Zadant oder 1,5 Zander/ Schulimkerei

  • :thumbup::thumbup::thumbup:;)

    mmmmhhhh, da bist du nich der Erste

    Bei Dadant sind die Vorgaben wohl nicht ganz so eng ^^

    Kompensationen (hier um mit dem Messer enddeckeln zu können) an anderenSystemen, ziehen weitere Kompensationen unweigerlich nach sich... Es passt einfach nich.

    Sorry, konnte nicht widerstehen ;)


    Zum Thema: 14301 hat eigentlich schon alles gesagt. Einfach nur 8-9 Waben rein, dazu ein Schied, und schon hast ohne irgendwelche Basteleien alles, was du willst und kannst mit Platz in der Kiste arbeiten. 8 Waben Zander entsprechen der Wabenfläche von 6 Dadantwaben, auf die viele Foristen ohnehin schieden. Kannst natürlich auch alles verbrennen und neu bauen/kaufen...

  • Großwabenformat halte ich aus pädagogischen Gründen für sinnvoll, weil man das Nest in seiner Einheit besser erkennen kann

    So betrachtet wäre eine Trogbeute wie die Melifera Einraumbeute oder eine Bienenbox auch interessant.... so rein pädagogisch. Kombiniert mit Naturbau. Was habt ihr denn genau vor mit den Schülern und den Bienen?

    Deshalb auch eher Flachzargen im Honigraum oder 8er

    statt 10 System mit Ls/Za .

    8er Langstroth ist eigentlich für eine interessante alternative - vom Gewicht. Würde aber das Grundproblem nicht lösen... und ich habe das noch nirgends in Europa zu gesehen....

  • 8er LS steht u.a. unter den Flowhives von Kollegen. Bei Selbstbau egal.

    sabi(e)ne hat zB 8er DNM wegen dem Gewicht gewählt.


    ich würde LS-Flachzargen bevorzugen- wegen der Kompatibilität zu Magazinimker, DD und Nicot-Futterzargen/Böden,


    wir betreiben Gemischtladen mit DNM-HR - 10er DD/LS, 12er DNM, 11er Segeberger, Normbeuten (HB) und eine Bienenbox als Multibox (für Schwärme und für DD- und Kuntzsch-H-Ableger).

    Bienenbox (kuntzsch-h) und Einraumbeute - mit DD-H-Honigwaben!- halte ich nicht für sinnvoll.

    Wenn Lagerbeute eher wie Citybox in LS/ZA/DD als Multiableger-kasten(2-4 Ableger)

    Naturbau ist in jeder Kiste möglich.

  • Als Betreuer eine Schulimkerei nutze ich doch mal die Gelegenheit, um ein paar Anmerkungen loszuwerden.


    Zusammen mit einem Kollegen betreue ich sechs Völker an einem Berufskolleg in NRW, die Schüler sind zwischen 15 und 20 Jahre alt. Wir halten die Völker auf 10er Dadant mit Zander Honigräumen. Warum so kompliziert? Nun, wir wollten einzargige und zweizargige Brutraumführung vergleichen. Haben wir auch getan und sind bei der einzargigen Betriebsweise hängengeblieben. Ist für die Schüler viel einfacher. Die Honigräume müssen nicht so hoch gehoben werden (trotz des Alters der Schüler ist das manchmal ein Problem), die Durchsicht von maximal 8 Waben geht schneller als die von 20 Waben, genügend Platz zum Arbeiten, kein Bienengequetsche, usw.


    Wenn ich nochmal Bruträume beschaffen müsste, ich würde Zadant nehmen. Warum? Längere Ohren. Die sind für die Schüler viel einfacher, sicherer und angstfreier anzufassen als die kurzen Dadant-Ohren. Heißt auch: weniger Bienen verlieren ihr Leben. Auch lassen sich die Beuten aufgrund der oberen Leiste viel einfacher heben. Die Betriebsweise ist ja die gleiche, egal ob Dadant oder Zadant. Zander 1,5 ist schon wieder zu groß. Die Rähmchen sind sehr schwer und unhandlich. Da werden noch mehr Bienen gequetscht. Auch bei der Ablegerbildung sind die großen Rähmchen ein Problem: Wird ein Rähmchen entnommen, werden auch ca. 20 % des Volkes entnommen. Bei Zadant sind es nur 15 % oder noch etwas weniger.


    Und: Zadant oder Dadant ist wirklich kein Unterschied, ein befreundeter Berufsimker hält 400 Völker auf Zandant im Angepassten Brutraum, und das genau so wie ich die Schulvölker halte.


    Bitte bei der Rähmchenbeschaffung auf dicke Oberträger (modifiziert) achten, dann sind die Rähmchen auch ausreichend stabil.


    Viele Grüße und guten Rutsch


    Carsten

  • Hallo Kaiapo,


    ich leite an meiner Schule eine Schulbienenprojekt bzw. eine ImkerAG.

    Meine Schüler sind in der 5-9 Klasse, aber auch die Grundschulklassen schauen sich die Bienen an.

    Alle wollen dann immer mithelfen., Zargen abheben Rähmchen in die Hand nehmen....


    Ich habe Zadant genommen und wegen dem Gewicht 1/2 Zargen für den Honigraum.

    Das klappt prima. Selbst gefüllt können die Schüler die Honigräume abnehmen. Die Brutwaben sind vom Gewicht auch noch gut handhabbar. Der Brutraum wird mit dem Schied eingeengt, sodass es genug Platz hatund die Bienen nicht gerollt werden.

