionen! Bitte betrachtet das als Möglichkeit bei entsprechenden Problemen eine Alternative zu haben... Es geht nicht darum, das Eine oder das Andere zu propagieren. Der Bericht schildert die Nutzung von Kunststoffmittelwänden, wenn man Probleme mit Wachs sieht.


    Der Bericht dazu erscheint im Februar-Heft von "Bienen aktuell" und der Autor hat mir seinen Vortrag dazu freundlicherweise zur Verfügung gestellt.


    Sorry - die Datei ist zu groß. Wie kann ich eine pdf-Datei verkleinern (liegt wohl an den Bildern)...

  • Hallo zusammen,

    solche Magazinbeiträge sind gut und schön. Ich bin Neugierig!

    Andererseits ist es für solche Kleinimker wie mich nicht so einfach bezüglich Wachs seine Vorstellungen umzusetzen. Vor anderer Seite wurde mit gesagt, dass ich meinen Bienen viel Gutes tuen könnte, wenn ich ihnen ihr Wachs wieder (in Form von MWs) zurückgeben würde.

    Nur wie? Das gesammelte Wachs sind zwischenzeitlich etwa 3-4 kg. Die arbeitet aber keiner um!!! Zu wenig.

    Ich habe schon in der Umgebung Angebote gemacht, das Wachs auf der privaten MW-Presse zu veratbeiten und mir ein paar MWe zurück zu geben. Alle haben schon zu viel und verkaufen die Überschüsse.

    Und nun?

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Und nun?

    Wachs in flachem Behälter verflüssigen und ein entsprechend große vorher gewässerte Holzplatte mehrfach einseitig in das flüssige Wachs tauchen bis die gewünschte Wachsdicke erreicht ist. Wachs abziehen, fertig. Die Mittelwände haben zwar keine Wabenprägung, den Bienen ist das aber wurscht. Hab ich mal ein Jahr zum Anfang meiner Imkerei so gemacht weil ich damals auch nur ein paar Kilo zusammenbekommen hab und nicht extra eine teure Mittelwandpresse kaufen wollte.

  • Hallo Ehrenberg,

    danke für den Hinweis. Solches mache ich zur Herstellung von Anfangstreifen, die unter die OTs geklebt werden.

    Für ganze / Teil-MWe habe ichs noch nicht gemacht. Geht natürlich. Ich werde mich mal damit versuchen.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • keinimker


    Ich habe zwar keine Erfahrung, mit Mittelwänden ohne Zellenprägung. jedoch gehe ich davon aus, dass dies für die Bienen nicht allzu wichtig ist.


    Ich besitze 2 Mittelwandpressen.

    Die eine, hat eine Standartprägung, mit einem flachen Zellengrundwinkel, und die Andere, hat eine "Myron-Kropf" Prägung mit dem steilen Zellengrundwinkel, wie bei Naturbau.


    Aus meiner Erfahrung, ist dies für die Bienen nicht wirklich von Bedeutung, welche Zellenprägung nun zum Einsatz kommt.


    Wenn die Zellen zu "Gross" sind, dann "verkleinern" die Bienen diese je nach Bedarf. Für das "vergrössern", gibt es keinen Sinn (unnötige Arbeit)

    Auch der Drohnenbau, wird entsprechend dem Willen der Bienen dort angelegt, wo die Bienen ihn haben wollen........Bei mir, gibt es keinen Drohnenrahmen.....Wozu auch........Für die Bienen, ist Wachs eben nur ein Baumaterial......Nicht mehr, und nicht weniger.....


    Lg Sulz.

  • Aus meiner Erfahrung, ist dies für die Bienen nicht wirklich von Bedeutung, welche Zellenprägung nun zum Einsatz kommt.

    ...

    Für die Bienen, ist Wachs eben nur ein Baumaterial......Nicht mehr, und nicht weniger.....

    Vielem von dem, was Du berichtest, kann ich zustimmen. Dem jedoch nicht!


    Dass Bienen an "Ecken / Kanten" bevorzugt bauen, hast Du sicher auch beobachtet. Ja, sie bauen auch an Flächen an, wenn notwendig. Das hat mglw. mit deren "Sichtweise" zu tun, denke ich.


    Und der Wabenbau ist m.E. nicht nur Baumaterial, er ist ein Organ des Biens, das eine Funktion hat. Darin lebt der Bien, damit isoliert er seinen Sitz, darin zieht er seine Nachkommen auf, lagert seine Vorräte; darauf gibt er Informationen weiter und mglw. vieles mehr, was wir (noch) nicht wissen, z.B. Infektionsabwehr durch Mikroben im Brutnest etc.


