Baupläne Brutraum 12er Dadant - Verbesserungsvorschläge?

  • Hallo Maggal,


    es wäre noch gut zu erfahren, ob du außer den Brutraum auch Honigraum, Boden, Deckel, Adam Fütterer oder Futterkorb, Bienenflucht etc. planst. Wenn du dich einmal für eine Wandstärke entschieden hast, ist es schwer dann später die Wandstärke zu wechseln. Auch solltest du dir jetzt schon Gedanken zum Absperrgitter-System inkl. Beespace machen.


    Bei Rähmchen lohnt es sich denke ich nicht, diese selber zu machen. Ich habe meine hier gekauft. https://www.imkereibedarf-bien…edarf/Products/01900-VP50


    Wenn du selbst etwas machst, musst du bedenken dass gerade die Dadant Bruträume nicht auf jede Säge passen. Ich musste dass dann anzeichnen und per Hand sägen anstatt den Abstandshalter zu nehmen. 1mm Toleranz ist da schon gut.... Ich habe die Bretter nicht wie du verzahnt, sondern einfach geschraubt.


    Ich empfehle dir eine Oberfräse anzuschaffen, braucht man für die Rähmchenträger und ggf. Griffe.


    Ich habe jetzt 3 Kisten Dadant als Anfänger neu gebaut, hat ganz schön lange gedauert. (3 Bruträume, 10 Honigräume, Deckel, Fütterer etc...)


    Grüße,


    Raino

    Hobby-Imker seit 2020, Buckfast auf Dadant

  • Falls du vor hast Holz aus dem Baumarkt zu verwenden kann ich dir nur dringend von abraten, da baust du zwei mal. Lieber aus dem Holzfachhandel, da bekommst du eine gute Beratung und Zuschnitt incl. und das Holz ist auch nicht teurer. 27 mm ist etwas über das Ziel hinausgeschossen, wird ja auch echt schwer. Nimm 18 - max 20 mm. Hast du schon mal Fingerzinken gemacht? Wie hast du vor die zu machen? Kreissäge oder Oberfräse?

    Das Holz beziehen wir, wie bei allen unseren Projekten, von einem lokalen Holzhandel. Mein Bekannter bekommt da immer noch Zimmererpreise.


    Unten angehängt unser aktuelles Projekt: wir bauen gerade eine neue Werkbank mit integriertem Frästisch (Lift für die Oberfräse). Aktuell sind wir schon etwas weiter als auf dem Foto zu sehen. Der Frästisch bekommt noch Führungsschienen für einen Längs- und Queranschlag, es wird ein Lochraster eingebohrt und eine Führungsschiene für die Tauchkreissäge angebracht. Die Fingerzinken werden am Frästisch angefertigt. Der Tisch ist zu großen Teilen aus massiver Buche gefertigt, die wir bei einem bekannten Schreiner besäumt, gehobelt und abgerichtet haben.

    Danach stehen noch eine Station für die Kappsäge und den Bohrständer auf dem Plan...


    Hallo Wasi, kann man alles machen, wenn man einen perfekten Plan hat. Wie du aber im ersten Post schon siehst hat er keinen perfekten Plan.

    Bis bald Marcus

    Er hat genau aus diesem Grund den Plan hier eingestellt, um ihn zu verbessern. Die meisten der - sehr hilfreichen - Verbesserungsvorschläge, die hier angebracht wurden, betreffen die Materialstärke, die ich geistig bereits reduziert habe. Mein bekannter, der sich die Beuten auch seit vielen Jahren selbst baut, verwendet für den Brutraum 27mm dickes Holz, für die Honigräume 22mm starkes. Da hat er auch kaum Probleme mit Zukaufteilen.

  • es wäre noch gut zu erfahren, ob du außer den Brutraum auch Honigraum, Boden, Deckel, Adam Fütterer oder Futterkorb, Bienenflucht etc. planst.

    Alles was geht wird selbst gebaut. Sollte ich dann merken, dass das Murks ist, kaufe ich das Zeug halt einfach. Ich starte mit einem Freund das ganze Projekt, der sich schon eine komplette Ausrüstung bei einem namhaften Versender gekauft hat. Ein Muster ist also vorhanden. Auch bei meinen beiden Imkerpaten und dem oben erwähnten Imker/Selberbauer. Vor allem an deren Innenabmessungen und Rähmchenmaße habe ich mich (neben dem Buch von Ries) gehalten. Aber wohl zugegebenermaßen mit dem ein oder anderen Detail über das Ziel hinausgeschossen. Dafür schreibe ich hier ja auch, um konstruktive Kritik zu erhalten.


    Ich habe jetzt 3 Kisten Dadant als Anfänger neu gebaut, hat ganz schön lange gedauert. (3 Bruträume, 10 Honigräume, Deckel, Fütterer etc...)

    Und? Bereust Du es? Was würdest Du anders machen?

