Schiffer rezensiert ll.

  • Leute, dann teilt und verlinkt das Ding in alle Gruppen, Foren und wo es sonst noch auf Interesse stößt! In die WhatsApp Gruppe vom Verein, FB Gruppen, was auch immer.

    Ich hatte vorn gefragt, ob das einfach möglich sei, weil der andere Kommentar vom Reinickendorfer Verein für mich am Handy nicht so einfach greifbar war. Fingertrouble meinerseits oder tatsächlich gut verborgen auf der bereitstellenden Seite - ich weiß es nicht.


    Dieser Kommentar jetzt ist glücklicherweise einfach zu teilen. Liegt wohl daran, dass es kein PDF ist - Danke dafür. Ich habe ihn auch schon geteilt

  • Ich habe bspw. von einem Forenmitglied einen sehr guten Text geschickt bekommen, welcher den "Imkern heute" Artikel von einer anderen Seite beleuchtet, als ich das mache. Das war keine Schmährede, es war nicht diskreditierend, es war einfach eine sachliche Erwiderung.

    Was ist das für ein Text? Kann man ihn lesen, und wenn ja, wo?

  • Ja, spricht mir aus der Seele, obwohl ich es nicht ganz so kompromisslos formulieren würde.

    Es interessiert mich wirklich: Was würdest du als "kompromisslos" bezeichnen?

    Du bist mein Held, genau richtig geschrieben und besser kann man es gar nicht sagen.

    Wir freuen uns auf die erste mutige Puplikation, damit es eine breite Masse zu lesen bekommt.

    Auf Facebook kommt hierzu nur positive Resonanz, egal ob Deutschland, Italien oder Frankreich!

    Danke!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Moin,

    erst einmal ein fettes Danke, sich umfassend mit dem Beitrag und darin verfassten Themen derart intensiv auseinander gesetzt zu haben.

    Das gelesen zu haben, tut meinem Imkerherz wirklich gut, zumal ich ebenfalls nicht wußte, wo genau ich in dem von TS geschriebenen Artikel ansetzen sollte, um die vorbrachten Argumente zu entkräften, wo Fakt und wo Fake liegen. Wie du geschrieben hast, ist man von vornherein bei diesem Bullshit Flooding in der Defensive, gerade wenn imkerliche Größen namentlich benannt werden.

    Zudem finde ich es super, dass du parallel auch noch wirklich versucht hast, Punkte zu finden, die die Thesen von TS untermauern (siehe Tom Seeley oder Hr. Tautz, die TS in seinem Beitrag genannt hat).

    Bei dem Artikel von Roland Sachs fand ich den Hinweis zu der Wärmebildkamera der einzelnen Beuten und den eingebauten Heizungen, die ein Bienenvolk darstellen sollten, sehr interessant. Hatte mich selber schon gefragt, wie genau die Wärmebilder miteinander verglichen werden können, da die jeweilige Skala fehlt.

    Was mir persönlich in Bezug zu diesem Thema noch im Kopf rumspukt:

    - Wir können die Landschaft hier in Mitteleuropa, die es vor 500 Jahren gab, nicht zurück holen. Die großen Waldflächen sind Wohngebieten gewichen

    - Die Landwirtschaft musste sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch technisieren, um überhaupt überleben zu können. Neben den Effekten, dass die Felder immer größer und die Lebensräume für z.B. Solitärbienen und andere Arten zurück gedrängt wurden, mußten mehr Mittel zur Bewirtschaftung eingesetzt werden, die ebenfalls nicht Bienenfreundlich sind. Hinzu kommen großen Monokulturen, die auch einem Bienenvolk im Schiffer Tree stark zusetzen werden. Ich würde da ja eher auf die Neuanlage von Knicks plädieren, kleine Felder, etc. aber das ist meinerseits eher Wunschdenken;-)

    - Es wird in vielen Bereichen mehr Regionalität gefordert. Warum nicht auch beim Imker um die Ecke? Der Nutzen des Schiffer Trees und die Defamierung der Imker als Massentierhalter würde das kontakarieren! Immerhin kommen 82% des in Deutschland benötigten Honigs aus dem Ausland. Wir bräuchten also mehr Bienenvölker, um das Auszugleichen, und das ohne Ausbeutungsgedanken. Aber wie mehrfach schon erwähnt wurde, ein erfolgreicher Berufsimker kann nur dann erfolgreich sein, wenn es seinen Bienen gut geht. Zusätzlich ist der Honig, insbesondere aus China, immer wieder in Verruf, weil er gestreckt wird, Enzyme künstlich zugesetzt werden, etc. Ich glaube, das gibt es aktuell auch einen Beitrag im Bienenjournal. Und wir holen uns mit jedem Honig aus dem Ausland auch wieder AFB-Sporen ins Land, nicht zu unterschätzen!

