Winterverluste 2020/2021

  • Hallo`le zusammen

    Ich muss es loswerden.Ich bin einfach nur stolz auf mich!!! Bis jetzt haben alle Völker überlebt und alle tragen schon mächtig Pollen ein.4 Ableger ,1 Schwarm vom letzten Jahr,und 3 Wirtschaftsvölker. 3 Jahre lang habe ich meine Behandlung immer mit Ameisensäure durchgeführt. Letztes Jahr bin ich dann auf "Teilen und Behandeln" umgestiegen.Ich weiß der gute Hr. Liebig ist nicht bei allen Leuten beliebt,doch diese Art der Behandlung finde ich persönlich gut.Dieses rumgefrickel mit der Ameisensäure hat mich schon immer angek.......!!!! Mal passte dieses nicht ,mal passte jenes nicht.Probiert es einfach mal aus.


    Schönen Tag noch

    Gruß H

    "Teilen und Behandeln" bekommt hier unter dem Kürzel "TBE" (Totale Bauerneuerung/Totale Brutentnahme) auch sehr viel Zuspruch.


    Ich vermute mal, dass Herr Liebig das Ding auch nicht erfunden hat. Ansonsten darf ich natürlich gerne ans Kreuz genagelt werden. Manche haben glaube ich mit seinen Dogmen so ihre Probleme und seinem Versuchsaufbau, wenn es um "wissenschaftliche Nachweise" geht. :)


    Es freut mich, dass alle deine Völker bis jetzt gut durch den Winter gekommen sind, das möchte ich nächstes Jahr auch hinkommen!

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ich möchte nur zum Nachdenken anregen.

    Aber Teilen und Behandeln ist die schlechtere Variante von einer TBE.

    Nur weil ein Jahr eine Behandlung funktioniert, heisst es nicht, dass sie immer gut sein muss. Schwankungen des Varroabefalls innerhalb der Völker, des Standes oder der Umgebung beeinflussen das sehr.

    Ich habe TuB mehrere Jahre ausprobiert und im Durchschnitt 75 % des Varroabefalls bei hohem Befall der Völker, und bei schwachen Ausgangsbefall bis max. 85 % entfernen können.

    So kann ich nur empfehlen, sich nicht komplett auf die TuB zu verlassen.

    Nur zum Nachdenken, keine Kritik.

  • Oha, das ist nicht Deckungsgleich? Dann werde ich bei diesem Thema einfach mal die Klappe halten für die nächsten 5 Jahre.:)

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • OK,was ich jetzt nicht wollte ist hier eine Grundsatzdiskussion lozutreten.Ich weiß dass es auch Nachteile bei der TuB geben kann.Aber das wird wohl bei allen Maßnahmen der Fall sein, bei dem man versucht die Varroa zu bekämpfen.Egal wie man es macht ,fest steht,ich werde keine Ameisensäure mehr verwenden!Für mich ist dieser Weg im Moment der Beste.Also bleibt entspannt und hackt nicht immer auf dem Liebig so rum.Soll heißen ,dass man kritisch mit seinen Erkenntnissen umgehen kann aber nicht muß.Ohne Zweifel ,er ist jemand der uns die Bienen näher gebracht hat.Besonders für Anfänger keine schlechte Wahl.Nun ist es aber genug.Danke nochmal und einen schönen Samstag

    Gru H 8)

  • Moin aus dem schönen frühlingshaften Norden!

    Würde gern mit Euch fachsimpeln.

    Hatte ja berichtet, dass ein Volk tot ist.

    War eine Brutscheune aus der TBE 2020/07.

    Bei der Blockbehandlung im September gehörte es zu den unauffälligtsen, in Bezug auf den Varroabefall. Im Dezember zu den auffälligen.

    Ist nun zwischen Ende Dez. bis heute eingegangen.

    Habe heute die Beute zerlegt und gereinigt. Waren 16 ! Futterwaben drin. Alles von voll bis nur 1/4 gefüllt. Der Rest von 22 DNM Rähmchen, waren leere und 2 Brutwaben.

    Es war noch verdeckelte Brut vorhanden. Schlupfreife Bienen drin. Lückenhaft.