  • Hallo Markus,

    Fichte und Hartholz quellen unterschiedlich, das führt zu Spannung / Rissen zwischen Hartholz und Fichte. Würde ich nicht machen.

    Regen geht meist als Schlagregen nieder, also auf die Seitenwände der Beute.

    Um das Einziehen des Wassers in den Spalt zwischen den Zargen zu verhindern, kann man die Zarge unten mit einer Tropfkante und oben mit einer Fase versehen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Rolf_L ()

  • Rolf_L : Kiefer und Hartholz machen das auch, funktioniert aber trotzdem, weil deine

    Bruträume nicht so nass werden sollen, dass sie anfangen zu "quellen". Konstruktiver

    Holzschutz und ggf. Lasur verhindern das.

    Bruträume Dadant mit Hartholzrahmen oben, käuflich erworben bei Ruck, immer noch

    tadellos in Gebrauch.


    Maggal : wenn Du auf deine 27mm Bruträume Honigräume aufsetzt, die eine geringere Wandstärke

    haben, dann verbockst Du genau das, den konstruktiven Holzschutz. Da steht immer das Wasser drauf,

    nicht gut, auch für Hartholz nicht.


    Grüße

    Roland

  • Maggal: wenn Du auf deine 27mm Bruträume Honigräume aufsetzt, die eine geringere Wandstärke

    haben, dann verbockst Du genau das, den konstruktiven Holzschutz. Da steht immer das Wasser drauf,

    nicht gut, auch für Hartholz nicht.

    Mein Bekannter löst das durch eine Fase auf der Brutraumkante, welche die 5mm Überstand eliminiert.

  • Mach 22mm dick ! 505mmx 505mm bzw 430mm (bei 10er) aussen und 305mm Hoch.

    Rämchenoberteillange inc. Ohren 485mm. Seitenteile 11mm dick, Rähchen genau 28 mm breit. Beespace UNTEN.

    Verschlimmbesser nix!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Beim Thema Selberbau gibt es drei Fraktionen:


    1. ich kann's billiger - Verwendung von kostenlosen Materialien, Maschinen, kein Verschleiß, kein Stundenlohn, evtl. kürzere Haltbarkeit


    2. ich kann's besser - Imkerhandel hat nur Schrott, ich brauch es anders, ...


    3. ich mach's weil es mir Spaß macht - kann auch billiger und/oder besser sein, muss aber nicht


    Die Kombination aus 1. und 2. ist eher schwer zu erreichen.

    Bei 3. wird in der Regel kein Stundenlohn angesetzt.


    Bei meinen letzten Bauaktionen hatte ich als Stundenlohn den deutschen Mindestlohn erreicht.

    An der Qualität spare ich nicht.

    Baue vor allem wegen Punkt 3, weil es Spaß macht.

    Ein paar kleine Details gibt's so nur von mir. Bin aber trotzdem mit dem Imkerhandel kompatibel.

  • Mein Bekannter löst das durch eine Fase auf der Brutraumkante, welche die 5mm Überstand eliminiert.

    Musst nur die Außendeckel groß genug machen.

    Im Winter hast du keine Honigräume drauf und da sollten die Stülpdeckel etwas über die Bruträume nach unten überstehen (können).

  • Maggal : Du fragst nach Meinungen zu Deinen Plänen und Tips, was Du ändern solltest. Beides hast Du hier reichlich und fundiert bekommen. Ich habe den Eindruck, dass Du trotzdem genau diese Pläne bauen wirst. Richtig?

    Dann frag halt einfach garnicht erst, sondern wie BaarImker schon sagte: dann mach doch!


    Deine Motive sind ja aller Ehren wert, aber nutze doch die Erfahrungen, die es hier im Forum gibt!

    Man muss nicht jeden Fehler erst selber machen. Z.B. den mit dem Beespace oben.


    Überleg mal, wo Du mit deiner Imkerei in 10 Jahren sein willst. Oder was jemand davon hält, der irgendwann dein Spezialzeugs übernehmen soll/will/muss.


    Grüße

    Roland

  • Maggal : Du fragst nach Meinungen zu Deinen Plänen und Tips, was Du ändern solltest. Beides hast Du hier reichlich und fundiert bekommen. Ich habe den Eindruck, dass Du trotzdem genau diese Pläne bauen wirst. Richtig?

    Dann frag halt einfach garnicht erst, sondern wie BaarImker schon sagte: dann mach doch!

    Lieber Roland!


    Dann hast Du das ganz offensichtlich missverstanden! Die Pläne sind schon in der Tonne und werden definitiv nicht so gebaut. Die Materialstärke wird 22mm betragen (hatte ich weiter oben schon erwähnt), die Hartholzkante kommt wieder raus (zumindest bis auf weiteres ;)).


    Ich bin definitiv nicht beratungsresistent! Schon gar nicht gegen konstruktive Vorschläge mit entsprechender Begründung (Materialstärke: zu schwer, inkompatibel mit Zukäufen; Hartholzkante: Schwachpunkt durch Quellen).