Brutscheunen als Bienenspender

  • Hallo Heike,

    warum so grantig?

    Ich habe die Filmchen nicht eingestellt und auch geschrieben, was ich nicht so toll daran finde.

    Kurs würde ich gerne bei Dir machen, bringt sicherlich was, aber erstens bin ich zu weit weg von Dir und zweitens bin ich zu weit weg von Dir. Also mein Wohnort und meine Kisten.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ...

    Wenn ich Anfang Mai eine größere Anzahl an Brutwaben entnehme, dann schwäche ich die Flugmannschaft, weil das Brutnest ja wieder komplett aufgebaut werden muss/wird.

    Dem lässt sich ja entgegenwirken, wenn man einerseits sehr dosiert entnimmt (zeitlich gestaffelt) und ebenso dosiert wieder bienenbesetzte Waben aus den Brutscheunen zurückgibt, sobald deren Brut nahezu komplett geschlüpft ist. Sie finden im Spendervolk i.d.R. dann mehr offene Brut und damit ggf. dankbare Abnehmer für die noch vorhandenen Ammenbienen vor. Der Rest geht sammeln und kompensiert möglw. die kurzzeitige Sammelschwäche....

    Ich habe diesen Punkt gerade mit einem Kollegen diskutiert.

    Meiner Ansicht nach würde ein ordentliches Volk "mit" entnommener Brut (z.B. Mitte Mai) sofort wieder ein großes Brutnest aufbauen und würde schlagartig viel Arbeit mit einer einer großen Menge offener Maden haben.

    Der Kollege meinte aber, dass bei gutem Timing die Zeitspanne für die Robine ausreichen würde. Ende Raps Brut entnehmen -> direkt in die Robine fahren. Erst danach kommt ein Einbruch wegen der Brutpflege und der Alterung. So wie der erste Entwicklungsschub bei einem frischen Schwarm.

    Die Schwarmstimmung wäre natürlich auch erledigt.


    Gruß Jörg

  • Achso: In dem Video hat der Typ über ein Spielnäpfchen schwadroniert, was mitten auf dem Rähmchen lag. Kann sowas auch eine Schwarmzelle sein? Ich dachte solche Zellen sind eher am Rand zu suchen, während die Zellen für die stille Umweiselung mittig gezogen werden.

    Es gibt auch Schwarmzellen, die mal mittig auf den Waben gezogen werden. Gerne auch zum "Verstecken".

  • Ich wollte daher dieses Jahr dann zu dieser Zeit KS aus Honigraumbienen erstellen - den WV also Bienenmasse entnehmen, die sie in den kommenden 4-5 Wochen vermutlich eh abgebaut hätten, aufgrund von Trachtmangel.


    Macht das Sinn?

    Vielleicht hat Frank Osterloh einen Augenblick Zeit, mal was dazu zu sagen? 🤷‍♀️

    Frank, Du erntest nach dem Raps Kunstschwärme aus den Honigräumen, oder irre ich mich?

  • Die geschlüpften jungen Bienen werden dann später den geschröpften Völker wieder zugefegt.

    Das später ist das entscheidende. Das wäre für mich nach der Tracht oder vielleicht für die wirklichen Spättrachten. Machst du das zu früh, kannst du dir die Mühe sparen. Die Ammenbienen bleiben auch länger (potentielle) Ammenbienen, wenn sie keine oder wenig Brut pflegen.

    Guten Abend WFLP


    Obschon ich heute mittlerweile Meilenweit weg von solchen Eingriffen bin, so habe ich diese damals zum Erwerb auch eingesetzt.


    Nach, der Frühtracht, wurden die WV geschröpft, und 3/4 der Brut für Ableger entnommen, und für die nächsten 3 Wochen, war der Schwarmtrieb "erledigt"......Oder sogar gänzlich weg.


    Der eine Teil der Ableger, wurde mit Zuchtköniginnen "versehen", und wurden dem "Bergfrühling" zugeteilt.......Diese bildeten das Rückgrat (WV) für das nächste Jahr.


    Der andere Teil, wurde für die Produktion von Sammlerinnen für die Waldtracht vorbereitet, und während der Waldtracht nach und nach vereinigt (vor dem Flugloch der anderen abgewischt).


    Von meiner Seite her, ist es schon wichtig, zu welchem Zwecke, du diese "Schwarmverhinderung" anwenden möchtest..........Die Gründe, doch recht vielseitig sind;)


    Lg Sulz.

  • Der Binder entnimmt mit Beginn der Schwarmzeit regelmäßig Bienen aus dem Honigraum. Er schröpft nicht über Entnahme von Brutwaben sondern über Bienenmasse. Aus den entnommenen Bienen bildet er KS, etc.

    Hab’s noch nicht ausprobiert...

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