    - AFB ist neben der Varroa-Milbe auch ein großes Problem, was die Bienenvölker im Schiffer Tree haben werden. Aber das wird die Zeit zeigen, wie sich die Schiffer Trees wirklich machen und wann der erste Veterinär einen Schiffer Tree vom Baum holt, weil er dort AFB vermutet.

    - zu guter Letzt das Thema mit den Säuren: Es ist ja keiner gezwungen, seine Völker mit Säuren (z.B. AS oder MS) zu übergießen! Es gibt genügend andere Behandlungsmethoden, wie TBE mit doppelter Fangwabe, Bienenhilfe vom Jonas oder andere Verfahren, die komplett ohne Säuren auskommen (also jetzt mal abgesehen von Pseudoskorpion, Ultrasound, Bienensaune, etc.). Zudem gibt es ein Verfahren (Sublimation von Oxalsäure), was meiner Meinung schnellstmöglich in Deutschland zugelassen werden sollte, damit das "Übergießen der Bienen mit Säure" ein Ende hat;-) Und es gibt genügend Zuchtbemühungen, bei denen die Biene mit der Milbe klar kommt, bzw. sie nachhaltig selber beseitigt.

    - Thema Zucht: Ich bin mal gespannt, wann in einem Schiffer Tree an einer Schule das erste Mal unleidige Bienen einziehen, die einen auch noch auf mehrere Meter verfolgen. Was passiert dann? Und gerade in diesem Zusammenhang gegen die Züchter zu wettern, finde ich echt blöd.....

    Ich hoffe, ich zerschieße mit meinen Gedanken nicht den Faden, in dem es um den beitrag von rall0r geht. Nochmals :thumbup::thumbup::thumbup:

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • @Hamburger-Jung: Sofern ich das in einem seiner Youtubebeiträge richtig mitbekommen habe, bekommen freilebende Bienen keine Faulbrut (genau genommen sagt er, das alle wildlebenden Völker (ich meine 200), die damals in Verdacht standen die Faulbrut eingeschleppt zu haben und abgefackelt wurden, keine Sporen von Faulbrut enthielten, wodurch er suggeriert, das wildlebende Völker immun sind). Ich müsste in Youtube nochmal schauen um das Interview (war ein Hobbykanal) wiederzufinden.

    Darüber hinaus sind die gezüchteten Bienen völlig egal, sobald die Bienen in seiner Beute sitzen verhalten sie sich wieder korrekt (also sind aggressiver und verteidigungsfröhlicher, so hatte ich das zumindest verstanden). Bei ihm fliegen Bienen z.b. nicht bei Regen, da sie nicht künstlich in einem Dauerzustand der Not gehalten werden und Varoa wird durch das sich selbst verkleinernde Brutnest (durch das verhonigen) bekämpft.

  • Hallo,

    ob nun richtig oder falsch, oder gar mit viel Geschäftssinn behaptet, wichtig ist erstmal das was andere behaupten oder an Erfahrung gesammelt haben, anzuzweifeln. Ist ja auch nicht ungesund!

    Mein Grundsatz ist aber schon seit Ewigkeiten: Dem Ganzen mit Hilfe des Kriteriums der Wahrheit (Praxis) auf den Grund zu gehen.

    Und wer hat schon ...? Denn wie hier schon öfter gesagt: Behauptungen sind noch keine Fakten / Tatsachen!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Moin Bugsi,

    aber genau das ist doch die Idee bei dem Schiffer seinen Thesen:
    Er stellt sich hin und behauptet etwas und hinterlegt diese gerade mit soviel Fakten, dass man dem, was er erzählt, auch glauben schenken mag!

    An deinem kurzen Beitrag (ich gehe mal davon aus, dass du das mehr oder weniger so aus diesem YouTube Film mitgenommen hast) kann man erkennen, dass man die Fakten so verdrehen kann, dass es genau wieder ins Konzept passt:

    - Klar bekommen auch in der Wildnis lebende Bienen Varroa und AFB! Es ist da wahrscheinlich nur viel schwieriger, diese auch nachhaltig zu dokumentieren. Wie willst du denn von einem in einer Baumhöhle lebenden Volk eine Futterkranzprobe ziehen? Geht schlichtweg einfach nicht! Und da das Volk weiter lebt, hat es keine Varroa und keine AFB!?! Ist also immun? Ich bitte dich, dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege sondern ist eher ein Wunschdenken.

