Klimadeckel - (langjährige) Erfahrungen und Vergleiche

  • Genau. Bloß keine Änderungen, die den Bienen das Leben erleichtern könnten.

    Also, lass diese Verkomplizierung bitte aus dem Spiel

    Damit bist du zumindest voll im Trend. Alles was einfache Erklärungen gefährdet, einfach weglassen, auch wenn die Richtigkeit der Aussage dadurch leidet. Es lässt sich nicht alles einfach runterbrechen.

    Dem Berggeist traue ich zu diese Materie noch genauer und anschaulicher zu erklären

    Kann ich nicht, weil ich der Argumentation nicht folgen, geschweige denn sie unterstützen könnte.

  • Es ist offenbar mehr Feuchtigkeit durch das Propolis-Gitter in die Holzspäne gelangt

    Das Gitter dient ja auch nicht dazu, die Feuchtigkeit zurück zu halten.

    Es ist zuviel feuchte Luft zu schnell ins Dämmaterial gelangt.

    Es ist auch nicht hilfreich, die Grundbedingungen zu ändern, wenn man testen will, ob etwas funktioniert.

  • Hallo,

    eine Schwachstelle solcher isolierenden oder diffusionsoffenen Systeme ist nach meinen Beobachtungen die Grenze zwischen der umfassenden (Holz)-Wand und der Schüttung. An dieser Grenze entsteht eine Störung des Gefüges. Man kann auch einfach sagen, es bildet sich ein feiner Spalt. Dort kann ohne Vorkehrungen warme Luft abströmen. Das führt zu Wärmeverlusten!
    Die Spänekissen versehe ich am unteren Rand mit einer L-förmigen Verbreiterung auf das Wandmass.

    Gruß

    Harald

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • - Einwinterung im 300mm hohen BR, (mit untergesetzte Zarge mit Leerwaben, Winterfutter umtragen lassen aus der HR-Zarge Nr. 1 (Frühjahrshonig) in den

    Und dabei bricht das ganze Belüftungssystem zusammen. Zudem verlieren die Sammlerinnen jegliche Orientierung, wenn zwischen Flugloch und Brutraum etwas "Fremdes" dazwischen gegeben wird. Die vorhandenen Duftspuren, verlieren sich im Nirgendwo....Riecht doch irgendwie nach Futterlager?....Ich muss aber in das Brutnest?.....Und wegen diesem Sack, muss das Futter wieder nach unten umgelagert werden....;)


    überlege dir also gut, wieviel/welche Eingriffe du machst.


    Lg Sulz.

  • Richtig! Genau überlegen.

    Die untergesetzte Zarge mit Leerwaben hat diese verheerende Wirkung?

    Die Hr- Zarge mit dem Futter steht ganz oben.

    Da habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt.

    Aber danke für den Hinweis.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Im oberen Bereich der Isolierschicht ist die Luft in den Pooren Kälter und kann soviel

    Dampf nicht tragen. Dann lässt sie etwas davon los und der wird dann sofort Wasser..

    Kondenswasser.

    Dieses Kondensat muss reichlich von Umgebungsluft umströmt werden, denn die muss es aufnehmen. Das nennt man trocknen.

    Wie Du schon erkannt hast, musst Du den Holzdeckel weglassen.

    Aber warum funktioniert dann der Aufbau des Warre-Deckels? Auf den Oberträgern der obersten Zarge liegt ja ein (Sack-)Leinentuch und darüber das Kissen, welches unten mit Sackleinen bespannt ist und in dem sich z.B. Sägespäne befinden. Das Kissen ist zwar oben offen, aber darüber befindet sich der übergestülpte Außendeckel, der selbst ein geschlossener Holzdeckel ist, also von unten gesehen eine umgedrehte Wanne aus Holz. Also kann die nach oben kälter werdende Luft (die dadurch in Gefahr gerät, auszukondensieren) nicht von Umgebungsluft umströmt werden. Oder ist das Holz des Außendeckels hinreichend diffusionsoffen?

  • Es freut mich,

    Dass Bergeist und Keinimker in einem Punkt offenbar der gleichen Auffassung sind:

    Hallo,

    eine Schwachstelle solcher isolierenden oder diffusionsoffenen Systeme ist nach meinen Beobachtungen die Grenze zwischen der umfassenden (Holz)-Wand und der Schüttung. An dieser Grenze entsteht eine Störung des Gefüges. Man kann auch einfach sagen, es bildet sich ein feiner Spalt. Dort kann ohne Vorkehrungen warme Luft abströmen. Das führt zu Wärmeverlusten!

    und diese warme Luft ist auch noch feucht.

    Es ist zuviel feuchte Luft zu schnell ins Dämmaterial gelangt.

    :):):)

  • Hallo Berggeist.


    Ausgerechnet mir hältst Du vor, keine Anderungen zu wollen die den Bienen das Leben erleichtern könnten? Damit liegst Du weit, weit daneben.


    Und ich lasse alles weg was einfache Erklärungen gefährdet?

    Ich dachte, es ist alles, was ich schreibe zu viel und zu kompliziert, und ich beherrschte das Kunststück nicht, einfach zu schreiben.


