Füttern im Dezember-Januar oder Februar

  • Okay, die Diskussion driftet hier (mal wieder) völllig weg vom eigentlichen Thema. Möchten wir das in einem neuen Fred diskutieren oder soll man wegen der Frage "Wann schieden wir in Großraumbeuten oder schieden wir überhaupt?" die Suchfunktion bemühen? Vielleicht haben sich ja da die Ansichten auch geändert? Heike monierte ja hier oder woanders, dass sie zum Teil gar nicht schiedet oder gilt das nur um die Leistungsfähigkeit von Zuchtköniginnen zu überprüfen?


    Der neueste Stand der Meinungen würde mich schon interessieren. Bernhard hat vor 3 Jahren hier postuliert, dass man je nach Klima zwischen Mitte Januar bis Mitte Februar schon schiedet, wenn man Frühtracht möchte.


    Wann engt ihr Brutnest ein?

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • :whistling:<3<3 Einen wunderschönen guten Aben an diesem wunderschönen guten Abend :)


    Ach ,ich hab Euch alle lieb <3;)


    Moon, ich habe vorletztes Jahr bei 60 Völkern, das pressen oder wie Du es nennst :angepasster Brutraum, gemacht, versucht.

    Ich probiere immer aus, wenn es paßt wird es übernommen, wenn nicht,weiß ich wenigsten was ich sage oder über was ich reden kann ohne zu lügen.

    Und was soll ich sagen ohne das sich wieder irgend jemand auf den Schlips getreten fühlt.

    Ich habe mich so geschämt! ;(

    Ich hatte noch nie so schlechte Völker, möchte ich es nicht nennen,ich bleibe bei Ableger 6Waben.

    Ich hatte mit diesen Ablegern echt viel mehr Arbeit wie bei meinen anderen Völkern.


    Was ich unter angepassten Brutraum verstehe ist folgendes:

    Das Volk wird im Frühjahr auch 4-6 Waben,alle nicht bestetzt,ohne Futter oder alt ,entnommen oder hinter das Schied , haben wir auch :saint:, gesetzt wenn noch Restfutter darauf ist.

    Dies passiert aber nicht im Februar-März, sondern wenn das Wetter paßt, meistens Anfang April, 1 x schon Ende März, da wurden aber die ersten Honigaufsätze schon am 12.April gegeben,. weil die Völker so stark waren.

    Und lieber Moon, kommt das anpassen des Brutraumes nach der Legeleistung der Königin.

    D.H haben die Bienen eine Mittelwand ausgebaut und die Königin hat Sie bestiftet, so wird eine weiter Mittelwand gegeben und zwar so lange wie die Königin Sie, die Mittelwand, bestiftet oder nicht mehr.

    Das kann bei 10 Waben, 11 Waben oder wenn die Kiste mit 12 Waben voll ist, geht es halt nicht mehr.

    Es werden Mittelwände mit 5,1 Zellenmaß verwendet und wenn eine Königin 8-10 Da-Brutwaben hat, denke ich kann man von Volk sprechen.

    Es sind immer 2 Futterwaben in den Völkern.

    Ein Volk was bei uns nicht 9 Waben erreicht, kommt sowieso nicht als Zuchtkönigin in Frage.

    Dabei muß natürlich das Wetter und die Trachtsituation mit berechnet werden.

    9 Waben im Brutraum wobei die Drohnenwabe nicht mitberechtet ist, letztes Jahr hier in Bayern /Bayerischer Wald, hat man gelten lassen können.

    9 Waben 2013 , da hätte ich mir die Königin nicht mal mehr in die engere Auswahl getan,ob Sie sich für eine Zuchtkönigin eignet.

    Mann kann auch Augenwischerrei mit der 6 Waben-Anpassung machen.