    Man kann es als reines Baumaterial betrachten, so wie für uns Küche, Schlaf- und Wohnzimmer - klar! Ich denke, es ist mehr als das.


    Und bei dem Beitrag geht es um die Entwicklung von Völkern auf Kunststoff-basierter, gewachster Oberfläche im Vergleich zu gepanschtem Wachs - ein Praxisbericht. Ich hoffe, ich kann es noch hochladen... - werde mich bemühen.

  • Und der Wabenbau ist m.E. nicht nur Baumaterial, er ist ein Organ des Biens, das eine Funktion hat. Darin lebt der Bien, damit isoliert er seinen Sitz, darin zieht er seine Nachkommen auf, lagert seine Vorräte; darauf gibt er Informationen weiter und mglw. vieles mehr, was wir (noch) nicht wissen, z.B. Infektionsabwehr durch Mikroben im Brutnest etc.

    Und ich sage dies ziemlich klar.

    Bei dem Lebewesen Bien/Imp, gehört der Wabenbau NICHT dazu.


    Der Wabenbau, ist seine "Wohnung", welche er zu der Orientierung mit Duftsoffen anreichert.


    Die Brut, hat nur einen Zweck. Den Verlust von Arbeiterinnen zu ersetzen. Die Bienen, nehmen nicht wirklich eine grosse Rücksicht auf die Brut, wenn es wichtigere Dinge gibt. Z.B. Nektar sammeln, (dazu brauchen sie Platz) oder sich der Varroamilbe zu entledigen. In beiden Fällen, wird die Brut rausgeschmissen, ohne Rücksicht auf Verluste......So habe ich es schon des öfteren gesehen.

    Nur die Futtereserven sind für den Bien wichtig. Sein Leben, verdankt er der Vorratswirtschaft.


    Die Honigbiene, ist halt ein Staaten bildendes Insekt, und kein Säugetier mit einem "Mutterinstinkt". Der Wabenbau, ist ihm dabei ziemlich egal. dieser kann ja entsprechend "umbebaut" werden.


    Meine "unmenschliche" Meinung, zu dem Lebewesen Bien.


    Lg Sulz.

  • Auch Zellen aus Kunststoff, können die Bienen dazu verwenden.

    Für den Bien, ist dies kein wesentlicher Unterschied.


    Lg Sulz.

    Hallo Sulz,

    meine Beobachtungen und Erfahrungen mit dem Bien sind um ein Vielfaches kleiner als deine. Trotzdem: Es ist kein wesentlicher, aber doch ein Unterschied.

    Mit Plastik- MW und mit Plastikwaben habe ich etwas experimentiert.

    Meine Beobachtung: Plastik wird nicht so willig angenommen wie Wachs.

    Plastikwaben hingen einen Sommer unbenutzt im BR. Erst nachdem sie als Honigwabe benutzt worden waren haben sie diese auch bebrütet. Besser sahen bei Plastikmittelwänden aus. Zu bemerken wäre aber, dass ich diese nur in HRen eingesetzt habe.

    Nach zwei Jahren ist das Zeug in den Restmüll gewandert.

    Das einzige wovon ich überzeugt bin ist, dass wir häufig von Vermutungen ausgehen und weniger von Tatsachen. Wir kennen diese sehr häufig nicht.

    Ich bin weniger locker im Umgang mit dem Bien geworden.

    Gruß

    Harald

  • Sulz: "Die Brut, hat nur einen Zweck. Den Verlust von Arbeiterinnen zu ersetzen. Die Bienen, nehmen nicht wirklich eine grosse Rücksicht auf die Brut, wenn es wichtigere Dinge gibt. Z.B. Nektar sammeln, (dazu brauchen sie Platz) oder sich der Varroamilbe zu entledigen"


    Das ist ja wohl sehr kurz gedacht. Warum gibt es Futterabriss? Weil sie eben nicht ihre Brut verlassen! Sich der Varroamilbe entledigen? Das wäre ja schön, dann hätten wir keine Probleme.

    Den Artikel mit den Kunststpffwaben muss man schon richtig lesen: es kostet einige Anstrengung, damit die Bienen diese Waben annehmen und mittlerweile kehren die Imker in Neuseeland wieder zu den normalen Rahmen mit Mittelwänden aus Wachs zurück.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Danke, danke! Bin mal auf Stippvisite hier.

    Sorry, als Naturbauimker konnte ich da nicht still sein. Zumal im Heft gerade eine Seite zuvor die Vorzüge des Naturwabenbaus beschrieben sind.

    Danke Drobi, kaum bin ich mal hier ...

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi