Gleichrichter als Löttrafo?

  • Dumme Fragen Donnerstag ist zwar erst morgen, aber ich hab schon heute direkt ne zweite für euch :D


    Und zwar noch so ein schönes Teil aus Opas Erbe:

    Gleichrichter, gebaut vermutlich kurz nach dem letzten Krieg...

    Lässt sich das Teil als Traffo zum Mittelwände Löten verwenden? Opa hat damit immer galvanische Experimente veranstaltet.

    Ausgangsleistung wohl bis 25 V und 8 A

  • Das im Ausgangsbeitrag abgebildete Gerät kenne ich zwar nicht, möchte aber auf das Schaltungsprinzip, wie es bei TPW (Technisch-Physikalische Werkstätten Thalheim) vor der Wende typisch war, hinweisen. Für regelbare Kleinspannung war üblich einen Sparstelltransformator und einen Trenntrafo in Kaskade zu schalten. Der Sparstelltransformator hat die Spannung geregelt und der Trenntrafo die galvanische Trennung realisiert. Aktuell finde ich bei der Thalheimer Transformatorenwerke GmbH aber auch Trennstelltransformatoren. Dies würde ich aber in dem historischen Gerät nicht erwarten. Aus dem im Beitrag #2 schon empfohlenen e-check wird bekannt, ob die galvanische Trennung in ausreichenden Maß gegeben ist.

  • Mach das Gehäuse auf. Wenn der dicke Knubbel auf der Vorderseite in eine Gewindestange mündet, mit Abgreifer auf Trafowicklungen, stell das Teil bei ebay ein.


    Gruss

    Ulrich

    Ich schraub das Ding morgen mal auf und mach euch ein Foto davon.

    Montag kommt eh der Elektriker, vielleicht kann der dann noch was dazu sagen.

  • Das ist ja ein sehr interessantes Gerät! :)

    Jedoch, und ohne mein gleich Geschriebenes als generell empfehlenswert und sicher propagieren zu wollen:

    Ist es in diesem Fall nicht deutlich sicherer und pragmatischer, ein ca. 12-16V und sehr wenige Ampere starkes x-beliebiges Netzteil des aktuellen Jahrtausends zu nehmen (anstatt es wegzuwerfen), zwei Kabelschuhe anstatt des Steckers zu montieren (auf der Seite mit den 12-16V ;) ) und damit Mittelwände zu löten?

    Viele Grüße,

    Pascal

  • Die Sicherheit wird ja gerade geklärt und Pragmatismus kann man ruhig mal gegen Nostalgie tauschen, finde ich.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • warum nicht das alte Netzteil oder Ladegerät weiter nutzen-Schuko-Kabel prüfen oder austauschen. im Gegensatz zu aktuellen elektronischen können die noch fast tote Akkus wiederbeleben und liefern nicht nur 4A. Sie sind halt nur ein bißchen größer und schwerer, das sie nicht mehr mobil auf die Hutablage vom Caddy passen. Für die Großwaben und Edelstahldraht sollten es schon 24-36V sein, wenn man die gesamte Länge in ca 10s einlöten möchte. Und auch für einen Styrocutter ist ein bißchen mehr Leistung nicht verkehrt.

  • Ist es in diesem Fall nicht deutlich sicherer und pragmatischer, ein ca. 12-16V und sehr wenige Ampere starkes x-beliebiges Netzteil des aktuellen Jahrtausends zu nehmen

    Nein, nicht unbedingt. Am besten sind kurzschlussfeste Trafos, mit definiertem/konstanten Kurzschlußstrom, geeignet - das sind alle diese 0815-Teile nicht, zumindest deren Trafo nicht...

  • Ich habe mir mal die Mühe gemacht und mit einem Labornetzgerät beim Einlöten herumprobiert. Für mich hat z.B. bei Edelstahldraht Zander das Einlöten den besten Mix aus Geschwindigkeit und Präzision beim Einlöten in etwa bei 24V gelegen. Die Ampere sind mehr oder weniger zu vernachlässigen.

    warum nicht das alte Netzteil oder Ladegerät weiter nutzen-Schuko-Kabel prüfen oder austauschen. im Gegensatz zu aktuellen elektronischen können die noch fast tote Akkus wiederbeleben und liefern nicht nur 4A. Sie sind halt nur ein bißchen größer und schwerer, das sie nicht mehr mobil auf die Hutablage vom Caddy passen. Für die Großwaben und Edelstahldraht sollten es schon 24-36V sein, wenn man die gesamte Länge in ca 10s einlöten möchte. Und auch für einen Styrocutter ist ein bißchen mehr Leistung nicht verkehrt.

    Insofern kann ich mit einem stufenlos regelbarem Labornetzgerät (0-32V und 0-10 A) die Aussage von bienenfred bestätigen. Spätestens bei Großwaben sollten es dann doch die 24V als Unterkante sein. Für Zander ist man mit Edelstahldraht in ca. 10s für gleichzeitiges Einlöten aller Drähte durch. Bei Großwaben wird es mit 24V länger dauern.


    Mit 12V würde ich gar nicht anfangen außer vielleicht bei Flachzargen.

  • Für alle die (zukünftig) ein Labornetzteil verwenden und es bei 24 V trotzdem nicht geht: schaut mal nach der Strombegrenzung

    Imker seit Februar 2020
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