    Das war aber nicht das Thema, sollte vielleicht dann ein neues Thema für :

    Pressen im angepassten Brutraum oder das anpassen der Wabenanzahl zur Legeleistung der Königin machen :)


    Bild 1 war am, muß jetzt lügen, aber glaube ich es war der 13.03 oder 17.03, war natürlich eins der schöneren Völker :love: sind natürlich nicht alle so im Frühjahr.

    Das zweite Bild war am 28.05. nicht letztes Jahr vor 3 J. Aber so sind 80% der Völker im Mai, alles andere ist Schrott bei uns.

    Wer noch mehr Bilder will, braucht sich nur zu rühren ;)

  • Also Gerdes schreibt, dass es mehr als 8 Dadantwaben von einer Königin nicht bearbeitet werden können bzw. jede weitere Wabe im Brutraum eher mit Honig und Pollen befüllt wird. Und bei den 8 Rähmchen sind schon 30% für Drohnenbrut, Pollen und Honigvorrat drin. :/


    Und bei Königinnen, die 9, 10, 11 DD-Waben beackern wird ja 10er Dadant schon mehr als eng. :S


    Und Neuhausers Indikator für die Rähmchenbesetzung ist, ob die jeweilig zugehangene Mittelwand noch ausgebaut wird, nicht ob sie bestiftet wird.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Liebe Heike,


    deine Völker beeindrucken mich immer wieder. Heißt das Du führst deine Völker ganzjährig ohne Schied und mit 12 Waben?

  • Discussionen beleben das Forum

    Dann wollen wir mal:

    Die Futterkontrolle im Winter halte ich für absolut notwendig. Das erforderliche Nachfüttern bei einigen wenigen Völkern auch durchzuführen, ebenso.


    Was mich aber stört, ist ein großer, weiterer Teil des 1. Beitrags.

    Wenn du überhaupt mit dem Grundstücksbesitzer nach der Aktion geredet hast, bevor du hier geschrieben hast, könnte ich mir vorstellen, dass der Tonfall ähnlich war, wie hier im Text.


    Als Grundstücksbesitzer würde ich dir darauf hin die weitere Nutzung des Standplatzes untersagen. Einen angemessenen Zeitraum für den Umzug einräumen aber trotzdem die Fläche nicht mehr weiter zur Verfügung stellen. Ich glaube, es ist nicht der geduldete Imker, der mir als Flächenbesitzer die Arbeitsweisen vorzuschreiben hat.


    Er hätte sicher zuvorkommender handeln können, wobei er wahrscheinlich auch gewissen Sachzwängen und Schnellentscheidungen unterworfen ist. Maschinen und Personal sind nicht immer frei verfügbar. Es ist durchaus möglich, dass die Entscheidung weitere Bäume zu fällen, erst während der laufenden Arbeiten getroffen wurde. Und ob und wo ich auf meinem Grundsück Holz häcksele schreibt mir auch nicht jemand anderes vor.


    Bevor du also hier Beschwerden im Imkerforum runterpolterst, wäre ein freundliches Gespräch mit dem Besitzer des Grundstücks sicher besser gewesen. Aus dem Text meine ich erkennen zu können, dass dieses nicht stattgefunden hat. Nicht jeder Bienenfreund weiß um die Schwierigkeiten, die mit so einem winterlichen Umzug verbunden sind. Muss er auch nicht. Dies direkt freundlich darzustellen, wäre wohl der vernünftigste Weg gewesen.


    Was schert mich dein Verhältnis zu deinen Nachbarn? Ich wohne doch ganz woanders.

    Wir haben und werden noch vermehrt Schwierigkeiten mit den anderen Landwirten, den "Naturschützern" und der weiteren Bevölkerung bekommen. Das positive Image, dass die Imker zur Zeit noch genießen steht auf immer wackeliger werdenden Füßen.

    Solches Anspruchsdenken, was ich deinem Text entnehme, hilft nicht dies zu stabilisieren.

