Sommerbehandlung mit Oxverdampfer

  • Das entspricht nicht den Praxiserfahrungen, die ich beobachten konnte, Sämtliche Imker, deren Sublimationen ich beobachten durfte, sublimierten OX von unten durch das Edelstahl-Gewebegitter des Bodens in die Beute hinein. Tlw. hatten die Böden sogar 2 Querhölzer zur Stabilisierung im Boden eingebaut. Auch dort kam ausreichend OX-"Dampf" in die Beute bzw. auf die Bienen.

    Frodo1978 : Selbstverständlich wurde (nur) dabei die hitzeempfindliche Windel gegen ein robusteres Material ausgetauscht (Metallblech bspw.).

    Die Böden mit Lochblech-Boden"gitter" konnte ich bei Sublimation allerdings noch nicht beobachten. Mglw. wird bei denen via Flugloch bedampft.


    Wichtig ist jedenfalls, möglichst alle Bienen mit OX-Dampf zu erreichen. Das kann bei sehr großer Bienenmasse mglw. ein Problem darstellen. Die von mir kontaktierten Anwender ließen mich die Sublimation tlw. durch die Deckelfolie hindurch beobachten. Da ließ sich das einigermaßen sicher beurteilen. Wichtig sei auch eine gewisse Einwirkzeit auf die Milben, die auf den bedampften Bienen sitzen. Deshalb sei es ratsam, die Sublimation abends nach Einstellung des Flugbetriebs durchzuführen.

  • Soweit ich mich mit anderen Imkern dazu unterhalten habe, endet das Verdampfen ÜBER dem Gitterboden immer mit einer ganzen Reihe gebratender Bienen. Dafür soll die Wirkung besser sein, als beim Verdampfen UNTER dem Gitterboden.

    Selbst angesehen habe ich mir das Verdampfen mit dem Oxamat (?) mit Gas. Von der Wirkstoffverteilung und dem Handling hat es mich am meisten überzeugt. Besonders beeindruckt hat mich, dass die Bienen in aller Ruhe ihrer Beschäftigung nachgingen. Der Imkerkollege behandelt 4 mal im Abstand von 5 Tagen. Der Niederschlag der Oxalsäure soll 6-7 Tage wirksam sein.


    Diese Methode würde ich dann auch übernehmen, wenn unsere Schnarchnasen in D das Bedampfen mal zulassen. Die Hoffnung ist aber gering. An AS ved. und dem überteuerten Träufelzeug, oder den ganzen Wundermittelchen verdient die Industrie nunmal mehr.

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Bisher hat bei mir auch die Sommerbehandlung mit dem Varrox sehr gut hingehauen, aber mich stört, dass man eine Hitzequelle in der Beute hat die man von außen praktisch nicht überwachen kann (man findet immer mal wieder ein paar verkohlte Bienen und manchmal auch etwas angekokelte Rähmchen). Außerdem führt die Fummelei am Flugloch vor allem an lauen Sommerabenden doch immer wieder zu unnötiger Aufregung im Volk, da man dafür den zugekitteten Fluglochkeil entfernen muss. Das haben wir zwar mittlerweile durch einen selbstgebauten Spezial-Keil mit Varrox-Klappe gelöst, ist aber immer noch nicht ideal.


    Daher liebäugle ich aktuell mit dem Swienty Sublimox, da er in meinen Augen das fortgeschrittenste Gerät ist, um von außen Dampf einzublasen. Wahnsinnig schnell, minimaler Eingriff von außen, man braucht quasi nur ein winziges Loch in der Beutenwand, und der Dampf kommt direkt dort hin wo er soll. Was mich momentan davon abhält ist der Preis. Wenn man sich allerdings die Sache mit der Termperaturregelung ansieht, scheint das ja tatsächlich ein sehr durchdachtes und hochwertiges Produkt zu sein.


    Weiterhin kann ich berichten, dass ich vergangenes Jahr statt Folie ein Gitter benutzt habe (sieht man in diesem Video), mit dem ich v.A. über den Winter eine bessere Luftzirkulation und weniger Feuchtigkeit/Schimmel in der Beute erreichen wollte. Das hat zwar gut funktioniert, hat aber auch dazu geführt, dass die Oxal-Verdampfung weniger wirksam war und länger durchgeführt werden musste, bis der Milbenfall in Ordnung war (ist mit Ox ja zum Glück kein Problem). Vermutlich ist dadurch oben zuviel Dampf entwichen und es konnte sich nicht genug Dampf-Druck in der Beute aufbauen, um in alle Winkel und Ritzen der Bienentraube zu gelangen. Dieses Jahr kommt zur Behandlungszeit jedenfalls wieder die Folie rein.

  • Hallo,


    Du fragst u. A. nach anderen Tipps.


    Ich könnte Dir Verdampferstövchen empfehlen.

  • von oben mit Gas und Computerlüfter ist sehr wirksam und keine „Bratlinge“.

    Das könnte das Verfahren werden.

    für welche Volkstärken? Gerade bei Blockbehandlungen im Sommer ist das ein enormer Aufwand jedes Volk zu öffnen. Übers Flugloch geht's am einfachsten, aber wie schon öfter geschrieben mit Varrox vom Wirkungsgrad nicht optimal. Der Lega SUBLIMATORE PROFESSIONALE ist da meiner Meinung unschlagbar.




    grüße Stefan