Winterverluste 2020/2021

  • Warum überhaupt mit Zucker?

    Nur wegen der gleichmäßigen Verteilung im Volk?

    Dazu gibt es doch andere Verfahren!

    Und die technischen Möglichkeiten sind auch nicht ausgeschöpft.

    Der Zucker regt wohl das Putzberhalten an und das führt zu einer Verteilung.

    Alternative wäre z.B. sprühen. Kann man machen. Entscheide ich am Behandlungstag je nach Temperatur.

    Sublimieren würde bei höheren Temperaturen auch gehen. Leider ein Zulassungsproblem.

    Bei Temperaturen unter 5° wird man aber um träufeln mit Zucker-Lösung nicht rumkommen.

  • Das wird ja eigentlich grundsätzlich gesagt, dass die Bienen OXS mit Zucker versetzt oral aufnehmen.

    Ich hatte gerade ein Online Seminar mit Pia Aumeier,( im Rahmen meiner BSV Tätigkeit muss ich ja regelmäßig Fortbildung machen, und das ging jetzt nur so).

    Die hat gesagt, es gebe seit 7 Jahren Forschung zu diesem Thema und Bienen würden OXS definitiv nicht oral aufnehmen, egal in welcher Form.

    Mir war das auch neu, und ich suche seitdem im Netz, finde aber nichts.

    Danke honigbanane für die Info. Magst Du sie vielleicht anschreiben und nachhaken ?

    Und dann hier berichten ;) ?

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Ok, weitere Verluste zu vermelden. Nach der Leeren Beute bei der Winterbehandlung heute 3 Völker abgeräumt.

    An zweien waren schon Kreuze dran. Die hatte ich an Weihnachten mit Flüssig-Futter in der Tüte und jeweils einer Futterwabe versehen. Heute dennoch leer. Bild lässt Futter-Abriss vermuten. Die ganze Ableger-Serie war ein Griff ins Klo. Von denen leben jetzt weniger als 30% inkl. unbegegatteter Königinnen und ohne Vorwarnung im Herbst leer.

    Das dritte ist eher unerwartet. War eine Schwester vom ersten toten Volk. Eigentlich wunderbar unauffällige Völker. Futter angenommen, hinreichend stark im Herbst... Alle von der Stärke her sauber eingewintert. Keines hatte auffällig viele Varroen auf der Windel.

    Aktuell habe ich damit über 10% Verluste, aber alles bei den "normalen" Ablegern. Altköniginnen von 2019 sind alle noch da. Umgeweiselte WV stehen auch gut da.

  • Ja, toll bisher...aber die heikelste Phase kommt erst...

    Ernsthaft? Jetzt können die Völker doch allenfalls noch verhungern und da kann man was tun.

    Gegen verhungern kann man was tun, klar. Aber du weißt nicht wie das Wetter wird, sie können auch immer noch vom Futter abreißen, oder der Imker kann nicht an sich halten und meint schon im Februar in den Völkern rumrühren zu müssen- nur weil er einmal ein T-Shirt anhaben konnte.

    Gezählt wird : im April.

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Auenbiene :

    Ich versuche es gerne. Allerdings ist sie meist so beschäftigt, dass man auf Antwort lange warten muss. Sollte es dieses Jahr IN unserem Verein wieder Anfänger Präsenz - Kurse geben (ok, war wahrscheinlich ein schlechter


    Scherz🙄) sehe ich sie aber öfter persönlich und kann dann auch noch mal nachhaken.

  • Hallo zusammen,


    ich hatte leider weniger Glück bzw. können und mir sind 4 von 5 Völkern eingegangen. Momentan bin ich auf Spurensuche und vermute es war die Spitzmaus (leider kein Gitter oder Keil im Flugloch gehabt - oh man bin ich ein Vollidiot), da zumindest bei den 3 Segeberger Böden mit hohen Einflugloch (ca. 2 cm) viele geteilte bzw. ausgehölte Bienen auf dem Gitter lagen.