    Wir sollten uns langsam daran gewöhnen, dass andere Menschen auch mal andere Interessen haben könnten. Der ein oder andere sitzt da auch mal am längeren Hebel. Die Welt dreht sich nicht allein um die Imker.

    Mit verständnisvollen Gesprächen erreichen wir mehr als mit einseitigen Schuldzuweisungen.

  • liebe Heike

    Gib doch bitte statt einem Datum eine Leitpflanze an.

    Du bist ja einige Wochen später als wir. Was bei Dir April ist ..ist bei uns Ende Februar.

    》hier《 findest du (etwas runterscrollen) eine Anleitung von BernhardHeuvel zu dem Thema. Er schreibt wenn ichs recht verstehe, dass nicht die Temperatur, sondern die Tageslänge den Ausschlag beim Einengen des Brutnestes gibt. Die ersten Frühjahrsbienen würden vom Fettkörper ernährt, nicht von der Tracht. Und man sollte seinen Ausführungen nach zwischen Mitte Januar und Mitte Februar schieden, zum Brutbeginn, weil es sonst nichts bringen würde oder kontraproduktiv wäre. Die Meinungen, zu welchem Zeitpunkt man schieden soll, wenn man das denn möchte, gehen zwischen Mitte Januar bis Mitte April offenbar auch unter ExpertInnen recht weit auseinander, da muss wohl jeder selbst seine Erfahrungen machen. Beeindruckende Volksentwicklungen sind wie man sieht auch ohne Schieden möglich.


    Zum Thema dieses Threads "Füttern Dezember/ Januar" würde mich noch interessieren, ob

    1) bevorzugt flüssig oder fest gefüttert wird was jetzt besser wäre (falls man denn leider füttern muss um diese Zeit),

    2) invertierter oder normaler Zuckerteig/ Flüssigfutter, und

    3) ob wenn Völker plötzlich überraschend schwach geworden sind, man diese jetzt noch zusammenhängen sollte oder lieber den Winter abwartet und das Volk in Ruhe lässt (ich tendiere zu letzterem, aber auch hier scheint es unterschiedliche Ansichten zu geben, oder vereinigen Befürworter temperaturabhängig?)


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Aus meiner Sicht:


    1) Futterteig, Abnahme erfolgt gleichmäßig und die Bienen "müssen" nicht. Futter löst sich ganz von alleine durch Kondensat.

    2) im Idealfall invertiert (Saccharose regt unnötig an), ich weiß, Teig ist auch nicht vollständig invertiert.

    3) Ich würde jetzt nichts zusammenhängen. Allerhöchstens im Frühjahr und auch nur dann wenn ich mir sehr sicher bin, dass das Volk sonst keine Probleme hat.


    LG Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Aus meiner Sicht:


    1) Futterteig, Abnahme erfolgt gleichmäßig und die Bienen "müssen" nicht. Futter löst sich ganz von alleine durch Kondensat.

    Nur wenn Brut gepflegt wird. In der (oft besonders kalte) brutfreien Zeit gibt es nicht genug Kondensat.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Nur wenn Brut gepflegt wird. In der (oft besonders kalte) brutfreien Zeit gibt es nicht genug Kondensat.

    In dieser Zeit wird aber auch so gut wie kein Futter verbraucht... Zudem ist fraglich, ob in dieser Zeit Flüssigfutter überhaupt abgenommen wird, bzw. wie schädlich das bei erzwungener Abnahme ist.


    Deswegen schrieb ich ja oben, Futterteig eignet sich hervorragend um den vorhandenen, aber vielleicht etwas knappen Futtervorrat zu ergänzen. Dann ist es auch egal, wenn mal 2 Wochen nichts abgenommen wird.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Für Notfütterungen in dieser Zeit würde ich am ehesten "eigenen" Honig verwenden, um das Volk durch den Winter zu bringen, damit es nicht verhungert. Sobald es das Wetter zulässt wird flüssig gefüttert.