    Die Zargen können sehr gut gehalten werden und wenn sie zu schwer sind oder die Schüler zu klein, dann heben sie den Honigraum auch zu zweit ab.

    Zander habe ich deshalb, weil sie mit meinen Beuten kompartibel sind und ich die Griffmulden bei Dadant einfach unpraktisch finde.

    Ich bin mit der Wahl der Beuten für die ImkerAG sehr zufrieden.



    Ich imkere auch mit Zander 1,5. Die Brutwabe sind einfach zu schwer und zu hoch für Schüler. Schließlich sind 5.Klässler nicht unbedingt die größten. Zander mit einem Brutraum finde ich zu eng, wie du schon schreibst und die Honigräume viel zu schwer.


    Falls du bei Zander bleibst und auf Zadant wecheltst, brauchst du ja nur die Zanderzargen dementsprechen verlängern.


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • In einer Schulimkerei kann man auch darüber nachdenken, mit kleineren Völkern zu arbeiten.

    Dann reicht auch ein normaler Zanderbrutraum dicke aus, ohne Bienen zu rollen. Um ein Bienenvolk kennen zu lernen, reicht das aus.

  • Wir wollen aber nicht nur Biene kennen lernen sondern imkern mit allem drum und dran:

    Ableger bilden, Honig enten und vermarkten, und auch die Völker gut über den Winter bringen.

    Also starke Völker!

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • große Völker, in punkto stark streiten sich gerade einige sehr intensiv.


    Es war auch allgemein gehalten und eine Antwort auf die Eingangsfrage. Man kann und sollte halt mal darüber nachdenken, was man möchte. Das sollte keine direkte Antwort auf deine Beschreibungen sein. War vielleicht nicht ganz deutlich.


    Honigernte ist bei kleineren Völkern nicht ausgeschlossen. Ob es sich um die gewünschte Menge handelt, ist vielleicht fraglich. Ablegerbildung ist bei den heutigen Bienen wahrscheinlich sogar notwendig, wenn man nicht so große Völker möchte.


    Ein Volk mit 8 Zanderbrutwaben ist nicht zu klein zum Imkern.

  • Aus den bereits genannten Gründen (Größe, Gewicht, Handhabung) sehe auch ich Zadant als eine guten Kompromiss für die Magazinbetriebsweise. Ob man dann die Honigräume mit den bisherigen Zander-Räumen macht oder besser halbe Honigräume nimmt, die leichter zu heben sind, muss das Budget und die Größe/Kraft der Schüler/Betreuer entscheiden.

    Falls es aber nicht zu sehr darauf ankommt, dass die Schüler eine typische Betriebsweise für eine Imkerei kennenlernen, sind ganz andere Formen ohne oben liegende Honigräume (die man sonst immer abnehmen muss) vielleicht wirklich eine bedenkenswerte Alternative. Das in der Nähe liegende Ammerseegymnasium hat aus praktischen Erwägungen darauf umgestellt, obwohl der Kollege privat mit Magazinen imkert. Sie schleudern auch Honig. Die Kompatibiltät mit der Umgebung ist nicht so wichtig, wenn man keine Völker verkaufen will und selbst nachzieht.

    Kleine Völker zu halten, finde ich eher schwierig. Man müsste sich ja eine Königin selektieren, die nur wenig Volksstärke aufbauen kann. Wenn die mehr kann als ich will, muss ich ja ständig schröpfen oder sehr konsequent und gründlich Zellen brechen. So eine Königin zu finden ist auch nicht viel leichter als eine Top-Königin, da sie zusätzliche zur Wunschgröße auch noch ein besonders sanftmütiges und wabenstetes Volk regieren soll. Ich würde da eher Flexibilität bei der Wohnung schaffen als mich bei der Wahl der Königin so zu beschränken oder ständig Eingriffe zur Regulation der Volksstärke machen zu müssen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • ...und die limitiert man bei einer Königin mit mehr Potential, indem man frühzeitig die Brut einschränkt, sodass nicht zu viele künftige Pflegebienen schlüpfen. Das funktioniert nur mit eng-halten im Brutraum bei mir irgendwann nicht mehr, wenn man die Völker im Frühjahr erst noch auf sinnvolle Größe erweitern lässt. Da wird dann überall noch in die verbleibenden Lücken dazu gebaut. So viel Honigraum kann ich dann nicht geben. Das Volk so einzuschränken, dass es gar nie in die Situation kommt, mehr wachsen zu können, erscheint zumindest mir eine schwere Gratwanderung.
    Besser funktioniert es -zumindest bei mir im Schaufenstervolk- mit Schröpfen von Brutwaben samt aufsitzender Mannschaft sobald die Wunschgröße erreicht ist. Das erfordert aber ständige Entnahme während der Hauptsaison und einen zweiten Standort, um ein Zurückfliegen zu verhindern.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • 1. Trachtband bzw Trachtlücken - Von nix ist, kommt nix , die Lage ist bei Standimkerei wichtig oder man muß den Trachten folgen=Wanderung


    2. Bruttyp - Hüngler-Typ oder stark brütend - Reaktion auf Trachtlücke;

    stark brütende Völker haben entsprechenden Nektar-und Pollenbedarf- siehe Punkt 1;

    tendenziell sind die Völker mit Carnica/dunkler Biene kleiner als mit Buckfast/Ligustica


    3. Betriebsweise- Anpassung/ Beschränkung der Brutzellenzahl,

    Beschränkung des Volumen auch für HR (wie bei HB-Beuten) bedingt Schröpfung oder Erweiterung über Honigräume wie beim Magazin ;

    Schröpfen- Jungvölkerbildung - ohne Verluste kann/muß verkauft werden.