    Ein ehemals sehr kräftiges Volk mit einem flachen segeberger Einflugloch (ca 5 mm) sahen die toten Bienen sehr viel frischer aus. Alle Völker hatten ausreichend Futter in den Beuten (> 20 kg) und sollten auch in der Wintertraube gut ans Futter gekommen sein. Ich hatte im Spätsommer zwei Varroa-Behandlungen mit Ameisensäure und Schwammtuch durchgeführt. Anhängend Bilder von den Böden und dem Totenfall. Vielleicht kann der ein oder andere was dazu sagen und mir helfen die Ursache zu finden.


    Danke,


    Benjamin

  • Hallo bienenherz, das ist natürlich ein Schlag ins Kontor, tut mir leid. Die Spitzmaus kann Schaden anrichten, daran geht ein normalstarkes Volk aber nicht zugrunde. Die Ursache kann man aufgrund der mitgeteilten Informationen nicht feststellen. War z.B. Brut vorhanden? Hast Du die Toten Bienen auf Varroa untersucht (durch auswaschen)?

  • Hallo Benjamin,

    das ist echt heftig - auch mein Beileid. Wie Georgie schreibt, es braucht mehr Info.

    Kannst Du Dir die Waben noch mal in aller Ruhe anschauen, Wabe für Wabe. Wenn Du so

    durchschaust : sieht das bei allen Völkern ähnlich aus ? Dann ein Volk auswählen, alle Waben

    oder zumindest die des Brutnestes fotografieren und hier einstellen. Wäre jetzt mein Vorschlag.

    Die Reihenfolge der Waben beim Anschauen nicht verändern.

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Ja, schon mal vielen Dank. Ich bin auch sehr traurig darüber.

    Ein erstes Auswaschen hat pro 100 Bienen eine Milbe ergeben. Bisher habe ich aber nur ein Volk getestet.

    Das Fotografieren der Waben werde ich dann in den nächsten Tagen nochmal machen und auch die weitere Analyse des Milbenbefalls.

    Grüße, Benjamin

  • Wo stehen die Bienen?

    Wann wurde mit AS behandelt ?

    Hast Du vorher und nachher den Varroafall kontrolliert ?

    Wann und womit hast Du eingefüttert ?

    Hast Du eine Restentmilbung im Winter durchgeführt ? Kontrolle ?

    Das sollte man schon wissen, um Dir weiterhelfen zu können.

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Bekannt ist auch, dass solchermaßen geschwächten Bienen, die Oxalsäure Träufelung dann oft noch den Rest gibt. Die in Zuckerlösung aufgelöste Oxalsäure zwingt die Bienen zur .....

    .........

    Mir war das auch neu, und ich suche seitdem im Netz, finde aber nichts.

    Hallo honigbanane,


    im aktuellen Bienenjournal 3/2021 steht auf Seite 47 bei "Fragen und Antworten" eine Äusserung von Dr.Marika Harz von der LWK NRW.

    Sie schreibt, dass man davon ausgehen könne, daß Bienen nur geringe Mengen von Oxalsäure tatsächlich auflecken, da Oxalsäure bei oraler Aufnahme schon in geringen Mengen zu hoher Sterblichkeit führt. Bei einer Träufelbehandlung habe man in Feldversuchen nur einen geringen Totenfall beobachtet; somit sei eine orale Aufnahme für die Wirkung gegen Varroa ohne Bedeutung.

    LG Andreas

  • Hallo Auenbiene,


    - die Bienen stehen in Berlin-Wilmersdorf.

    - Varroa Behandlung 1: Ende Juli

    - Varroa Behandlung 2: Ende August

    - Den Befall habe ich nicht kontrolliert - nicht danach und auch nicht davor.

    - Einfütterung mit Zuckerwasser 3:2 bis Ende September

    - Keine Restentmilbung und Kontrolle


    Mich verwundern die vielen halbierten Bienen in den Beuten mit großem Eingang. Dazu nochmal ein Detailfoto.