Baupläne Brutraum 12er Dadant - Verbesserungsvorschläge?

  • Und über die Fachkompetenz von jemanden, der von 7mm Beespace spricht, darf sich jeder selbst eine Meinung bilden.

    Rolf_L

    Der Kommentar ist etwas keck für den Einstieg ins Imkerforum. Sowas kann man sich klemmen.


    Für eine glaubhafte Beurteilung der Fachkompetenz von wasgau immen sollte man seine eigene Fachkompetenz schon mal kundtun.


    Was ist so verkehrt an 7mm Beespace?


    Beespace 8mm/+-2mm

    macht 6-10mm

    Oder liege ich da falsch?


    Viele Grüße

    Ron

  • Schade für mich, aber ich kann dich verstehen!

  • Guten Abend.


    In meinen Kästen, ist überall ein Beespace von 7mm. Dieses Kastensystem, gibt es seit 150 Jahren mit 7mm "Abstand", wie es im Fachbuch von damals steht.

    Einen anderen Beespace, kommt bei mir nicht in Frage. Egal ob dies nun fachlich kompetent ist oder nicht.......


    Lg Sulz.

  • Servus zusammen!


    Nachdem ja nun über 160 Posts zu diesem Thema zusammengekommen sind möchte ich mich bei Euch allen für die vielen, vielen Beiträge bedanken. Mein Fazit: again what learned!

    Und nicht nur massig über das eigentliche Thema sondern auch und gerade über die Funktionsweise eines Forums!


    Voranstellen möchte ich zwei Dinge:


    1) Mein Imkerpate hat mir zu Beginn des letzten Jahres sinngemäß den folgenden Satz mitgegeben: Imkern besteht aus unzähligen Bausteinen (Rähmchenmaß, Bienenrasse, Betriebsweise, Varroabekämpfung, ...) aus denen sich jeder sein Häuschen baut. Letztlich ist es egal, wie es aussieht, es muss seinen Zweck erfüllen und die Bewohner müssen zufrieden damit sein. Als Anfänger steht man quasi im Baumarkt und muss sich mit allen Bausteinen auseinandersetzen. Nach etlichen Videos von rase war ich irritiert, dass es hieß "dies und jenes kann man so oder so machen". Ich hatte ihn sogar per Mail gebeten, mir einen fertigen Bauplan für mein Häuschen an die Hand zu geben. Heute weiß ich, dass das nicht möglich ist und es im Gegenteil gerade richtig und wichtig ist, verschiedene Optionen aufgezeigt zu bekommen.


    2) Ich arbeite in einem beratenden Beruf und unsere Maxime ist es, den Kunden das Für und Wider verschiedener Optionen aufzuzeigen und zu erklären, damit sie in der Lage sind, ihre eigene Entscheidung zu treffen. Diese Vorgehensweise bin ich gewohnt und finde ich für mich schlüssig.


    Ich bin Anfänger und stelle mir gerade mein Häuschen für das Jahr zusammen. Dafür lasse ich so viele Meinungen wie möglich in meine Entscheidungen einfließen, muss mich aber letztlich irgendwann entscheiden, wie ich das Ganze anpacken will. Mir ist bewusst, das ich oftmals über das Ziel hinausschiesse, aber hey, welcher Häuslebauer kennt das nicht: hier wäre dieses oder jenes Extra doch ganz nett, bis einen der Architekt oder Handwerker wieder einfängt...


    Nun zum Thema:


    Der von mir zu Beginn eingestellt Plan hat seine Schwachstellen: durch die von mir gewählte Materialstärke von 27mm wird die Beute inkompatibel mit vielen Zukaufteilen. Wäre nicht so tragisch, wenn ich alles selbst bauen würde und das für immer. Da ich nicht ausschließen möchte, dass der Selbstbau nichts wird, will ich mich hier noch nicht festlegen und reduziere die Wandstärke auf die am häufigsten verwendete von 22mm. Hintergedanke für die 27mm war im Übrigen die Beutenisolation, angeregt durch Thermoschiede und ganzjähriges Wärmebrett etc. Aber verschlimmbessern kann ich ja immer noch ;). Und den Hartholzrahmen lasse ich auch weg, da es hier offensichtlich zu Materialspannungen kommen kann. Hier war die Idee ein zusätzlicher Kantenschutz.


    Deshalb an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank an all die wertvollen und begründeten Hinweise der Selbstbauer, die mich weitergebracht haben. Danke auch an die Nachrichten und Mails mit Bauplänen, Ermunterungen, etc. Besonderen Dank hier an Byl , Raino und olle flachzarge !!!


