Brutscheunen als Bienenspender

  • Ein Vereinskollege berichtete, dass er mit Erfolg ein Verfahren zur Schwarmverhindeung angewendet habe, dass (soweit ich mich erinnere) Binder empfiehlt. Ich kann dazu aber nichts finden, zumal mir ein einschlägiger Begriff dazu fehlt

    Zur Dämpfung der Schwarmlust werden Ableger/Brutscheunen mit schlupfreifer Brut gebildet. Also ähnlich wie bei Zwischenablegern. Die geschlüpften jungen Bienen werden dann später den geschröpften Völker wieder zugefegt. Anders als sonst bei Ablegerbildung würden die Wirtschaftsvölker also nicht geschwächt.

    Kennt jemand dieses Verfahren in der Praxis?

    Hat es den gewünschten Erfolg oder führt das Zufegen der Bienen wieder zu gesteigerter Schwarmlust?

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Wolfgang,

    ich lese grade den Pfefferle und da steht das so beschrieben, wenn ich mich recht erinnere. Ich kann später gern noch einmal nachschlagen.

    Ganze Buchseiten abfotografieren und hier einstellen verstößt wahrscheinlich gegen Urheberrecht, oder?

    Grüße

    Timo

  • Ich meine Binder hat in seinem Video-Kurse quasi eine TBE (Brut dann in weiselrichtiger Brutscheune schlüpfen lassen) empfohlen. Bienen werden nach dem Schlüpfen behandelt und wieder dem Ursprungsvolk zugeben. Ich glaube er hat nur die Hälfte der Waben als Mittelwände reingegeben als er entnommen hat (also z.B. 6 Waben mit Brut raus, 3 Mittelwände rein). Praxiserfahrung damit habe ich leider nicht.

  • ich lese grade den Pfefferle und da steht das so beschrieben, wenn ich mich recht erinnere.

    Den Pfefferle habe ich. Da wäre mir schon mit einer Seitenangabe geholfen. (Lange her, dass ich den gelesen habe).

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  • Ja. Pfefferle vereinigt ja nachher den Ableger wieder mit dem Muttervolk.

    Was beim Zwischenableger auch ein Problem ist, ist dass beim Flugling die Brutwaben verhonigen.

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  • Die beiden habe ich dazu gefunden. Er bildet Schwarmzellenableger durch TBE und gibt die BW aus den Ablegern nach 3-4 Wochen wieder ins das WV. Verstärkung zur nächsten Tracht.

    Behält aber auch die Königinen aus den Ablegern. Schwarmtrieb fördern ?


    Mitten in einer Tracht, wäre mir der Eingriff zu radikal beim WV.

    Von Behandlung der Ableger sagt er auch nichts.

    Wenn man noch ernten will, ja sowieso schwierig.

    Aber auf jeden Fall interessant.

    Meintet Ihr das so?

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :-)


    Allso, ich muß jetzt mal tief,tief,ganz tief Luft holen :/

    Wer so imkert, der braucht sich ,

    1 x nicht über Schwärme wundern

    2 x nicht über schlechte Königinnen schimpfen, die immer und immer wieder schwärmen wollen.

    3x so einen Schmarrn hier verbreitet, den dann die Anfänger nach machen

    4x ich glaube der Bienenhalter hat noch nie ein richtiges Volk gesehen.

    5x das mit diesen Völker überhaupt noch Honig erntet

    und zu guter Letzt

    6x was Bienen alles über sich ertragen müssen


    Ich glaube das ist mit das schlimmste, was ich von solchen Bienen-YouTuber gesenhen habe.

    Ich könnte sowas von ;(;(;( wenn ich mir das hier anschaue, da ist ja fast die Dr. Pia Aumeier noch besser.

    Sorry, Du Bienen..... wenn Du hier mit liest überleg mal was Du tust.

