Lager- o. Trogbeute; Längs oder Quer?

  • Aus gesundheitlichen Gründen möchte ich meine Betriebsweise umstellen. Die "10 Waben Zander" werden mir zu schwer. Nun möchte ich auf "Golz" oder "Vinzenz Weber" umsteigen, aber meine Zander-Rähmchen wieder verwenden. Wer hat Erfahrungen mit "Warm" oder "Kalt" ???


  • Hallo Heinz,


    das Zander-Rähmchen ist weder für Lagerbeuten (zB. Golz-Längsbau mit Brut- und Honigraum hintereinander; oder Bremer-Warmbau mit beiden Räumen nebeneinander) noch für Trogbeuten (zB. V.Weber-Warmbau oder T120 mit indirektem Kaltbau) geeignet; es ist für das eiförmige Brutnest und besonders für die Wintertraube zu flach.


    Die beiden ein-etagigen Lagerbeuten haben Kuntzsch-Hochwaben (25 x 33), nachdem sich die Normalmaß-Hochwabe (22,3 x 37) in der Praxis als zu schmal erwiesen hat.


    V. Weber verwendet das Hoffmannrähmchen (37 x 26 = früher Bayer. Normalmaß).
    Bei der T120 (DNM 37 x 22,3) wurde durch eine aufgesetzte Halbzarge ein würfelförmiger Überwinterungsraum erreicht.


    Mit Trogbeuten wirst du dein Problem nicht los, denn sie benötigen Honigraum-Zargen.
    Auch volle Halbzargen wurden mir zu schwer, deshalb bin ich von der T120 auf eine Lagerbeute umgestiegen. Weitere Vorteile für den Rücken sind hier die bequeme gleichbleibende Arbeitshöhe und bei Einzelaufstellung braucht man sich nicht weit vornüber beugen.


    Dabei habe ich mich für die Warmbau-Lagerbeute (Deckel = Dach) entschieden. Mit ihren vier möglichen Fluglöchern halte ich sie für anpassungsfähiger an unterschiedliche Betriebsweisen (besonders Schwarmverhinderung); zB. kann man im hinteren Teil eines der beiden Räume einen Zwischen-Ableger mit der Königin bilden, Ausflug nach hinten.


    Damit möchte ich die Längslagerbeute (mit der ich keine prakt. Erfahrung habe) nicht heruntersetzen, schließlich kann man die sichere Golz'sche 2x9-Methode überall anwenden.


    Vermutlich willst du deine Beuten selbst bauen?, denn Trog- bzw. Lagerbeuten im Zandermaß wird es nicht geben. Aber auch beim Eigenbau solltest du deine alten Zander-Rähmchen vergessen und Kuntzsch-Hoch nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


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  • Hallo Heinz, warum willst Du Deine alten Waben unbedingt weiterverwenden? Durch Umwohnen der Völker auf neue Beuten kannst Du dafür sorgen, das Du nur noch neuen Bau in neuen Kästen hast. Dadurch brauchst Du Dich nicht so sehr auf Dein jetziges Wabenmaß festlegen, für das es keine Trog- oder Lagerbeuten gibt. Und unbedingt eine "neue" Beutenvarriante mehr zu den vielen, die es schon gibt, kann die Lösung ja auch nicht sein. Es hat auch einen Grund, das es diese Beutenart nicht in Zander gibt: es ist zu breit und zu niedrig. Die Trogbeuten, die ich kenne (Normalmaß), sind ebenfalls zu flach. Deshalb haben sich höhere Rähmchenmaße durchgesetzt: Gerstung flach(41x26cm) und das Hoffmannmaß(Neu-Gerstung)(37x26cm). Bei Lagerbeuten haben sich Waben im Hochformat durchgesetzt: Kuntzsch hoch(25x33cm), Normal hoch(22,3x37cm), teilweise auch noch Gerstung hoch(26x41cm) und Hoffmann hoch(26x37cm). Lagerbeuten haben noch den Vorteil, das das Heben von Aufsetzen, die die Trogbeuten haben, entfällt. V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Heinz,


    obwohl ich noch recht jung bin, hat mich die Frage auch schon beschäftigt. Ich imkere auch mit dem Zandermaß und weiß wie schwer die Honigräume sein können ( eigentlich hofft man ja immer darauf :-) ).
    Ich werde mir in den kommenden Jahren die Honigräume durch Zanderhalbzargen ersetzen. Damit brauche ich auf mein Wabenmaß nicht zu verzichten und brauche auch keine schweren Honigzargen mehr zu heben. Ein älterer Imker hat mir mal auf einer Tagung erzählt, dass er komplett auf Halbzargen umgestellt hätte und damit gut zurecht kommt.


    Gruß


    Frank