Varianten von Brutfreiheit im Sommer ohne TBE

  • Klar, HR sind runter. Aber wenn da noch ein Teil ausgebauter Waben in der Kiste sind, bauen die Mädels deutlich unwilliger, als wenn alles raus wäre.

    Dann hab ich nachher einen Teil der Waben, die nur halb ausgebaut sind.

  • Wenn sämtliche Brut nach Einsperren der Kö' ausgelaufen ist und diese wieder freikommt, dürfte das Futter zuerst mal in die freien Zellen eingelagert werden - rund um das neue Brutnest. Erst wenn alle leeren Zellen mit Brut und Futter gefüllt sind, fangen die ggf. mit Bauen an - ist ja schon August! Ich habe die gleichen Gedanken und Zweifel und sehe zwei Optionen: gleich MW geben und füttern oder erst nach Behandlg. Zellen füllen lassen und einfach weiter füttern. Was nicht vollständig ausgebaut ist, wird im FJ fertig gebaut, evtl. mit Drohnenbau.


    Wabenhygiene würde ich wieder mit 2-jähriger TBE machen, also immer 50 % der Völker mit gekäfigter Kö', auch um vergleichen zu können.

  • Wie machen das denn die anderen Bannwabennutzer?


    VG, Timo

    Hallo Timo,


    unmittelbar bevor ich die Weisel wieder freilasse, richte ich den Wintersitz der Völker: Lediglich nicht einwandfrei ausgebaute und mir zu dunkle Brutwaben fliegen raus. Die guten Brutwaben bilden einen Block, an den Mittelwände angehangen werden.


    Wenn du den Block der Mittelwände zum Flugloch hin einhängst, wird beim Einfüttern zügig ausgebaut. Außerdem riskierst du so zum Frühjahr auch keinen Futterabriss, da das Volk dann ausschließlich auf eigenen und bereits bebrüteten Waben sitzt.


    Viele Grüße

    DOMMY

  • Ich habe es ja dieses Jahr zum ersten Mal gemacht und habe, da ich etwas spät dran war, einfach alle alten BW raus und ausgeschleckte Honigwaben im Austausch gegeben. Das ist der Vorteil bei Zander, gleiches Maß in BR und HR. Nächstes Jahr will ich aber früher starten und es dann so machen wie Dommy.

  • Ich habe es ja dieses Jahr zum ersten Mal gemacht und habe, da ich etwas spät dran war, einfach alle alten BW raus und ausgeschleckte Honigwaben im Austausch gegeben. Das ist der Vorteil bei Zander, gleiches Maß in BR und HR. Nächstes Jahr will ich aber früher starten und es dann so machen wie Dommy.

    Fang nur nicht zu früh an: Wenn draußen noch Tracht ist, werden sonst die frei von Brut werdenden Zellen vollgetragen, die Honigräume bleiben leer...

  • Nochmal ein Gedanke:


    Kö' wird Ende Juni hinter einem vertikalen ASG eingesperrt - auf 1 DD-MW plus 1 Randwabe mit Pollen. Dort wird das Flugloch verschlossen. Die Kö' kann nach MW-Ausbau legen, hat in der zurückgehenden Brutphase genug Platz ohne allzu große Limitierung. Nach 3 Wochen, Mitte Juli, ist die restl. Brut ausgelaufen und es kann nach Honigernte behandelt werden. Die "Fangwabe" aus dem Königinabteil wird mit der verdeckelten Brut und den darin befindlichen Milben vernichtet.


    Ich würde das wie die TBE ca. 3 Wochen vor Trachtende beginnen und bei der abschließenden Honigernte das vertikale ASG entfernen und wie üblich mit Füttern beginnen.


    Übersehe ich da etwas bzw. macht das jemand so oder ähnlich ?

  • Wichtig ist nur zu bedenken, dass sie dir 3 Wo vor Trachtende das auslaufende Brutnest volltragen werden.

    Hier bei mir ist das kein Problem, da mit Ende der Frühtracht eh nicht mehr viel reinkommt.

  • Wichtig ist nur zu bedenken, dass sie dir 3 Wo vor Trachtende das auslaufende Brutnest volltragen werden.

    Ja, aber zum Ende der Sommertracht kann es hier schon recht mau aussehen. Wenn da eingelagert wird, dient das dem nachfolgenden Brutaufbau. Eine aktive Kö' lässt das bebrüten, denke ich.


    Habe jetzt einige vert. ASG bestellt und werde das Verfahren parallel zur TBE ausprobieren. Der Arbeitsaufwand ist jedenfalls deutlich geringer als bei der kompl. Brutentnahme.

  • Oft funktioniert das bis man das erste mal das ASG zum HR abnimmt - ist einem Kollegen das letzte Jahr passiert (eine eingesperrte Königin kann ganz schön schnell sein... ;-)

    Danke für den Hinweis - dann bleibt das drauf, bis die Aktion beendet ist...


    Alles noch Versuchsstadium und außerdem werden die milbenstarken Völker seit geraumer Zeit aussortiert... - das ist die wesentliche Behandlung. Aber der Rest muss ja auch zurechtkommen.

  • Übersehe ich da etwas bzw. macht das jemand so oder ähnlich ?

    Oft funktioniert das bis man das erste mal das ASG zum HR abnimmt - ist einem Kollegen das letzte Jahr passiert (eine eingesperrte Königin kann ganz schön schnell sein... ;-)

    Ja, das Gleiche kann in den Bannwabentaschen passieren, wenn man die Wabe auswechselt. Einmal kurz nicht hingeschaut;)

  • Ich würde auch nicht zu früh vor Trachtende mit dem Käfigen beginnen. Und dann Futterteig auflegen, der knallt das Brutnest nicht gleich zu.

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Nochmal ein Gedanke:


    Kö' wird Ende Juni hinter einem vertikalen ASG eingesperrt - auf 1 DD-MW plus 1 Randwabe mit Pollen. Dort wird das Flugloch verschlossen. Die Kö' kann nach MW-Ausbau legen, hat in der zurückgehenden Brutphase genug Platz ohne allzu große Limitierung. Nach 3 Wochen, Mitte Juli, ist die restl. Brut ausgelaufen und es kann nach Honigernte behandelt werden. Die "Fangwabe" aus dem Königinabteil wird mit der verdeckelten Brut und den darin befindlichen Milben vernichtet.


    Übersehe ich da etwas bzw. macht das jemand so oder ähnlich ?

    So ähnlich habe ich es diese Jahr gemacht. Bei Durchsicht Königin gesucht. Die komplette Wabe 1,5 DNM Wabe auf der sie sitzt in einen Bannwabenkäfig (Holtermann Art.Nr: 73275) gesteckt und relativ mittig ins Brutnest gepackt. Nach 24 Tage ganz vorsichtig die Wabe aus dem Käfig gezogen, Königin ins Volk laufen lassen, Bienen abgestoßen und die Wabe vernichtet. Nach zwei, drei Tagen behandelt.


    Ich hoffe das es für die Volksharmonie ok war. Die Arbeit hält sich sehr in Grenzen.


    me.