Varianten von Brutfreiheit im Sommer ohne TBE

  • Hagakure : Diesen thread hab ich auch rauf und runter gelesen, bevor ich mich auf die Investition in Bannwabentaschen

    eingelassen habe.

    Ich hatte aber auch andere Informationen, nämlich die von Büchler in etlichen Vorträgen und auch PDFs veröffentlichte Untersuchung, dass die Auswinterungsstärke von Völkern mit gekäfigter Königin vs Völkern mit TBE verglichen mit der Volksstärke bei Behandlungsbeginn um 10-20 % höher liegt, je nach Zeitpunkt des Käfigens der Königin. Ich kann das pdf hier nicht verlinken, die Datei ist zu groß.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Waldi

    Die Sommertracht versiegt bei uns in der Mitte Juli.

    Dunkle Biene im CH Hinterbehandler im Juli.jpg

    Ich interniere die Königinnen (alle gezeichnet) in der ersten Juliwoche. Die Käfigwabe wird mittig ins Brutnest (CH Hochwaben im Hinterbehandler) gesetzt. Der Honigraum bleibt aufgesetzt. Nach 25 bis 28 Tagen je nach Wetterlage werden alle Waben entnommen, die Bienen erhalten ein Pollenbrett und 12 neue MW - die Königin wird freigelassen. Am Abend des Folgetages füttere ich 8 bis 10 l verdünnten Sirup.

    Nach einer Woche können die Völker mit OS bedampft werden (in der Schweiz zugelassen).

    Der Futtervorrat wird bis mitte September laufend ergännzt.

    Ende Oktober gehen die Völker aus der Brut und im November kann die Winterbehandlung (OS verd.) durchgeführt werden.

    Diese Königin wurde 2020 bereits die dritte Saison drei bis vier Wochen interniert - sie hat offenbar keinen Schaden genommen und ein normalstarkes Volk in den Winter geführt.

    IMG_5165.jpg

  • Vorne wech,

    doch, jedes Jahr ne Neue Queen:)... hatten wir schon mal. Bis auf die Nachzuchtwürdigen.

    Dann ist es so, wenn richtig gemacht, möglich, die letzte Tracht voll auszunutzen.

    Und es ist Möglich, gleichzeitig das Volk zu finden, welches am wenigsten Milben hat und am gesundesten ist.

    Wie machen?

    Die Queens, die von der Anpaarung (Belegstelle/ Besamt) her, in Frage kommen gehen in Minis.

    Der Rest wird abgedrückt. (da wird sicher nich von nach gezogen)

    In die nun Weisellosen wird sofort eine 2 Tage geplegte Zelle eingehängt.

    Das alles wird anfang/mitte der Letzten Tracht gemacht, also noch im Juni.


    Was Passiert?

    Die eingehängte Zelle wird bestens zur vollwertigen Queen gemacht.

    Da ja keine Brut, nach ein paar Tagen also, gefüttert werden muss, kommt mehr in den Honigraum:)

    die werden schwerer als normal.

    Die Junge Queen wird voll begattet, und bis die Eier legt, ist alles an alter Brut geschlüpft, und ALLE Milben frei.

    Wenns gut gelaufen ist, kann, bevor die Junge mit dem Stiften anfängt, abgeräumt/geschleudert UND BEHANDELT werden.

    Über den vorherigen Befall meiner gesicherten Queens erlange voll Aufschluss, und die Wahl, von welcher ich ein paar Tage später noch nachziehe, fällt leicht.

    Und am Ende nochmal.

    Ja, jedes Jahr ne Neue Queen, aus Gründen

    schon wieder lang geworden

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Hallo und ein gesundes, frohes neues Jahr!


    Ich verwende seit 2017 „Scalvini-Waben“, eine Kombination von Wabentasche und Scalvini-Käfig.


    Bisher keine Königinnenverluste oder Umweiselung bis auf ein Volk, welches aber eventuell schon kurz vor der Käfigung angefangen hatte, still umzuweiseln.


    Ich käfige die Königin 15 - 20 Tage vor dem Abschleudern (Schleudern in der letzten Juli-Woche) und lasse sie nach 18 - 21 Tagen frei. Noch vorhandene Drohnenecken werden ausgeschnitten (keine Drohnenrähmchen in den Völkern).

    22 Tage nach dem Käfigen wird mit OS behandelt (Varrox).

    In einem anderen Thread geäußerte Vermutungen, dass zweimaliges Behandeln innerhalb einiger Tage günstig ist, kann ich nach meinen Erfahrungen bestätigen.

    Am 25. Tag behandele ich noch einmal.

    Bei einmaliger Behandlung habe ich im September meist noch eine OS-Blockbehandlung durchgeführt, weil mir die Milbenfallzahlen zu hoch wurden, bei 2x OS sieht es dieses Jahr bisher besser aus.


    Meine „Scalvini-Wabe“ entstand weil mir der Platz im Scalvinikäfig zu klein erschien, die Königin konnte sich kaum noch rühren.

    Der Käfig wurde sehr eng durch das Weiterbauen bzw. Verbau der Zellen und die Häufung der Stifte pro Zelle zeigt, dass die Bienen mit dem Ausräumen nicht nachkommen.

    (An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an RalfK, der mir damals einen Scalvinikäfig geschickt hatte! :liebe002:)


    imkerforum.de/attachment/15162/


    Die Wabe:

    Ich lasse Mittelwände in 0,5-DNM-Rähmchen (Hoffmann) nur 2-3 mm ausbauen und hefte dann vorne und hinten an Ober- und Unterträger Plastikabsperrgitter an.

