Klimadeckel - (langjährige) Erfahrungen und Vergleiche

  • Hallo, ich hatte probeweise Klimadeckel eingesetzt. Ich hatte nur das Problem, dass das Füllmaterial im Deckel nass wurde und dadurch die Dämmwirkung heruntergesetzt worden sein wird.


    Aufbau war zu den Bienen hin Leinen, dann in den Holzrahmen Holzspäne und darüber ein Holzdeckel welcher am Holzrand nicht ganz dicht auflag. Auf dem Holzdeckel lagen vier kleine Steine um den Blechdeckel auf Abstand zu halten.


    Ich werde die Deckel nicht mehr nutzen..

  • sebihees:

    Den gleichen Aufbau hatte ich auch . Ich hab das letztes Jahr einfach mal getestet, ohne viel Aufwand meine sonst irgendwo herumstehenden und Platz wegnehmenden Flachzargen mit Leinen bespannt und dann Hanfstreu eingefüllt. Über Propolisgitter ( die flexiblen Stanzgitter, die man rollen kann) auf die Völker gesetzt. 19 Völker getestet. Hatte 7 Jahre lang Folie.

    Ich wollte es einfach mal ausprobieren. Hier war definitiv keinerlei Feuchtigkeit in der Streu, ich hab das mehrfach getestet, indem ich mit der Hand bis ganz nach unten gefühlt habe. Lediglich bei 2 Völkern, die an einem etwas feuchteren Standort stehen, zeigte sich etwas Feuchtigkeit in den Ecken der Zarge im Holz.

    Wieviel Späne hattest Du eingefüllt?

  • Hallo, ich hatte probeweise Klimadeckel eingesetzt. Ich hatte nur das Problem, dass das Füllmaterial im Deckel nass wurde und dadurch die Dämmwirkung heruntergesetzt worden sein wird.


    Aufbau war zu den Bienen hin Leinen, dann in den Holzrahmen Holzspäne und darüber ein Holzdeckel welcher am Holzrand nicht ganz dicht auflag. Auf dem Holzdeckel lagen vier kleine Steine um den Blechdeckel auf Abstand zu halten.


    Ich werde die Deckel nicht mehr nutzen..

    Dann musst Du aber erwähnen, dass es an der fehlerhaften Konstruktion lag und nicht an der Idee, die Du für nicht brauchbar hältst.

    Es gibt auch sowas, welches funktioniert!

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Es ist offenbar mehr Feuchtigkeit durch das Propolis-Gitter in die Holzspäne gelangt

    Als durch den Holzdeckel wieder raus gelassen wurde.

    Jetzt kann ich die Speicher Kapazität der Holzspäne erhöhen, durch mehr Holzspäne

    Oder den Holzdeckel als Widerstand einfach weglassen und für den Zutritt von trockner Luft sorgen.

    Weniger ist manchmal mehr!

  • Es ist offenbar mehr Feuchtigkeit durch das Propolis-Gitter in die Holzspäne gelangt

    Als durch den Holzdeckel wieder raus gelassen wurde.

    Jetzt kann ich die Speicher Kapazität der Holzspäne erhöhen, durch mehr Holzspäne

    Oder den Holzdeckel als Widerstand einfach weglassen und für den Zutritt von trockner Luft sorgen.

    Weniger ist manchmal mehr!

    Mach dir mal ein Pultdach als Stülpdach (200mm) mit einer Schräge von etwa 5cm und etwa 10mm Abstand rundum. Mach dir am oberen Rand des Kastens (200mm) eine umlaufende Leiste als Auflage auf dem Spänekissen, dort tackere gleich ein Mäusegitter fest.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Es waren normale Sägespäne drin, weil ich es auch einfach kostengünstig an zwei Völkern ausprobieren wollte. Ggf. Versuche ich es dann Mal mit den Vorschlägen, obwohl ich ehrlich gesagt mit meinen anderen Deckeln zufrieden bin. Wollte einfach Mal sehen ob das klappt.


    Was aber von da an geblieben ist, ist als Abschluss ein Gitter anstatt eine Folie.

  • nach unten verwende ich einfach Sackgewebe (Kaffeesäcke), das wird nicht durchgefressen.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Bleiben da nicht dauernd Bienen hängen in dem groben Material?


    Zitat von @sebihees

    Was aber von da an geblieben ist, ist als Abschluss ein Gitter anstatt eine Folie.

    Das mache ich auch seit 3 Jahren, es hilft auch im Sommer bei Hitze gut, wenn man den Innendeckel anders herum aufsetzt und den Rand der Innendeckel mit Löchern versieht. Gepaart mit einem schräg aufliegenden und damit etwas Schatten spendenden Blechdeckel, der keinen direkten Kontakt mehr mit dem Innendeckel hat, haben meine Völker die letzten Hitzesommer gut überstanden, obwohl es keinen sonstigen Schatten an dem Standort gibt.

  • Hallo,

    man sagt: Was gegen die Kälte gut ist, ist auch gegen die Wärme gut.

    Aus Prinzip ändere ich an den Beuten über das Jahr so wenig wie möglich.

    - Immer das gleiche Flugloch, und immer an der gleichen Stelle.