    Leider waren auch manche Posts wenig hilfreich:


    Ich habe Pläne zum Selbstbau einer Beute eingestellt. Mit ein bisschen handwerklichem Geschick und einer Grundausstattung an Werkzeug sollte das möglich sein (wurde mir mehrfach so von Selbstbauern bestätigt). Posts wie "Warum müssen Anfänger immer Ihre Kisten selbst zusammenbauen" oder "Kauf Dir besser das Zeug, da kommst Du billiger davon - besonders wenn Du einen Stundenlohn mit einrechnest" sind eigentlich sinnfrei. Ich will nicht nochmal meine Motivation wiederkauen, nur soviel: Wenn ich lediglich die Kosten für das ganze Material und vor allem die Stunden rechnen würde, die ich in dieses wundervolle Hobby investieren möchte, bräuchte ich gar nicht damit anzufangen sondern könnte mir bis an mein Lebensende den Honig einfach kaufen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass alle Anfänger ihre Beuten selbst bauen, werden anteilig wohl genau so viele sein, wie bei den Profis.


    Was soll ich mit dem Kommentar

    dich GENAU an die fertigen Baunleitungen halten, dein Zargenanschlussmaß (509x509)passt nicht

    anfangen? Letztlich sind die Rähmchenmaße standardisiert (stimmt zwar auch nicht so ganz, wie ich bei etlichen Versendern feststellen musste). Die Rähmchenbreite bei dem von mir gewählten Rähmchen beträgt 448 mm. Mit dem von Ries vorgeschlagenen Innenmaß von 465 mm ergibt sich ein Beespace links und rechts von 8,5 mm. Bei einer Materialstärke von 27 mm lande ich somit bei einem Aussenmaß von 519 mm. Würde ich die komplette Beute mit dieser Materialstärke bauen, stimmt das Zargenanschlussmaß immer (519x519)! Nehme ich die gebräuchlichste Materialstärke von 22 mm komme ich auf 509x509. Genau DEN Bauplan und DAS Zargenanschlussmaß gibt es nicht, genauso wenig wie es z.B. DIE Betriebsweise gibt (zumindest in meinen Augen). Natürlich macht es Sinn, auf vielfach Erprobtes zurückzugreifen, werd ich machen!


    Schließen möchte ich mit den Zitaten von Hadeka

    Wir wollen doch alle nur gut und mit Spaß imkern, das wünsche ich Dir natürlich!

    und

    Versuch einfach immer informiert zu bleiben und hör brav auf die erfahrenen Imker. Aber nicht auf alle

  • Was soll ich mit dem Kommentar

    dich GENAU an die fertigen Baunleitungen halten, dein Zargenanschlussmaß (509x509)passt nicht

    Nehme ich die gebräuchlichste Materialstärke von 22 mm komme ich auf 509x509. Genau DEN Bauplan und DAS Zargenanschlussmaß gibt es nicht,

    Schade, dass du nach 160 Post meinen Kommentar immer noch nicht verstehen willst.

    Es gibt schon den Bauplan, den hat damals Bruder Adam erstellt. Günther Ries hat diese Beute in Deutschland populär gemacht. Darum nennt es sich auch teilweise Dadant nach Ries.

    Die meisten Veränderungen an diesem Bauplan haben für Chaos gesorgt. Aber vielleicht erkennst du das nach weiteren 160 Posts selber. Aber "dein" Zargenanschlussmaß juckt dich weiterhin in den Fingern, also sei individuell und mache es doch einfach, wie es dir Baar Imker vorgeschlagen hat.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Maggal , Marcus Göbel


    Ich glaube, es liegt ein Missverständnis vor: Marcus wollte mit Seinem Post aufzeigen, dass nicht nur das Innenmass, sondern auch das Aussenmass entscheidend ist, das bei Dadant US 509 und nicht 519 Millimeter betragen sollte. Maggal setzt das ja nun in die Tat um, indem er die Materialstärke auf 22 Millimeter und damit das Aussenmass bei gleichbleibendem Innenmass auf 509 Millimeter reduziert. Also alles tutti, wie rase sagen würde! :)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hallo Maggal ,


    ich war einer von denen die in das „Warum müssen Anfänger immer Ihre Kisten selbst zusammenbauen“-Horn gestoßen hat.


    Und ich würde es wieder tun, denn ich glaube dass du dich erst durch die kontroverse Diskussion intensiver mit der Thematik und der Problemstellung beschäftigt hast und die Finger von Verschlimmbesserungen aus Anfängerperspektive lässt.


    Bei ein paar freundlich formulierten Anregungen hättest du sehr wahrscheinlich an deinen ursprünglichen Plänen festgehalten und viel später die Unzulänglichkeiten erkannt.


    Aus dem Thread geht für mich deutlich hervor, dass du die handwerklichen Fähigkeiten für den Beutenbau mitbringst. Wenn ich diese hätte, würde ich sie und meine wertvolle Zeit eher in andere Schreiner-Projekte stecken als Beuten, aber diese Entscheidung darf und muss jeder für sich selbst treffen.


    Viel Erfolg beim Beutenbau und für mich viel entscheidender beim Start der Imkerei!


    Grüße vom Apidät

  • Moin Apidät,


    ich möchte hier nochmal meine Beweggründe darlegen, bzw. wie es bei mir dazu gekommen ist...


    Mittlerweile sind es ein paar mehr Völker, aber zu Beginn waren meine Beweggründe wirklich ganz einfach.


    Geld!


