Varianten von Brutfreiheit im Sommer ohne TBE

  • Guten Abend Aueren .


    Hab mir heute eine erste "Bannwabe" mit Rundstab Absperrgitter gebastelt.

    Eine ganze Wabe zu verwenden, hat doch einen Nachteil.....Es fehlt das Loch für die Wabenzange...:(


    Mit bestem Dank, für diese "Idee" zu dieser multifunktionalen Wabe.......


    Lg Sulz.

  • Leute, wenn ich das alles lese, kommt mir auch noch so manche Idee, aber für mich ist die einfachste Lösung welche das Ziel erreicht immer die Beste. Aus diesem Grunde strebe ich danach, die Völker mit möglichst wenigen Eingriffen das Jahr über zu führen und wenn möglich dabei die Einheiten mindestens zu verdoppeln, besser verdreifachen. Immer mehr wünschen sich, auf TAM ganz verzichten zu können. Deshalb hat sich mir der Sinn der hier vorgeschlagenen Verfahren noch nicht erschlossen. Die Beschreibung des Ziels, ist Voraussetzung für das Finden der optimalen Lösung. Habe ich da was übersehen? VG Jörg

  • Nö. Das Ziel ist über Wege zu sprechen Brutfreiheit im Sommer herzustellen, die keine TBE sind. Warum die Leute das erreichen wollen steht auf einem anderen Blatt.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Nö. Das Ziel ist über Wege zu sprechen Brutfreiheit im Sommer herzustellen, die keine TBE sind. Warum die Leute das erreichen wollen steht auf einem anderen Blatt.

    Es gibt Völker, die das selbst generieren :daumen:,

    aber das sind nur einige. Erfolgreiche Varroabehandlung kann m.E. bei Brutfreiheit, und nur dann einen anhaltenden positiven Effekt haben.


    Würden es die Bienen selbst schaffen, dauerhaft mit der Milbe zu ko-existieren, könnte man sich das schenken - wäre das Beste.

  • Was mich zu der zugegeben provokativen Frage veranlasst hat ist der Eindruck, dass all die hier diskutierten Verfahren m.E. keinen erkennbaren Vorteil gegenüber der TBE bewirken. Möglicherweise komme ich zu diesem Ergebnis da ich die Heide als meine Haupttracht ansehe und deshalb auf keine Königin verzichten möchte, denn auch ein Ableger kann dort 12kg eintragen. Man wendet doch seine Methoden nicht seiner selbst Willen an, sondern um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dies kann bei jedem unterschiedlich sein. Dieses heißt für mich gesunde Völker bei wenigen Eingriffen, Honigertrag + Völkervermehrung als zusätzlichen Ertrag. Danach bewerte ich die verschiedenen Betriebsweisen der Völkerführung und Methoden der Varroabekämpfung. Bei einer TBE Mitte Juli kann ich mit der Gabe von TAM bis nach der Heide warten. VG Jörg

  • Was mich zu der zugegeben provokativen Frage veranlasst hat ist der Eindruck, dass all die hier diskutierten Verfahren m.E. keinen erkennbaren Vorteil gegenüber der TBE bewirken.

    Darum geht's! Wie kann man den gleichen Effekt mit weniger Aufwand erreichen ? Wenn es mit einer Wabe zum Einsperren der Kö' ginge, wäre es deutlich weniger Aufwand. Ich bin Deiner Meinung - TBE ist eine Möglichkeit, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen (Milben loswerden, Wabenerneuerung, Kö-Wechsel oder späte Jungköniginnen, Neuvölker am Ende der Saison usw.). Werde es in der kommenden Saison vergleichend ausprobieren und hoffe, bei relativ überschaubarem Befall keine Verluste zu produzieren...

  • Zum bessern Verständnis der folgenden Tabelle

    5 B nenne ich mein TBE, das ich bis vor 4 Jahren angewendet habe

    4 B nenne ich mein Brutstoppverfahren, das ich aktuell praktiziere

    Bildschirmfoto 2021-01-09 um 16.12.33.png

    Danke, kommt schon hin...

