Klimadeckel - (langjährige) Erfahrungen und Vergleiche

  • Diffusion gibt es immer nur vom Wärmeren ins Kältere.

    Das ist nicht ganz richtig. Die von dir beschriebenen Effekte kommen durch das Bestreben des Temperaturausgleichs zustande. Es gibt aber ebenbürtig das Bestreben die relative Luftfeuchtigkeit auszugleichen. In dem Zuge kommt es sehr häufig auch zur Diffusion vom Kalten ins Warme. Dabei gibt es nur kein Kondenswasser, weshalb es nicht (negativ) auffällt.

    Es fällt auch deshalb weniger auf, weil häufig, durch die beschriebenen Verhaltensweisen, die relative Luftfeuchtigkeit auf der warmen Seite höher ist.

  • Wenn Bienen die Weichholzfaserplatten annagen, dann sind doch die Platten für den Hausbau bestimmt vor Insektenfraß geschützt.

    So wie Schafwolle und andere Dämmmaterialien auch.

    Und mit was werden die geschützt ...?


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • DNM 12'er Einzargig Holz, Varroschublade immer drin, keine Folie, manchmal Baumwolltücher(warum weiß ich selbst nicht), darüber Holzdeckel mit Holzweichfaserplatten. Ich denke ca. 25% haben Schimmel, Rest nicht. Schimmel haben bevorzugt schwächere Völker.


    Dadant, 10'er Holz. Varroaschieber ist immer drin, keine Folie, kein Tuch, Holzdeckel mit Inneneinlage aus Weichfaser. Beste Erfahrungen, Schimmel nur dann, wenn was mit dem Volk nicht stimmt(tot, halbtot und die Zwischenphasen).


    Bis dato habe ich mit Holzdeckel und Weichfaserplatte (3cm) gute Erfahrung gemacht.

    Danke für deine Präzisierung deiner Erfahrungen.

    Das Bessere ist der Feind des Guten!

    Ich frage mich, ob bei DNM12 er Einzargig Holz durch eine Verdoppelung der Dicke der Weichfaserplatten weniger als ca. 25 % Schimmel zu erzielen ist.

    Wie olle flachzarge schreibt, kommt ja jetzt mit dem Brutbeginn nach der Winterruhe eine kritische Zeit, in der dieser Versuch gut gemacht werden könnte.

    RS Ried hat wohl durch dickere Platten ein für seinen Standort besseres Ergebnis erzielt.

    Versucht macht kluch! sagt man so schön auf platt

  • Hallöle,

    Also ich denke bei DNM, ja Verdoppelung der Faserplatte bewirkt sicher was und kann ich mal im nächsten Winter probieren. Ich denke man muss bei der ganzen Diskussion 2 Dinge zusätzlich beachten;


    1. der Sitz des Volkes:

    Meine DNM-Völker sind von vorn bis hinten voll mit Waben (12) sie sitzen aber meist nur auf ca. 6/7, der Rest ist damit anders beheizt als die besetzten Waben, dadurch kann sich dort viel leichter Wasser/Schimmel ansetzen.

    Meine Dadant-Völker haben ungeschiedet max. 7/8 Waben und sitzen auf je nach Stärke 4-6, hinter den unbesetzten Waben ist Schied und leerer Raum. M.E. schlägt sich dort naturbedingt Feuchtigkeit weniger nieder.

    Bei Warree ist der Turm hoch, die besetzte Grundfläche dadurch kleiner aber kompakter besetzt, dürfte weniger Schimmel/Feuchtigkeit ergeben.


    2. Außentemperatur:

    Die Unterschiede zwischen den Jahren sind nicht zu vernachlässigen. Habe ich einen kalten Winter wie dieses Jahr, dann dürfte der Taupunkt i.d. Beute an anderer Stelle liegen, als in einem milden Winter wie im letzten Jahr? Die Vergleiche zwischen den Jahren und dadurch auch an unserem Rumgebastele sind relativ zur Außentemperatur zu sehen. Ich habe den Eindruck die Jahre schwanken gewaltig.


    Hallöle,

    Also ich denke bei DNM, ja Verdoppelung der Faserplatte bewirkt sicher was und kann ich mal im nächsten Winter probieren. Ich denke man muss bei der ganzen Diskussion 2 Dinge zusätzlich beachten;


    1. der Sitz des Volkes:

    Meine DNM-Völker sind von vorn bis hinten voll mit Waben (12 Warmbau einzargig) sie sitzen aber meist nur auf ca. 6/7, der Rest ist damit anders beheizt als die besetzten Waben, dadurch kann sich dort viel leichter Wasser/Schimmel ansetzen.

    Meine Dadant-Völker haben ungeschiedet max. 7/8 Waben und sitzen auf je nach Stärke 4-6, hinter den unbesetzten Waben ist Schied und leerer Raum. M.E. schlägt sich dort naturbedingt Feuchtigkeit weniger nieder.

    Bei Warree ist der Turm hoch, die besetzte Grundfläche dadurch kleiner aber kompakter besetzt, auch dadurch dürfte weniger Schimmel/Feuchtigkeit auftreten.


