Varianten von Brutfreiheit im Sommer ohne TBE

  • Hallo beemax,

    das Zitat von Sulz bezieht sich auf Aueren und seine Wabe, die er vertikal geteilt hat.

    Meine Wabe ist eine 0,5-DNM weil ich/die Bienen sie einfacher/schneller präparieren kann/können.

    (Einige Bilder von mir in #35 funktionieren leider nicht mehr.

    Vielleicht sollte man noch einen Threat für "Scalvini-ähnliche Konstrukte" aufmachen, um nicht zu weit vom Thema von       honigbanane      abzukommen.)


    LG

    Marieke

  • ... Ober- und Unterträger breit sind, bei mir nur ~ 2,1 cm.

    Auf jeder Seite ist mit ~ 1cm genug Platz für Beespace und angefangene Zellen.

    Bis zur Verdeckelung kommt es manchmal bei einzelnen Zellen wenn die Mittelwand nicht eben war.

    Wie schaut's mit Weiselzellen im Käfig aus? Schon mal vorgekommen?

  • Dass die Königinnen nach der erzwungenen Brutpause so richtig stark anfangen würden, zu legen, habe ich auch gehört. Ein etwas vom Thema abführender Gedankengang beschäftigt mich diesbezüglich:


    Bernhard Heuvels Ausführungen über den Fettkörper des Biens haben mich etwas nachdenklich gemacht (gilt natürlich auch für TBE). Er meint ja, ein plötzlich startender massiver Brutbeginn bedeutet neben dem Verbrauch von Reserven für die Futtersaftproduktion zur Versorgung der Brut, dass viele schlüpfenden Bienen gleichzeitig zum Aufbau ihrer Fettkörper nach dem Schlupf von relativ wenigen Ammenbienen zu Lasten derer Fettkörper (und damit Langlebigkeit) versorgt werden müssten. Ich denke mir, dass, falls das stimmt, es wesentlich auf die Protein- und damit Pollenversorgung zu dieser Zeit ankommen müsste. Wenn die Bienen im Frühjahr reichlich Pollen und Flugwetter haben, ginge so ein rasantes Wachstum, das nicht so stark auf Kosten der Fettkörper der sich aus dem Ammmendienst verabschiedenden Bienen und damit deren Langlebigkeit natürlich besser. Jedoch frage ich mich, ob da proteinhaltiges Füttern zur Sicherheit (also falls wetterbedingt nicht gut gesammelt werden kann) sinnvoll gegensteuern würde, bzw. Im Sommer nach den brutfrei machenden Maßnahmen bei starkem Bruteinschlag bzw. dem Schlupf.

  • Nur zur Klarheit.


    Aueren , hat mich auf eine Idee gebracht, wie ich ein "gewisses" Problem eventuell auf einfache Art lösen könnte.

    Dabei geht es aber nicht um die Brutfreiheit, zur bekämpfung der Milbe.


    Eine ganze Honigwabe, sollte eigentlich dem Zwecke dienen. Somit bleibt für mich nur noch die Frage offen:


    35mm, oder 28mm Rahmen.....Ideal wäre 28mm. Habe aber bedenken, dass dies für die Brutpflege zu Eng ist.


    Lg Sulz.

  • Sulz ich verwende 35mm Honigrahmen. Ich betrachte die Frage, ob halbe oder ganze Honigwabe nicht als matchentscheidend. Da ich die Brut aus dem Absperrbereich vernichte, habe ich die Hälfte der Honigwabe gewählt.

    Uebrigens eignet sich die Absperrwabe auch sehr gut für die Sanierung eines mit Kalkbrut belasteten Volkes, das man nach der Internierungszeit von drei Wochen umweiseln und auf neuen Bau setzen kann.

  • Nur zur Klarheit.


    Aueren , hat mich auf eine Idee gebracht, wie ich ein "gewisses" Problem eventuell auf einfache Art lösen könnte.

    Dabei geht es aber nicht um die Brutfreiheit, zur bekämpfung der Milbe...