    Ich konnte und wollte vor meiner Familie nicht vertreten, das ich das Ersparte für den Urlaub dazu verwende mein Hobby zu finanzieren. Ich hatte aber Pläne... im ersten Jahr habe ich 4 Beuten gekauft.

    Die guten Geller-Zander mit 9 Rähmchen Platz (komisches Format, hat aber den Vorteil, das 4 Völker genau auf eine Euro-Palette passen), im zweiten Jahr brauchte ich schon 10 neue Beuten (10 Böden, 20..30 Zargen) und da ich das Geld "nicht hatte", habe ich gebaut. Statt 2..3 Beuten konnte ich so 10 bauen. Einnahmen hatte ich leider keine aus dem Vorjahr, da die Völker eher vermehrt wurden und ich ein paar Probleme hatte (Anfängerfehler und leider auch black queen cell virus).
    Im darauf folgenden Jahr habe ich Material für TBE vorbereitet, sowie weitere 20 Beuten bauen müssen, einfach dem Wachstum geschuldet - in dem Jahr habe ich aber auch das erste Geld verdienen können, welches aber direkt re-investiert wurde, Beuten und Honigernteequipment.

    Im nächsten Jahr waren es dann nochmal 20 usw.


    Kurzum, ich glaube, wenn ich nicht selber gebaut hätte, wäre mir diese Wachstumsrate einfach nicht möglich gewesen, ohne Geld von anderen Dingen abzuziehen.


    Und ja, ich habe zu Beginn auch lustige Veränderungen an den Plänen vorgenommen, die mir zuerst sinnvoll erschienen, und später wieder geändert habe. z.B. habe ich an alle Böden ein Flugbrett fest installiert. Ist beim Wandern (auf dem Anhänger) relativ unpraktisch. Und? Nicht schlimm zum Glück, die werden einfach abgesägt, wenn sie turnusmäßig zur Kontrolle eh in die Werkstatt kommen.


    Gruß

    Marc

  • Und ich würde es wieder tun, denn ich glaube dass du dich erst durch die kontroverse Diskussion intensiver mit der Thematik und der Problemstellung beschäftigt hast und die Finger von Verschlimmbesserungen aus Anfängerperspektive lässt.

    Absolute Zustimmung von meiner Seite!!! Ich bin mir sicher, dass ich durch das Thema vor Fehlern bewahrt wurde. Außerdem hab ich einige Kontakte hinzugewonnen, an die ich mich bei Fragen vertrauensvoll wenden kann!

  • Ich konnte und wollte vor meiner Familie nicht vertreten, das ich das Ersparte für den Urlaub dazu verwende mein Hobby zu finanzieren. Ich hatte aber Pläne...

    Moin ImkereiWetzel !


    Welches Hobby, Beutenbau oder Imkerei? Wenn letzteres die Antwort ist, stellt sich für mich die Frage, warum du nicht hier mehr den Fokus mit deinen verbleibenden Recourcen (Zeit, Geld) gelegt hast.


    Und jetzt hast du einen Haufen fast unverkäuflicher Kisten (da Selbstbau und ungewöhnliches Format) im Einsatz. Wenn du dich jetzt intensiver mit der Imkerei beschäftigen solltest und dann bemerkst, dass die „guten Geller-Zander mit 9 Rähmchen“ doch nicht das Nonplusultra sind? Dann wäre vielleicht so ein Thread wie dieser als Einstieg auch gut gewesen...


    Grüße vom Apidät

  • Der Thread hier war glaub echt gut.


    Maggal hat sich von Verschlimmbesserungen verabschiedet.

    Selbstbauer haben ihre Motivation für's Selbstbauen dargelegt.

    Beutenkäufer haben Gründe für's Kaufen glaubhaft kund getan.


    Soweit auseinander liegen die Gedanken ja gar nicht.

    Beide Standpunkte sind denke ich verständlich und ändern sich mit der Anzahl der Völker auch mal gern.


    Unter den Gesichtspunkten von Kikibee "Diskussion in Foren" könnte man es in diesem Thread auch dabei belassen.

  • Naja, aus den "guten Geller-Zander" habe ich auch schon gelernt... und bereits im ersten Jahr die gute Hohenheimer Einfachbeute gebaut. Du scheinst sehr schnell darin zu sein, Sachen dazu zu interpretieren, die man nicht geschrieben hat.
    Natürlich sehe ich die selbstgebauten genau wie du als unverkäuflich an, aber ganz ehrlich, was ist denn eine gebrauchte Zarge wert? Egal ob selbstgebaut, oder vom Imkerhandel?
    In meiner Imkerei, im laufenden Betrieb, ist sie Gold wert. Auf dem Gebrauchtmarkt kann ich sie nur verschenken. Aber ehrlich gesagt habe ich das nicht vor :-)


    Ich habe das Gefühl, du verdienst in deinem Hauptjob so viel, das du einfach über Geld nicht nachdenken musst. Sobald du jedoch über die Finanzierung nachdenken musst, kommen eventuell andere Lösungen in Betracht. Und wie schon einem anderen Beitrag geschrieben, gebaut wird bei mir nur von Oktober bis Februar ;-) und ich denke, das mein Fokus einigermaßen gut ist.