    Gruss RS

  • Hallo Ababab


    Vorab: Ein Holzdeckel, aus natürlichem Holz, das nur in der Breite verleimt ist, und dessen Pooren nicht zugeschmiert sind, ist diffusionsoffen.

    Wenn es sich um aufeinandergeleimte Schichten handelt ist klar, dass jede Leimschicht die Diffusion ausbremst. Gute, feuchtfeste Leime bilden meist eine fast diffusionsdichte Schicht.


    Leider habe ich noch nie eine Warree Beute so genau angesehen, dass ich wüsste, wie der besagte

    Deckel beschaffen ist und ob er winddicht aufliegt.

    Wenn er aus ein paar breitenverleimten, natürlichen Brettern besteht und winddicht befestigt ist, kann die Feuchtigkeit, die im oberen Bereich des wärmeisolierenden Kissens oder darüber in der eingeschlossenen Luft an Wänden und Deckel, kondensiert, gebremst abtrocknen. Durch Wände und Deckel hindurch.

    Wenn der Deckel nicht recht dicht, nur lose, aufliegt, könnte, wenn das Kissen etwas Luftzug durchlässt, Kondensat in den Spalten zwischen Deckel und Wänden entstehen und dort für Schimmel sorgen.

    Dass nichts dichtes direkt auf dem Deckel liegen darf wird klar sein.


    Gruss RS

  • Ausgerechnet mir hältst Du vor, keine Anderungen zu wollen die den Bienen das Leben erleichtern könnten? Damit liegst Du weit, weit daneben.

    Nein. Das gehört zu den Beitägen davor, nicht denen von dir.


    Die Kommentare zu deinen Aussagen stehen unter deinen Zitaten.

    Deine Schlussfolgerungen aus der Praxiserfahrung sind ja auch weitestgehend richtig, aber bei der Herleitung hapert es halt.


    Ein Satz wie dieser ist nunmal nicht korrekt und sollte nicht unwidersprochen so stehen bleiben:

    Sie nimmt nur auf der Warmseite Feuchtigkeit aus der LUFT auf und gibt sie auf der Kaltseite wieder an die dortige Luft ab.

    Das hat auch nur bedingt mit innen und außen zu tun.

    Der Vergleich mit Wohnräumen hinkt ebenso. Wir haben in der Wohnung ganz andere Handlungmöglichkeiten, als die Bienen im Winter. Trotzdem ist es schwer einen funktionierenden, diffusionsoffenen Wandaufbau hinzubekommen, obwohl die Bedingungen in der menschlichen Wohnung leichter konstant gehalten werden können, als bei den Bienen. Insbesondere im Winter. Dass die Außenbedingungen sowohl beim Standort als auch beim Wetter (und Jahreszeit) stark unterschiedlich sind, erschwert es natürlich noch stark bei beiden "Wohnformen".

    Man hat bei der Konstruktion ruckzuck Fehler eingebaut.


    Die Ausführung mit der Behaglichkeit kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

    Setz dich doch bitte mal mit dem blecken Ees auf ein kalte Eisenplatte und im Vergleich auf eine aus Kunststoff mit gleicher Temperatur. Ich vermute, die Behaglichkeit ist auf der Kunststoffplatte angenehmer.

    Die Metallplatte leitet die Wärmeenergie wesentlich schneller von den Pobacken ab, als die Kunststoffplatte. Warum also eine von mir zu erwärmende Metallplatte angenehmer erscheinen könnte, als eine Kunststoffplatte, erschließt sich mir nicht. (Es geht hier um das Propolisgittermaterial, um Missverständnissen vorzubeugen)

  • Zitat von @Berggeist

    Nein. Das gehört zu den Beitägen davor, nicht denen von dir.

    Kannst Du netterweise kurz erläutern, welche Beiträge du meintest und warum?

  • Es sollte direkt unter #121 stehen. dann wäre es klarer gewesen. Ich hab nur vergessen zu aktualisieren und deshalb sind mehrere Beiträge dazwischen gekommen.

    Einige Punkte der Aufzählung dürften von sehr wenigen Imkern geändert werden. Ich ändere z.B meine Zargenwände auch nicht im Laufe des Jahres. Die sind genormt dick und das Material wechselt auch nicht. Beim Deckel das gleiche. Wobei einige Imker wohl saisonbedingt Folie anwenden.

    Hingegen beim Flugloch muss ich im Winter einen Mäuseschutz haben, sonst ist meine Winterverlustrate mindestens bei 50 %. Das gleiche Flugloch im Sommer führt zumindest bei mir zu Stau. Außerdem geht damit viel Energie der Bienen für vermeidbare Lüftungsanstrengungen verloren.

    Wenn die festgeschriebene Beutenversion ohne Änderungen über das Jahr der Idealfall ist, muss man auch mit 3-5 Honigräumen einwintern.


    Aber wo wir gerade bei Erklärungen sind:

    wenn man den Innendeckel anders herum aufsetzt und den Rand der Innendeckel mit Löchern versieht.

    Da kann ich mir nichts drunter vorstellen.:/