• Hallo liebe Imker(innen),


    nach meinem praktischen Einstieg in die Imkerei, wird natürlich auch gewandert bis der Reifen qualmt.
    Immer wieder fange ich mir, trotz verschlossener Hosenbeine, bei der Nachschau der Völker Zecken ein.
    Bei 4 Stück in den letzten 8 Wochen ist bei mir die Toleranzgrenze leicht überschritten.
    Wer weis Rat ??


    Gruß
    Matthias

  • Hallo, Matthias,


    1. Möglichst innerhalb von 24 h entfernen, dann ist das Risiko, an Borreliose zu erkranken, gering,


    2. Mit einer Pinzette das Tier tief fassen und herausziehen (Keine Dreherei - weder links- noch rechtsrum, ebensowenig Klebstoff oder Öl, dann spucken sie Dir die Borrelien erst recht in die Einstichstelle),


    3. Bei Erythema migrans ("wandernde Hautröte" - also, wenn die Rötung um die Einstichstelle sich über Tage immer weiter vergrößert oder gar ringförmig wird) zum Arzt gehen, dann ist hohe Zeit für ein Antibiotikum, es ist das erste Zeichen einer Borreliose,


    4. In Endemiegebieten gegen FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) impfen lassen,


    5. Ob Autan oder so was hilft, weiß ich nicht, vor allem vermute ich nicht, daß die Bienen so sehr darauf stehen :roll: ,


    6. Am besten jeden Abend nach getaner Arbeit eine "Durchsicht" des eigenen Körpers (beim Rücken etc. kann man sich ja helfen lassen :wink: )


    Wir wohnen hier am Waldrand, da fängt man sich sozusagen täglich Zecken ein. Man gewöhnt sich dran. Auch an das allabendliche Absuchen der Kinder etc. Bisher haben wir hinsichtlich Borreliose immer Glück gehabt.


    Viel Glück und weniger Zecken,


    Johannes

  • Einen sehr guten Tipp gegen die Biester habe ich letztens in einer med. Fachzeitschrift gelesen:


    Wenn sich die Zecke bereits festgebissen hat, sollte man die Zecke vor dem Entfernen idealerweise vereisen. (Beim Arzt mit flüssigem Stickstoff)
    Es tut aber auch ordentlich aufgetragener Kaltspray, den man bei Sportverletzungen nimmt. Sehr gut funktioniert es z.B. folgendermaßen:
    Man kühlt einen Nagel/Skalpellhalter etc. auf -20 bis -30 ab und hält die Metallspitze direkt an die Zecke. Die friert dann sehr schnell ein ohne das die Haut in Mitleidenschaft gezogen wird - und dann nichts wie raus damit!


    Hintergrund ist folgender: Bei dem Herausdrehen/Ziehen gerät die Zecke unter Stress und sondert besonders viel Speichel/Erreger ab.
    Durch das Drücken auf den Hinterleib presst man ansonsten auch einen teil des bereits infizierten Blutes zurück in den Körper!


    Ansonsten ist den Ausführungen der Vorredner nur voll zuzustimmen.
    (Insbesondere kein Öl und Klebstoff verwenden!!)


    Leider sind Zeckenbisse sehr gefährlich, ich kann jedem nur raten, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen!!