Die perfekte Beute

  • interessant! Hast du dann alle HR im Zander quer oder immer nur jeden zweiten?

    Nein, das geht ja nicht, weil unter 12er DNM oben 10er Zander. Die Zargen sind nicht quadratisch.

    Schon klar, d.h, alle deine HR sind mit Zander bestückt und nicht abwechselnd DN/Zander um 90° versetzt?

    Ist das mit den queren Rähmchen im HR dann wirklich ein Vorteil?

    Ja, die Völker bebrüten bei mir nie mehr als 8 1,5-DNM-Waben. Da wird dann der nicht über der Brut gelegene Teil des Honigwaben schlecht ausgebaut und gefüllt. Das ist bei den um 90 Grad gedrehten Honigräumen ganz anders.

    Das ist bei mir im angepassten Zander auch so. Bisher hab ich dann irgendwann im Trachtverlauf, meist im Raps die ungeraden HR um 180° gedreht und so dann eine halbwegs gleichmäßige Belegung hingebracht.

    Mich würde in dem Zusammenhang auch interessieren, ob das drehen der Honigräume einen (vorübergehenden) meßbaren Nachteil beim Trachtquellen finden auslöst. Vorgetanzt wird im Honigraum ja dann auch "verdreht". Wobei ich annehme, dass die meisten Tänze unten im Brutraum ablaufen?!

  • Hi.

    Die Perfekte Beute die du suchst die hab ich selbst gebaut,

    Beuten bauart Hohenheimer Einfachbeute

    Holz: leimholz Fichte 18mm

    Beuten Außenmaße 453mm x 453mm quadratisch

    Rähmchenmaß Brutraum DNM 1.5 = 394,5 x 370 x 337 passen 11 Rähmchen bleibt etwas Platz. Für Winter Vorbereitung es ist genug Platz für 9 Rähmchen + Große Futtertasche

    Rähmchenmaß Honigraum DNM flachzarge

    Beespace oben, bei Brutraum 5mm (wegen absperrgitter)im Winter keine Folie, bei honigraum 7mm. Bis jetzt keine wildbau auf denn Trägern werden im Brutraum noch im Honigraum

    Absperrgitter kann von Segeberger verwendet werden, da es ähnliche Maß ist.


    Brutraum Seitenwand L453 x B342

    Brutraum Front L417 x B329

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  • Die für mich perfekte Beute hätte außerdem einen Boden mit seitlich einschiebbarer Windel.

    Nö, da sind Gerüstfüsse im Weg.

    Nö. Weil erstens meine Beuten auf einer Palette stehen und zweitens der perfekte Bock zur perfekten Beute nix im Weg herumstehen hätte. Wenn schon, denn schon!

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Die "perfekte" Beute gibt es nicht. Es geht doch darum, Anfängern einen Tipp zu geben. Mein Hinweis dazu: Ein Komplettsystem anschaffen und die wenigen Nachteile in Kauf nehmen. Selber etwas zusammenbasteln was nachher mit nichts anderem mehr kompatibel ist, ist belastend. Ich habe drei unterschiedliche Böden. Bedeutet: drei unterschiedlich große Schieber. Welcher Boden ist doch gerade an welchem Stand? Standard ist Trumpf.


    Es gibt so schöne Komplettsysteme die weit verbreitet sind z.B. das Segeberger Styropor oder das 10er System der Magazinimker. Wo ist denn der Unterschied in der Betriebsweise zwischen 1,5 DNM, ZaDant oder Dadant? Gibt es nicht, ist alles gleich.


    Eher bedenken würde ich Beuten-Grundfläche und Beutenhöhe. In mein Fahrzeug bekomme ich (mit etwas Mühe) 4 Dandant 10er rein. Aber keinen Zander zweizargig: zu hoch. Maximal Zander oder Langstroth Flachzarge zweizargig. Und Dandant 12er nur zwei, mit viel Gequetsche vielleicht 3. DAS sind die Beschränkungen, denen ich unterliege. Auch mal an einen Völkertransport oder eine Wanderung denken.


    Ich werde zukünftig nur noch kompatible 10er Beuten bauen (oder kaufen). Mit den unkaputtbaren Böden und Futterzargen eines französischen Herstellers. Wenn ich dann kein Dadant 10er mehr mag, sondern Langstroth ganz oder flach oder Zander Flachzargen: kein Problem. Ritze ratze. Passt alles übereinander.


    Daher meine Empfehlung: es gibt so schöne Beutensysteme, für alle gibt es Großraumzargen als Brutraum. Ob Holz oder Polystyrol. Mit Flachzargen als Honigraum hat man maximale Flexibilität von Anfang an. Alles passt.


    Fahr mit den Anfängern in das Imkerfachgeschäft des Vertrauens, guckt an, was die haben. Lass es Euch erklären. Meldet Euch aber vorher an. Baut mal alles übereinander, Mit Falz und ohne Falz, fingert mal an EPS Beuten rum. Schaut Euch mal an, was es alles an kompatiblem Zubehör zu den Systemen gibt, wie z.B. Futterzargen, Pollenfallen, .... und wie flexibel die Systeme sind. Überlegt Euch mal, welche Ziele die Anfänger verfolgen: Bio-Imkerei = Großraum aus Holz. Feuchter Standort = EPS.


    Und sei mit der Großraumbeute nicht so dogmatisch.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Zwischen DN/Zander und DD gibt es schon gravierende Unterschiede. Also hopp oder topp, Du mußt Dich entscheiden. Zwischenlösungen zusammenbasteln um diese Entscheidung zu umgehen ist auch keine Lösung. Entscheide Dich für die Betriebsweise, die Art zu Imkern, die Dir am besten liegt, Du wirst ja Deine Kenntnisse weitergeben.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo, wenn du dich dann im Imkerladen für die schönen Segeberger entschieden hast. Merkst du erst im Frühjahr, dass der Beespace mit dem Absperrgitter nicht passt. So hat fast jedes Beutensystem seine Nachteile. Manche sind größer, manche kleiner.......

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Perfekte Beute?

    Ich habe sie gefunden!

    Das Beutensystem von Nicot, da passt alles und man hat alles, was man braucht. Allerdings gibt es das nur in Dadant-Blatt, nicht kompatibel mit Langstroth und Dadant US. Es ist halt nichts für Leute, die das Impfen mit Kunststoffspritzen verweigern; aber Kunststoff ist wegen seiner Nachhaltigkeit für Beuten zu empfehlen. Da können sich die Archäologen in 2000 Jahren noch drüber freuen und darin imkern. Es gibt halt nur das 10er-System, aber auf das überflüssige 90°-Zargendrehen kann man verzichten, 180° ist gut genug.

    Beim Boden hast du Wandergitter, Varroaschieber und Fluglochschieber mit dabei, die Zargen kann man mit den käuflichen Clips mit dem Boden und miteinander wandersicher verbinden. Obenauf als Innendeckel hat man den genialen Futtertrog und der Außendeckel wird darüber gestülpt und klickt sich an der obersten Zargen ein, so dass Gurte und Steine überflüssig sind. Honigzargen gibt es mit integrierten Schienen oder Rechen (für 9 Waben).

    Ich selber habe mich für die Flachzargenimkerei (2 Honigzargen = 1 Brutraum) entschieden, womit ich flexibel bin und jede Betriebsweise umsetzen kann.