    Einfütterungsgewicht waren 42 kg, 2-zargig Segeberger.

    Ich vermute nun Varroaschaden. Zuwenig gute Winterbienen gezogen.

    Aber eventuell auch "überfüttert"?

    Dadurch zuwenig Platz für Brut?

    Was meint Ihr?

  • Ach und NULL Pollenbretter im verstorbenen Volk.

    Das macht mir Sorge, im Bezug auf die verblebenen Völker.

    Hier blüt noch nicht :(

    Dachte ich auch und trotzdem kamen heute schon die ersten Sammlerinnen mit Pollenhöschen zurück, weiß der Kuckuck wo sie das herholen. Es soll ja noch eine Woche so bleiben, da wird es auch in Ratzeburg losgehen, keine Sorge. Übrigens glaube ich nicht an Überfütterung. Ein Ableger hatte sich auch bei mir irgendwann kahlgeflogen. Lagen denn bei Dir tote Bienen in der Beute? Sicher nicht, dann Varroa + Viren. VG

  • Habe meine Stockkarten von letztem Jahr durchforstet um herauszufinden wo mir evtl. ein Fehler am Volk unterlaufen ist. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei diesem Volk die letzte von 3 Schleuderungen nicht durchgeführt habe. Da bei uns letztes Jahr die letzte Schleuderung feinster Tannenhonig war, vermute ich dass daher die Kotprobleme kommen. Man soll ja nicht auf Tauhonig überwintern.

    Hallo Ritzbert,

    diese mögliche Ursache ging mir auch durch Kopf bei Deiner Erzählung. Laut Berichten eines Bekannten hattet Ihr teilweise bis Mitte August Waldtracht. Falls Du mit AS behandelt hast, hat das

    Vorhandensein von offenem Futter ( Tannenhonig ) die Wirksamkeit Deiner Varroa Behandlung

    herabgesetzt. Eventuell war auch das Brutnest eingeschnürt ( Winterbienen Aufzucht ), denn es hat wirklich gut gehonigt bei Euch.

    Bekannt ist auch, dass solchermaßen geschwächten Bienen, die Oxalsäure Träufelung dann oft noch den Rest gibt. Die in Zuckerlösung aufgelöste Oxalsäure zwingt die Bienen zur oralen Aufnahme und schädigt ihren Darm. Ihren Darm, der eh schon am rödeln ist wegen des Tannenhonigs und fehlender Abkot Möglichkeit .

    Die Schwarzwälder kennen das Problem. Frag‘ doch mal ältere Kollegen, wie sie solche Völker

    im Frühjahr saniert haben. Dann weist Du schon mal, was Du tun kannst , sollte Dein Volk durch-

    kommen. Viel Glück !

  • @Auenbiene, vielen Dank. Ich habe sowieso vor, mich im Imkerverein dieses Jahr anzumelden, dann kann ich direkt mal bei den Kollegen nachfragen.

    Ich denke dass es wirklich an dem Tauhonig lag. Meine restlichen 9 Völker, bei denen ich den Honig Ende Juli abgeschleudert hatte, haben keine Probleme.

  • Ist wirklich toll, dass es bis jetzt nennenswerte Winter-Verluste in 20/21 nicht gab.

    Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. (Arthur Schopenhauer)

  • Bekannt ist auch, dass solchermaßen geschwächten Bienen, die Oxalsäure Träufelung dann oft noch den Rest gibt. Die in Zuckerlösung aufgelöste Oxalsäure zwingt die Bienen zur oralen Aufnahme und schädigt ihren Darm.

    Das wird ja eigentlich grundsätzlich gesagt, dass die Bienen OXS mit Zucker versetzt oral aufnehmen.

    Ich hatte gerade ein Online Seminar mit Pia Aumeier,( im Rahmen meiner BSV Tätigkeit muss ich ja regelmäßig Fortbildung machen, und das ging jetzt nur so).

    Die hat gesagt, es gebe seit 7 Jahren Forschung zu diesem Thema und Bienen würden OXS definitiv nicht oral aufnehmen, egal in welcher Form.

    Mir war das auch neu, und ich suche seitdem im Netz, finde aber nichts.