    Das hat mit Imkerei nichts mehr zu tun.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike,

    Du bist ja ganz schön aufgebracht an diesem wunderschönen Morgen dieses wunderschönen Tages. Natürlich ist diese Art mit schwarmwilligen Völkern umzugehen nicht der Königsweg für Profizüchter oder Honigabhängige. Die Königinnen sind keine Superköniginnen und Honig gibt es dieses Jahr auch keinen mehr. Evtl. arbeite ich auch der Selektion auf Schwarmträgheit entgegen, aber ist die Methode für ganz normale Kleinimker denn wirklich so schlimm? Drei Mal hintereinander jede Woche alle Schwarmzellen suchen und rausbrechen ist bestimmt nicht schöner.

    Ja, die Ableger sind zu klein gebildet und ok., vom Wirtschaftsvolk ist auch nicht viel übrig, aber, wenn diese Art so schlimm ist, gib mir doch bitte einen Link auf deinen YouTube-Beitrag, wo man sehen kann, wie man es richtig macht. Ich finde Zellen brechen nicht gut, und ja, mit der richtigen Königin und bei entsprechender Vorsorge kann man die Anzahl der Schwärme deutlich reduzieren, aber wenn das natürlichste von der Welt nun mal passiert ist, was bleibt dann noch zu tun?

    Hilf mir, mach mich schlauer.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang, der hofft im nächsten Jahr mal eine Deiner Königinnen finanzieren zu können, schon alleine um den Unterschied zu spüren

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wolfgang, der hofft im nächsten Jahr mal eine Deiner Königinnen finanzieren zu können, schon alleine um den Unterschied zu spüren

    Ich würde sagen - auch wenn es vielleicht werbend klingt - die Königin bezahlt sich selbst.

    Ich bekomme nichts dafür, ich habe aber schon Königinnen bei den Aumeiers gekauft und auch woanders und bin bei den Aumeiers mehr als zufrieden!

  • Heike, das passt doch in die heutige Zeit.
    „ich will ein guter Mensch sein, ich imkere. Honig will ich keinen. Will mich doch nicht bereichern.“


    Es ist schon armselig, was da als Bienenvolk vorgestellt wird. Das einzige positive, da lebt etwas.
    Aber viel zu schwach, um ein schwarmtriebiges Volk abzubilden. Was viele dieser honigfreien Imker übersehen, solche Völker bringen auch nur sehr geringe Bestäubungsleistung. Gerade Letzteres wird, von den modernen Imkergurus, viel zu wenig in den Vordergrund gestellt.

    Aber einen sicheren Griff für die Königin hat der Typ.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich sehe jetzt bei diesen Videos auch keinen Bezug zu dem von mir nachgefragten Verfahren (und würde gern zurück zum Thema kommen).

    Was ich an der von mir skizzierten Methode interessant finde: Ich kann, wenn die Brutscheune erst mal etabliert ist, schlupfreife Brut auch ohne ansitzende Bienen entnehmen. D.h. ich schwäche die Volk nicht mehr weiter.

    Die entscheidene Frage ist für mich: Konterkariert das spätere Zufegen der jungen Bienen nicht den Effekt, der duch die Brutentnahme entsteht, steigert also wieder die Schwarmlust?


    Im Übrigen kann man so ein frühe (weiselrichtige) Brutscheune auch gut zur Königinnenzucht nutzen, Die würde anders als die o.g. Miniableger auch in der Lage sein, gute Königinnen zu liefern (nicht per Nachschaffung, sondern mit Umlarven versteht sich).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die Brut aber ohne ansitzende Bienen zurückzudrängen kontakarriert aber die Idee der Brutentnahme und die Brutscheune zur Reduktion der Varroalast. Ich würde erst die ausgelaufene Brut behandeln. Eigentlich sollte man sie danach wieder zurücksetzen können, würde ich aber zur zweifachen Sicherheit nicht machen, jedenfalls nicht mitten im Jahr. Mir persönlich mißfällt ein einfaches Jojospiel mit meinem WV um die Schwarmtriebigkeit zu reduzieren. Wenn, dann mit Varroabekämpfung und Ablegerbildung. Der erste Eingriff ist dabei ähnlich aber der Sinn ist ein dreifacher.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang, der nicht den Anspruch erhebt, daß er Recht hat

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.