    Macht man Bauerneuerung z.B. nur alle 2 Jahre, fällt da noch weniger Zeitaufwand an.


    Hast Du vergleichende Milbentotenfallzahlen z.B. Nach der Winterbehandlung bzw. wie sieht die vergleichende Milbenbelastung z.B. im Sept. aus ?


    Besten Dank für eine Antwort!

  • Bei der TBE sperre ich die Königin vorher nicht ab, wozu auch. Der Brutraum wird gegen eine Zarge mit Mittelwänden bzw. unbebrüteten Waben getauscht. Die Brutraumwaben ziehe ich bis auf zwei verdeckelte BW durch den Abkehrfix. Die zwei BW kontrolliere ich auf Vorhandensein der Königin, was in der Regel nicht der Fall ist. In dem Abkehrfix befinden sich jetzt die Königin und Jungbienen. Die schütte ich in einen kleinen Mauererkübel und von da in den neuen Brutraum (Fegling). Die Zarge mit den Brutwaben und Bienen der zwei verdeckelten BW setze ich auf einen neuen Unterboden (Brutling) oder auf einen Zwischenboden über den HR. Man kann in den Fegling auch eine Wabe mit offener Brut als Fangwabe belassen, die nach Verdecklung entnommenen wird. Ich gebe sie dann dem Brutling. Da ich das ganze bei Tracht mache muss nicht gefüttert werden. Die Zeit habe ich nicht festgehalten, ich brauche dafür aber viel länger als vor 40 Jahren. Da hätte ich die BW auch einfach abgestoßen. Beim Brutling müssen dann natürlich nach 4Tagen die verdeckelten Nachschaffungszellen gebrochen oder nach der Verdecklung aller Zellen gegen eine Edelzelle getauscht werden. Die Brutunterbrechung reduziert die Vermehrung der Varroa soweit, dass erst nach der Heide mit AS oder Varromed behandelt werden muss. Bei konsequentem Einsatz von Drohnenschneiden, Fangwabe bei Fegling und Brutling verzichtet ein Vereinskollege ganz auf TAM. VG Jörg

  • Würden es die Bienen selbst schaffen, dauerhaft mit der Milbe zu ko-existieren, könnte man sich das schenken - wäre das Beste.

    Bei mir, ist dies zwar schon der Fall.......Aber warum, sind einige mit der Zielsetzung so bescheiden?


    Das Ziel, muss ja nicht schon im nächsten Jahr erreicht werden.......Geht doch auf das "Beste" mit voller Energie los!!!!!!......Wer hindert euch denn daran?


    Lg Sulz.

  • Moin zusammen,


    ich muss mich für diese Jahr auch noch mit dem Thema Brutfreiheit ohne TBE befassen. Habe letztes Jahr bei allen 30+ Völkern eine TBE gemacht, aber so langsam wird es bei der Völkerzahl doch Arbeit ;)


    Würde daher gerne wieder halb TBE, halb ein anderes Verfahren machen, dann jeweils im Wechsel jedes Jahr.


    Ich hatte mal Käfige (ähnlich Scalvini) im Einsatz, da sind mir aber zu viele Königinnen über die Wupper gegangen.

    Mein Plan war jetzt mit Duplex-Bannwabentaschen zu arbeiten. Dabei stoße ich aber auf das Problem, dass mir die Mädels ja kaum noch eine ausreichende Zahl Waben ausbauen werden, wenn ich nach der Oxalsäurebehandlung die Königin wieder frei lasse und füttere. Die haben ja noch genug ausgebaute Waben in der Kiste.


    Jetzt könnte ich natürlich von je 2 Völkern die ausgebauten Waben in einem Volk zusammenwerfen und das andere auf Mittelwände setzen, so dass die bauen müssen.


    Ist mir aber eigentlich zu viel hin und her Gehänge und so richtig glücklich bin ich auch nicht, ehemalige Brutwaben unter den Völkern zu tauschen.


    Wie machen das denn die anderen Bannwabennutzer?


    VG, Timo