    Das gibt dann „dünne“ Waben mit dem selben Effekt wie der Scalvini-Käfig: Stifte/Brut wird ausgeräumt, aber die Königin hat viel mehr Platz, kann auf die andere Seite wechseln, und ich kann die Waben einfach in den Kasten hängen und muss sie nicht wie den Käfig in eine Wabe einpassen.

    Die Wabe wird ins BN (1,5-DNM) gehängt und mehr oder weniger mit Naturbau verlängert, was aber nicht stört.

    Die Königin legt nach dem Freilassen sofort weiter.


    imkerforum.de/attachment/15163/


    imkerforum.de/attachment/15164/


    %22Scalvini-Wabe%223.jpg


    Der Einsatz der „Scalvini-Wabe“ mit 2x OS zu einer Zeit, in der an meinem Standplatz die Tracht schon zuende geht, funktioniert für mich sehr gut (BN nicht verhonigt, vorsichtig füttern!).


    LG

    Marieke

  • Nicht jeder hat das Setup oder den Ehrgeiz jedes Jahr eine neue Königin pro Volk einzusetzen. Es geht ja hier unter anderem auch um Menschen, die erst seit 1-3 Jahren imkern. Das ist ja ein Rattenschwanz an Kosten, Material und Logistik, wenn du von Belegstelle, besamt und Minis spricht, neben den (Erst-)Anschaffungskosten, die man ohnehin schon hat: Beuten, Hobbocks, Schleuder, Schleudergeschirr, Mittelwände, Rähmchen, Rührgerät, Gläser etc.pp.


    Natürlich ist es am besten, wenn man jedes neue Jahr eine Neue einsetzt und Krabbelzellen oder Unbegattete sind auch nicht teuer, aber letzten Endes ist das dann doch etwas jesuitisch, wenn man das so diktiert...aus Gründen.


    Immerhin hat Aueren im Post über dir eine drei Jahre alte Königin gezeigt, mit der man offensichtlich auch noch imkern kann.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Vorne wech und garantiert nicht lang geworden :)...

    Ich verstehe es einfach nicht!, zuerst gibst du dir soooo viel Mühe sie zu züchten und dann drückst du sie jedes Jahr ab.

    Es gibt doch nun wirklich genug andere Mittel und Wege, also daran kann es ja nicht liegen.

  • Ich habe letztes Jahr mit größeren selbstgedruckten Käfigen ohne Legemöglichkeiten in den Minis etwas rumprobiert und war durchaus angetan. Wer einen 3D Drucker im Bekanntenkreis hat kann so günstig Mal schauen ob Käfigen in die Betriebsweise passt. Druckdaten gibt's bei Thingiverse.

  • Liebe Leut,

    Es dürfte ja nu kein Problem sein, x Zellen anpflegen zu lassen. Ein Volk 2 tage vorher zu recht gemacht, tut das. Also Null Problem, nur wollen:) Der Rest geht von alleine..... +nen Eimer Honig mehr.

    So, nun die "Gründe"

    Ne Junge Queen (standbegattet) legt so richtig los, ist ner (mehr)Jährigen im Aufbau des Wintervolkes voll überlegen. Einerseits, weil die Spermatheka frisches Sperma in hochster Vitalität enthält, andererseits legt die Junge Eier in besserer Quallität, (Und mein Zuchtfortschritt, wenn vorhanden, kommt in die Völker)

    Zudem legt die mehr Brut an und das bis in den Herbst hinein.

    Ne alte, immerhin ausgelaugte, Queen wird, wenn vor die Wahl gestellt, nur auf altem Bau stiften, ne Junge geht eher auf den neuen Bau.

    Dann is da noch was, so ne gesperrte wird eh ersetzt, meist haben die ne Macke, so sicher wie das grüne immer nach oben wächst.

    Wer denkt das is zu viel Arbeit..... ich fange die Alte und häng nur ne Zelle rein, und behandle einmal, mehr ist das nicht, und ich weiss genau was Sache ist.

    Ihr müsst ja nicht....

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


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  • Hagakure : Diesen thread hab ich auch rauf und runter gelesen, bevor ich mich auf die Investition in Bannwabentaschen

    eingelassen habe.

    Ich hatte aber auch andere Informationen, nämlich die von Büchler in etlichen Vorträgen und auch PDFs veröffentlichte Untersuchung, dass die Auswinterungsstärke von Völkern mit gekäfigter Königin vs Völkern mit TBE verglichen mit der Volksstärke bei Behandlungsbeginn um 10-20 % höher liegt, je nach Zeitpunkt des Käfigens der Königin. Ich kann das pdf hier nicht verlinken, die Datei ist zu groß.

    Du meinst das hier?

  • Hallo Wasi,

    die von mir zitierten Abschnitte:
    „Da ja keine Brut, nach ein paar Tagen also, gefüttert werden muss, kommt mehr in den Honigraum:)


    „Wenns gut gelaufen ist, kann, bevor die Junge mit dem Stiften anfängt, abgeräumt/geschleudert UND BEHANDELT werden“

    finde ich nicht logisch, weil füttern und Schleudern nicht so recht zusammen passen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Wenn Du davon ausgehst, dass das Futter in Wachs umgesetzt wird und nichts in den HR landet, dann wird die Tracht im HR landen.

    Oder kommt der HR erst nach dem Wabenbau im BR auf die Völker?

    Dann ... 👍

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?