Sommerbehandlung mit Oxverdampfer

  • Ich könnte Dir Verdampferstövchen empfehlen.

    Und was entsteht bei den >500 °C aus Oxalsäuredihydrat ?

    Ich würde erwarten Ameisensäure ! Da kannst gleich das Schwammtuch nutzen....

    Hallo,


    bei der Verdampfung von Oxalsäuredihydrat kann Ameisensäure, Wasser, und Kohlendioxyd entstehen. Allerdings habe ich bei der konkreten Anwendung noch nie erlebt, dass die Bienen und die Bienenbrut in irgendeiner Weise geschädigt wurden, wie dieses bei Ameisensäurebehandlungen sichtbar ist. Auch bei vielfacher Anwendung konnte ich bisher keinerlei Schäden an Bienen und Bienenbrut feststellen. Die Temperatur der Flamme ist ja nicht die Temperatur des Stövchens.


    Ich staune immer wieder, mit welcher Dreistigkeit substanzlose Behauptungen in den Raum gestellt werden.

  • Ich habe zwei der Hommel-Stövchen und kann sagen, dass die Temperatur eher deutlich zu gering ist. Es verdampft zwar das meiste der Oxalsäure (nicht alles), aber erstens dauert das sehr lange und zweites setzt sich ein Teil der Kristalle direkt an der nächstbesten kühleren Stelle ab (gerne auch direkt am Stövchen-Rand). Zusammengenommen erreicht man dadurch meiner Beobachtung und Erfahrung nach nicht genug Dampfdruck, damit die Oxalsäure auch wirklich in die Bienen-Traube hinein wirken kann.

  • Zum IFT haben wir auch so ein Ding ausprobiert.

    Habe mir die Videos gerade nochmal angesehen.


    Es hat sehr lange gedauert, bis überhaupt was passiert ist.

    Wir haben dann etwas mit dem Gasbrenner nachgeholfen.

    Irgendwann fing es dann mal an zu dampfen.

    Mein/unser Fazit war: unkontrolliert, man weis nicht ob die Kristalle in der ganzen Beute und den Bienen ankommen oder nicht.

    Für wenige Völker halte ich den Oxamaten für eine sehr gute Lösung, da er mit dem Ventilator die Ox-Kristalle in der ganzen Beute verteilt und man kann von oben schön beobachten, was passiert.

    Für viele Völker hatte Werra-Meißnerimker zum IFT den Sublimox mit und vorgeführt.

    Der hätte mich von der Einfachheit und Schnelligkeit auch überzeugt.

  • Mich würde interessieren, ob die Höhe der Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf die Wirksamkeit von Oxalsäure beim sublimieren hat. Im Winter behandeln wir bei eine relativ niedrigen Luftfeuchtigkeit (30-40%). Jetzt herrscht meist eine höhere Luftfeuchtigkeit (70-80%).

  • Mich würde interessieren, ob die Höhe der Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf die Wirksamkeit von Oxalsäure beim sublimieren hat. Im Winter behandeln wir bei eine relativ niedrigen Luftfeuchtigkeit (30-40%). Jetzt herrscht meist eine höhere Luftfeuchtigkeit (70-80%).

    Ausserhalb vom Bienenstock oder innerhalb?

    Ich bin kein Naturwissenschaftler, aber die Kristalle schwirren trotzdem durch die Stockluft und setzen sich überall ab. Das ist gut am Nebel in der Beute und ausserhalb zu erkennen. Sommer wie Winter.

  • Oxalsäure ist im Gegensatz zu Puderzucker nicht hygroskopisch, und da es im Gegensatz zu Ameisensäure nicht verdunstet, sondern geträufelt, versprüht, sublimiert bzw unter Hitze verdampft wird (Lösungsmittel Alkohol wie beim Varomor), spielt die Temperatur und Luftfeuchtigkeit auch keine Rolle. Es wirkt dann im Haarkleid der Bienen und den Oberflächen als Kontaktgift für die Milben/füsse). Die Temperatur wirkt dann mehr auf den Bienensitz in der Traube(im Winter) bzw Verteilung der bienen in der Beute.

    Wichtigster Punkt für Wirksamkeit: BRUTFREIHEIT und alle Bienen(auch Flugbienen) behandeln- also abends.

    Ich höre immer wieder Vorschläge von einigen Imkern bei jeder Kontrolle MS oder OS zu sprühen- 70-80% der Milben können mit 100% Sicherheit nicht erreicht werden, von den übrigen 20-30% erreicht man vielleicht die Hälfte und kontaminiert aber alle Waben- und Beutenteile, an die man im Sommer öfter ohne Handschuhe geht. Von Auswirkungen auf den Honig ganz zu schweigen!

  • Die Verteilung der sublimierten OXS ist deutlich besser als beim Sprühen oder gar Träufeln. Mit der aus der Gasphase kondensiert feinsten Partikeln an OXS erreicht man sozusagen jeden Winkel der Beute und Bienen.

    Dennoch - wie schon mehrfach gesagt, Brutfreiheit ist entscheidend!

  • Ich arbeite ja mit dem Oxamat. Ist man mit dem sublimox wirklich schneller als mit Oxamat? Das Prinzip ist doch ähnlich. Aber der Preisunterschied ( 200€ Oxamat vs 400€ Sublimox) ist doch gravierend....


    Edit: das Zitat ist falsch gewählt, Blütenbiene bezog sich ja auf Sprühen.

    Trotzdem gilt noch die Frage nach dem Unterschied der Schnelligkeit zwischen Oxamat-und Sublimox.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honigbanane ()