    - immer der gleiche (geschlossene) Boden,

    - immer der gleiche "Deckel", gleiches Kissen über mehrere Jahre,

    - generell 50mm starke Zargenwand aus Holz

    - Einwinterung im 300mm hohen BR, (mit untergesetzte Zarge mit Leerwaben, Winterfutter umtragen lassen aus der HR-Zarge Nr. 1 (Frühjahrshonig) in den BR)

    Was hat das mit dem Thema zutun? Es trägt zu einem eigenständigen Leben des Biens bei und das wiederum ermöglicht es, dass sich der Bien in der Beute einrichten kann ( Klimatisierung der Beute hängt mMn viel mit der Beständigkeit der Organisiertheit des Biens zusammen).

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Hallo, Berggeist!


    Dass es auch Zeiten gibt, zu denen die Dampfdiffusion von innen nach aussen nachlässt, aufhört und sich auch umkehrt, ist mir nichts neues.

    Ich wollte es hier nicht anbringen, weil das Ganze nicht zu kompliziert und womöglich verwirrend werden sollte.

    Wir haben mit dem Klimadeckel auch nur in der Winterzeit zu tun und wärend derer tritt in unserem Anwendungsfall diese Diffusionsumkehr nicht auf. Du weisst es, denn du hast die möglichen Ursachen in einem früheren Beitrag sehr klar beschrieben und weisst auch, dass dieser Effekt während des Winters bei freistehenden Völkern, die vom nassen Futter zehren, kaum auftreten kann.

    Also, lass diese Verkomplizierung bitte aus dem Spiel - sie bringt uns hier nichts.


    Gruss RS

  • die fehlende Unterlüftung ist auch das Problem von Bienenbox und Beuten auf Dächern oder voller Sonne - zwischen Blechdeckel und Isolation muß Durchzug möglich sein, ein überstehendes Dach schützt auch die Seitenwände vor der Mittagssonne.

    Das heisst auch, das der Zwischendeckel wesentlich höher als die Holzfaserplatte sein sollte.

  • Hallo Leute!


    Eine gut wärmeisolierende Holzspänepackung ist nicht ganz einfach herzustellen.

    Ein Firma hat Versuche gemacht und ihre Spänepackungen prüfen lassen auf Tauglichkeit im Holzbau.

    Es hat erst geklappt, als sie sich eine wesentlich kräftigere Einblasmaschine herstellen liessen, die die Holzspäne mit mehr Schwung in die Hohlräume pfeffert, als die zuerst benutzte Maschine, mit der sonst Zelloulosewolle aus Altpapier eingeblasen wird.

    Demnach müssen die Späne dicht gestopft sein, ganz ohne Lücken.

    Das ist vermutlich mit Spänen von der Hobelmaschine, die etwa wie halbe Röhrchen aussehen,

    nicht zu machen.

    Warscheinlich taugt für unseren Zweck nur einigermassen feines Sägemehl, wenn es natürliches Holz sein soll.


    Dieses Propolisgitter aus Kunststoff geht natürlich, doch bitte ich folgendes zu bedenken:

    Da gibt es für Wohnräume den Begriff Behaglichkeit und es ist nicht das gemeint, was von den

    Individuellen Befindlichkeiten der Bewohner abhängt. Nein, Behaglichkeit kann man messen.

    Einer der wichtigsten Messwerte ist die Oberflächentemparatur der uns umgebenden Wände, Decke und Boden. Behaglich fühlen wir uns, wenn diese umgebenden Flächen warm sind, so, dass sie uns nicht die Wärme rauben, die wir unablässig abstrahlen.

    Das Die Oberfläche des Propolisgitters ist sehr schwer zu erwärmen, denn Kunststoffe haben eine sehr hohe spezifische Wärme. Das bedeutet, dass man viele Kalorien oder auch Watt hineinstecken muss, um ein Gramm davon um z.B Ein Grad wärmer zu machen.

    Ein eisernes Lochblech von gleichem Gewicht ginge wesentlich leichter zu wärmen.

    (Dem Berggeist traue ich zu diese Materie noch genauer und anschaulicher zu erklären- vielleicht hat er Lust dazu.)


    Aber noch leichter wärmen die Bienen, zusammen mit einem bisschen Wintersonne , eine

    Textilschicht an, z. B Kaffeesackmaterial.


    Die wärmeisolierende Schicht soll nicht in erster Linie speichern, sondern Wasserdampf durchleiten per Diffusion.

    Wenn warme Luft aufsteigt, soll unter der Isolierschicht damit Schluss sein. Luft darf nicht durchziehen, drum Späne gut festdrücken.

    Nur ihren Wasserdampf soll die warme Luft an die Isolierschicht abgeben.

    Im oberen Bereich der Isolierschicht ist die Luft in den Pooren Kälter und kann soviel

    Dampf nicht tragen. Dann lässt sie etwas davon los und der wird dann sofort Wasser..

    Kondenswasser.

    Dieses Kondensat muss reichlich von Umgebungsluft umströmt werden, denn die muss es aufnehmen. Das nennt man trocknen.

    Wie Du schon erkannt hast, musst Du den Holzdeckel weglassen.


    Für heute genug Füssik. Gruss RS

  • Richtig Harald!


    Die Bienen brauchen nicht nur gute Bedingungen sondern auch gleichmäßige Lebensbedingungen. Das ständige auf/zu, hin/her und so ist nach meiner Meinung nicht gut.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Richtig Harald!


    Die Bienen brauchen nicht nur gute Bedingungen sondern auch gleichmäßige Lebensbedingungen. Das ständige auf/zu, hin/her und so ist nach meiner Meinung nicht gut.


    Rolf

    Ja um das Klima im Stock regulieren zu können!! Gerade um diese Zeit ist das Öffnen für die Brut eine Pest.