Tote Bienen aus der Beute entfernen?

  • Hallo.


    Seit Herbst häuft sich ein Haufen toter Bienen am Lüftungsgitter meiner Beute. Das Gitter ist seitlich und seit das Volk die Beute bezogen hat knabbern sie an dem Gitter und versuchen es durchzubeißen. Ich war mir nicht sicher was ich tun sollte und hab sie einfach machen lassen.

    Aber das ist nicht das Thema. Seit Herbst liegen vor und in der Beute immer mehr tote Bienen. Vor allem vor diesem Lüftungsgitter. So wie ich das verstanden habe ist es normal dass so viele Bienen während des Herbst sterben. Ich will jetzt aber wissen ob ich die toten Bienen aus der Beute selbst entfernen sollte oder ob das Volk sich darum kümmert? Kann es passieren, dass wenn die Leichen zu lange da drin liegen sie Krankheiten oder Milben verursachen?

    Danke für eure Hilfe schonmal im Vorraus =)

  • Ähmm, was für ein Lüftungsgitter? Mit welchem System imkerst du? Meinst du dass Mäusegitter, welches momentan vorm Flugloch ist? Das kurz raus machen, die toten Bienen mit einem Stock vorsichtig und ohne viele Erschütterungen raus kratzen und das Gitter wieder rein. Fertig

  • die toten Bienen trocken aus wenn Du Glueck hast. Wenn die Beute etwas feuchter steht oder viel regnet/schneit, ziehen die toten Bienen Feuchtigkeit an und dann weden sie ekelig und faulen vor sich hin. Wenn Du es schaffst, entferne sie. Das Volk schafft es fruehestens im Maerz, aber bis dann sind es hunderte die sich da unten stapeln. Ich habe bei mir die Bodengitter auch kurz rausgezogen, den Totenfall abgekehrt und fertig ... das ist bei meinen Bremerbeuten kein Problem.

  • ... knabbern sie an dem Gitter und versuchen es durchzubeißen. Ich war mir nicht sicher was ich tun sollte und hab sie einfach machen lassen.

    Also haben sie das Gitter jetzt tatsächlich durchgebissen?!? ;)


    Die Bienen schaffen den Totenfall in der Regel von alleine raus, irgendwann und mit großer Anstrengung.

    Besser ist es daher, Ihnen ein oder zwei Mal im Winter (Januar) zu helfen und die große Masse rauszuholen, möglichst so sachte (z.B. flacher Stock durch das Flugloch), damit sie nicht viel davon mitkriegen.


    Zwischendurch schaffen die Bienen selber einiges raus an Flugtagen im Winter.


    Zum Beispiele heute bei mir war der erste größere Reinigungsflug. Wir hatten Föhn, d.h. viel Sonne und sehr warm.

    Weil bei uns noch viel Schnee liegt, konnte man sehen, dass der Schnee vor den Beuten großflächig von toten Bienen übersät war, dazwischen Tausende brauner Flecken. Heute konnten die Bienen seit Wochen zum ersten Mal in größerer Anzahl raus, um sich zu erleichtern.

    An so Tagen werden auch viele der Toten rausgeschafft, die sich seit meiner letzten Reinigungsaktion wieder angesammelt haben. Die Masse ist aber schon draußen, denn die fällt bis Januar ab.

  • Kiste kurz zur Seite stellen, Boden auskippen, alles wieder hinstellen. Dauert weniger lange als Deine Frage tippen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mach' ich im März auch so, aber nicht jetzt im Winter.


    Beuten von Abdeckungen befreien, womöglich erst Schnee wegschaufeln, bei Frost den Boden abknacken, rumruckeln, das kommt für mich nicht Frage, denn so eine Aktion weckt jede Traube aus dem Winterschlaf.

    Durch's Flugloch 80% mit einem Haken rausziehen ist da deutlich schneller und für die Bienen weniger störend, da löst sich keine Traube.

  • Gerade das sind so Arbeiten, wo man mit einem Handgriff den Bienen richtig helfen kann. Das geht bei jeder Temperatur. Kälte ist dabei ganz sicher kein Problem. Aber nicht rumstochern, sondern sanft zur Seite und danach wieder auf den Boden stellen!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Durch's Flugloch 80% mit einem Haken rausziehen ist da deutlich schneller und für die Bienen weniger störend, da löst sich keine Traube.

    Kann man auch voll gut ausprobieren, wie aktiv die Bienen schon sind und wie sie eine Maus empfangen würden: trotzdem ich wirklich sehr vorsichtig war, empfing bereits das zweite Volk auf demselben Bock das Stöckchen mit ärgerlichem Surren und die erste Biene, die raus kam, hat keine Gefangenen gemacht, sondern ist mit dem Hintern voran in den Spalt zwischen Pulloverbündchen und Handgelenk geschossen. Ein Stich Mitte Januar, muss man erstmal hinbekommen...


    Zum anschließenden Wiegen habe ich mal lieber kurzfristig den Keil gedreht.


    Ich setze beim nächsten Mal die Beute zur Seite und fege den Boden ab. Das dürfte in der Tat dreimal so schnell gehen.

  • So ähnlich erging es mir letzes Jahr auch.

    Nicht so tolle Idee...


    hatte dann mit beginnendem Flugbetrieb Böden nacheinander gewechselt.

    Dreckigen Boden raus, Sauberen wieder drunter, Dreckigen unter die Lupe nehmen ,

    checken, ob es "normaler Totenfall" ist.

    Wenn ok, säubern und für nächste Beute bereit halten, usw....


    Ich lug jetzt nur vorsichtig mit Taschenlampe durchs Flugloch und schätze ab, obs wirklich notwendig ist.

    In ein paar Wochen wirds eh fällig.

  • Also ich mache bei meinen 1,5 DNM Segebergern, bevor der Flugverkehr los geht, den Keil raus und mit einer Müllkrücke noch aus den HBB, ziehe ich die toten Bienen vorsichtig raus und Keil wieder rein. Bei einem starken Volk oder wenn man einen Tag zu spät ist, hat man plötzlich das Gesicht voll Bienen, kann ganz lustig sein.8)8|;(

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • ... knabbern sie an dem Gitter und versuchen es durchzubeißen. Ich war mir nicht sicher was ich tun sollte und hab sie einfach machen lassen.

    Also haben sie das Gitter jetzt tatsächlich durchgebissen?!? ;)

    Ne zum Glück. Würde mir auch echt Sorgen machen wenn die es schaffen würden Metalldraht durchzubeißen xD