    - Varroa wird durch die abgehenden Schwärme in Schach gehalten. Es gibt da auch genau solche Verfahren, die nur durch das Schwärmen die Varroa klein halten. Aber auf Lange Sicht geht das nicht gut, geschweige denn für alle sich aus dem Ursprungsvolk ergebenen Völker!

    - Ich weiß auch nicht, was du bei den Bienen als "sich korrekt" verhalten bezeichnest. Also dass sie dann wieder aggressiv werden? Na dann mal *Daumen hoch" für jeden Schiffer Tree, der sich an einer Schule befindet. Das Verhalten wird sich über die Genetik der jeweiligen Königin oder deren Töchter zeigen, sprich alles was möglich ist. Will man das? Ich als Imker will definitiv nicht, dass ich bei der Fluglochbeobachtung attackiert werde, aber meine Völker sollen z.B. gegen Wespen und Hornissen Wehrhaft bleiben! Großer Unterschied;-)

    - In Not kommen Bienen, wenn der Imker ihnen alles an Vorräten nimmt, ohne das Tracht herrscht! Das kann aber auch passieren, wenn mehr im Stock verbraucht wird, als reinkommt, z.B.im Frühjahr oder bei Trockenheit. Oder wenn der Honig z.B. Raps oder Melezitose, von den Bienen nicht mehr verarbeitet werden kann, weil er in den Waben kristallisiert ist. Da hilft aber auch kein Schiffer Tree! Und das andere im Nachsatz finde ich auch eher plakativ als wissenschaftlich.....

    - Varroa wird durch das Verhonigen des Brutnestes nicht bekämpft, sonst hätten wir das alle schon gemacht! Aber es hat kurzfristig natürlich einen positiven Effekt, da sich weniger Milben bilden können, der sich langfristig (über den Winter) aber nicht auszahlt. Wer nicht genügend gesunde Winterbienen erbrüten kann (Varroa und verhonigtes Brutnest), dem kann das Volk im Winter eingehen!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • @. Bugsi, Bienen fliegen nicht bei Regen.😂


    Das kann doch nur einer sagen, der bei Regen noch nie vor einem Flugloch gestanden hat.
    Wobei, wenn ich ein Flugloch in 5 m Höhe bei Regen betrachten würde, sähe ich auch keine Bienen.
    Bienen holen nur Nektar, weil wir ihnen den Honig wegnehmen. Woher wissen die, dass ich ihnen in 3 Wochen die Fünf Zargen Frühtracht klauen werde. Es ist eine einzige Märchenstunde, die nur die Leute gut finden, die von Bienen keine Ahnung haben.


    Gruss

    Ulrich

  • Guten Abend.

    (also sind aggressiver

    Wie wenn agressive Bienen gesünder wären. Vor 200 Jahren, wurden die Bienen in meiner Gegend, direkt vor den Stubenfenster der Wohnhäuser gehalten, und ohne irgendwelchen Schutz der Honig "geerntet". Ich glaube kaum, dass die Menschen den Standort so belassen hätten, wenn die Bienen "böse" gewesen wären. Alternativ, waren ja auch Scheunen vorhanden.;)^^

    varoa wird durch das sich selbst verkleinernde Brutnest (durch das verhonigen) bekämpft.

    Dies ist eindeutig "menschliche" Varroa-Logik, (graue Theorie) und steht kaum mit der Varroatolleranz der Bienen im Zusammenhang.


    Ich deute dies eher in der Richtung, dass Herr Thorben Schiffer sicher nicht mehr Wissen über die Koexistenz hat, als andere schon herrausgefunden haben. Bei diesem vorhandenen "Unwissen", kann halt bald mal etwas "graue Theorie" an den Mann/Frau gebracht werden.......Belegen, muss man dies ja nicht.


    Lg Sulz.

  • Dieser Satz alleine hat was von Oktober- und sonstigen Revolutionen.

    All die Revolutionäre die nur "das Gute" in die Welt bringen wollten,

    hatten selten was für die übrig, die von ihnen abgeschafft wurden.

    Abgesehen davon ging es da selten fair zu, da ja sie alleine die Wahrheit für sich gepachtet hatten.


    Nachdem die klassischen Imker eigentlich personell und fachlich gut aufgestellt sind, sollte man vielleicht den einen oder anderen Fernsehsender der regelmäßig TS ein Schaufenster bietet, mal dazu auffordern auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen.

    Oder ein Statement einholen, ob das der Bildungsauftrag ist, der da vermittelt werden soll.

    Denn in der Regel sind das eigentlich immer öffentlich rechtliche Sender, oder täusche ich mich da?


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.