    😂 na jetzt lass mal hören. Das interessiert hier jeden...

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Hallo beemax,

    das Zitat von Sulz bezieht sich auf Aueren und seine Wabe, die er vertikal geteilt hat.

    Meine Wabe ist eine 0,5-DNM weil ich/die Bienen sie einfacher/schneller präparieren kann/können.

    Dennoch - besten Dank. Ich könnte mir auch vorstellen, die Königin in eine DD-Honigwabe einzusperren; kommt dem ja nahe. Die Unterträger sind 18/19 mm breit; wenn man darauf Gitter befestigt, sollte der Abstand zum Gitter nach Einlöten einer MW jew. 8 - 9 mm sein.


    Nun stellt sich die Frage, wie den aus der Brut schlüpfenden Milb über 3 Wochen behandeln ? Wenn ich einen "Block" nutze, ist das wieder größerer Aufwand. Ich tendiere dazu, die Intervalle vom jeweiligen Milbenfall abhängig zu machen. Da muss man sich heranarbeiten (7*3 -> 5*4 -> 4*5 -> 3*7).


    Diese Variante gefällt mir gut, weil der Materialaufwand deutlich geringer ist, der Bien in seiner Entwicklung minimal gestört wird (Brutpause, machen sie ja tw. selbst um diese Zeit) und die Behandlungsintervalle ggf. verringert werden können. Es ist ja Winterpause - Basteln ist angesagt...:thumbup:


    Allen vielen Dank für die guten Ideen!

  • Warum nicht warten bis alle Brut geschlüpft ist, dann einmal mit OXS jeglicher Form?
    Oder hab ich irgendwo den Bus verpasst?😳

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Hallo vosp,


    Wie schaut's mit Weiselzellen im Käfig aus? Schon mal vorgekommen?


    Ja, wenn zu viel Platz am Rand um die Mittelwand ist oder die MW nicht mittig eingelötet war.



    WZ1.jpg


    WZ2.jpg



    Hier ist auf dieser Seite fast alles verdeckelt und WZ zu sehen, auf der Rückseite kaum Stifte (nicht fotografiert)

    MW nicht mittig.jpg



    Auch auf optimalen Waben werden manchmal WZ versucht, aber die Stifte auch ausgeräumt und dann wiederbestiftet.

    WZ-Versuch.jpg


    Bisher habe ich nach Entnahme der Waben noch keine regulär geschlüpfte WZ oder junge Königin entdeckt, bei ~ 12 bisher eingesetzten Waben.

    Das ist statistisch gesehen natürlich nicht sehr belastbar.


    Thomasso

    Wie oben beschrieben lässt man alle Brut im Volk schlüpfen und behandelt dann.

    2x OS habe ich als besser wirksam gefunden.



    LG

    Marieke

  • Warum nicht warten bis alle Brut geschlüpft ist, dann einmal mit OXS jeglicher Form?
    Oder hab ich irgendwo den Bus verpasst?😳

    Es kann so funktionieren - 2 mal am Ende der 3 Wochen mit OXS behandeln und fertig. Ich habe es mal verglichen mit einer echten Blockbehandlung. Ich unterscheide zwischen starkem und schwachem Milbenbefall der Brut:


    Starker Befall -> die schlüpfenden Muttermilben befallen die noch offenen Zellen direkt wieder. Indiz dafür ist, dass anfangs z.B. 150 Milben abfallen, später aber deutlich mehr nach jeder Behandlung. Das führt insgesamt zu mehr geschädigten Bienen. Theoretisch sollte man 9 Tg. intensiv behandeln (3*3) und dann ggf. in größeren Abständen (3*4 oder 2*5), um bienenständige Milben zu erwischen; macht zusammen 5 - 6.


    Geringer Befall -> die Milbenfallrate nach den Behandlungen steigt nicht, schwankt z. B. um ein-/zweistellige Werte. In diesem Fall würde ich die 3*3 Behandlung machen und eine Abschlußbehandlung, macht zusammen 4.


    Grau ist alle Theorie - es wird weiter optimiert...