    2. Außentemperatur:

    Die Unterschiede zwischen den Jahren sind nicht zu vernachlässigen. Habe ich einen kalten Winter wie dieses Jahr, dann dürfte der Taupunkt i.d. Beute an anderer Stelle liegen, als in einem milden Winter wie im letzten Jahr? Die Vergleiche zwischen den Jahren und dadurch auch an unserem Rumgebastele sind relativ zur Außentemperatur zu sehen. Ich habe den Eindruck die Jahre schwanken gewaltig. und damit auch die Schimmelbildung.



    keinimker;

    meine Warree-Kissen haben 10 cm Höhe, ich fülle mit dem was da ist, zwischen Buchenhack(super gut zu verarbeiten und scheint gut zu funzen) über trockenen! Rindenmulch!, Hobelspäne, Holzwolle, und schlichtweg Restholzbrettchen(gut sind zBsp. Federn von Parkettholz!).

    So und ganz toll bewährt hat sich bei mir zum Schließen vom Kissen(meine sind oben und unten erstmal offen), Flies aus dem Baumarkt, was man unter Kieselsteinchen legt zBsp. als Drainageschicht am Haus/Schuppen etc. Die Bienen schroten das bis dato in keiner Weise, es ist dünn, liegt gut an, rottet nicht und ist dennoch Diffusionsoffen. Ist nicht arg teuer und kann man super annageln.


    Achso; wenn ich Langeweile habe, Styrodur sinnlos rumliegt, dann kommts im Winter von außen an die Holzbeuten ran, festgemacht mit nem Spanngurt, ich bilde mir ein die Völker die drin sind entwickeln sich im Frühjahr auch besser.

  • Ich möchte dieses Jahr folgendes Setup ausprobieren.

    1. Boden,

    2. Brutraum,

    3. Propolisgitter,

    4. selbstbauzarge 80 hoch zur halben höhe gefüllt mit PUR Dämmstoffplatte PUR mittig oder Seitlich durchgebohrt je nachdem wie stark der Niederschlag ist(Zarge umgedreht für Futterteig zu verwenden) eventuell auch mit leichtem Winkel einbringen damit kondensat an den Seitenwänden nach unten ablaufen kann

    5.Nicot Fütterer Futtertaschen gefüllt mit entweder Hanfdämmstoffplatten oder wieder Sägespänen.
    In den Aufstieg vom Fütterer an der Seite der Futtertaschen wird eine Metallplatte eingelegt vielleicht ein kleines Titan Restblech. Das Blech soll dafür sorgen das sich das Kondensat auf der richtigen Seite des Fütterers niederschlägt und nicht mehr in die Beute gelangen kann. Durch die Hanfwolle soll das Wasser nach außen abtrocknen.

    6.Auf den Fütterer kommt nur noch der hinterlüftete Blechdeckel.

    Das Material im Fütterer muß dann nur Feuchtigkeit abführen und die dämmplatte ist für die warmhaltigkeit zuständig.
    Im Sommer sorgt das zusätzlich noch für Ventilation und die Bienentraube ist durch die Hinterlüftung vor zu starker Stauwärme durch die Sonne geschützt.

  • Danke Berlinimker,

    die Kissen mache ich 150mm hoch und fülle im Herbst den „Schwund“ bis zum Rand auf. Füllung ist bei Erstbefüllung Faulholz (50mm etwa) mit Restfeuchte und obendrauf dann Sägespäne.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Das wird auf jedem Fall der nächste Versuch, da auch alles unbehandelte Naturmaterialien sind. Hat jemand so eine Kombination schon probiert?

    Ich glaube, da kann ich noch lange tüfteln.

    Versuch macht Kluch :)


    Hab verschiedene Deckel im Einsatz:

    - Einer hat eine ca. 4cm dicke Schicht aus Reet zwischen Bienen und Holzeinstreu (8-10cm).

    - Andere Deckel von mir habe ich mit alten Unterlagen aus Bambus versehen (Matte aus 3-4mm breiten Streifen)


    Da diffundiert die Luft etc.. nur durch die Ritzen zwischen den Halmen.

    Da wurde bisher nichts angenagt oder verbaut, nur propolisiert.

  • Auch super Idee mit den Reet. Danke für den Tipp! Kommt auf meine Versuchsliste.

  • ... und wie es einem damit so geht, im vergangen Jahr habe ich nach 6Jahren mit „nur Kissen“ zwei gut gedämmte Deckel gebaut, die etwa 100mm überstülpen. Einer hat 36mm Holz und 70mm Styropor. Der andere hat statt Styropor 70mm Hanfstroh. Sie sind zu den Bienen hin „absolut“ dicht gegenüber aufsteigender Feuchtigkeit.

    Im Frühjahr werde ich sehen wie sie sich bewährt haben.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Wo ist da bitte mal eine klare Linie?
    Klimadeckel 150 mm

    Styropor

    18 mm Holz x 2

    Plexiglas
    Untersetzen

    Aufsetzen

    Da gibt es doch keine Betriebsweise. Ist alles durcheinander.


    Kann jeder machen wie er will, aber wieso stelle ich hier etwas vor, was nur ein absolutes Durcheinander ist?


    Gruss

    Ulrich

  • Da muss ich dir jetzt in den Rücken fallen. Es sollte ja zu Testzwecken gemacht werden um vergleichen zu können. Aber der geplante Aufbau zeigt, dass die 94 Beiträge Diskussion einfach für die Tonne waren. (Zumindest bei einigen)