Winterverluste 2020/2021

  • Moin Moin,


    irgendwie habe ich bis dato noch keinen Threat zu den Winterverlusten für den Winter 2020/2021 gefunden - also starte ich diesen dann mal.


    Bis dato 3 Verluste - 2 Weisellos und auf andere Völker aufgesetzt im Oktober und ein Volk gestern tot aufgefunden mit nur noch einer Handvoll Bienen drin - klassischer Varoaschaden also. Futtersituation bei den anderen Völkern ist in Ordnung, liegt aber wohl auch an den zig Senffeldern im näheren Flugkreis. Bei guten Wetter und über 10 Grad werden noch massig Pollen eingetragen.


    Wenn der Threat irgendwo doch schlummern sollte, meinen dazufügen :)


    LG

  • Der Winter hat doch erst begonnen. Also zumindest hier...🤔

    Solche Umfragen machen erst ab April Sinn und natürlich wäre zumindest noch die Gesamtanzahl der Völker interessant

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Ich habe kürzlich die Behauptung gehört: «Was jetzt noch lebt, erlebt den Frühling». Würde ich so absolut nicht unterschreiben; denke auch, dass die Abrechnung erst im April gemacht werden sollte. Letztes Jahr hatte ich meinen ersten Winterverlust überhaupt: Futterabriss in einem Kleinstvolk in der einen wirklich kalten Woche, die wir hier hatten. Heuer sieht es bislang gut aus. Zwei Völker mussten im Spätsommer aufgelöst werden, aber das rechne ich nicht als Winterverlust (einmal keine Rückkehr vom Begattungsflug und einmal nicht in die Gänge gekommen), da ich bei beiden Völkern nicht einmal ans Einwintern denken konnte. Die übrigen Völker (sieben «grosse» und sieben «kleine») leben noch. Eine definitive Aussage werde ich in drei Monaten machen können. Mich packt schon wieder ein bisschen das Fieber … ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Bei der heute durchgeführten Winterbehandlung habe ich mir einen Eindruck vom Zustand der Völker und Ableger machen können. Das Schlechte zuerst, ein einzeln stehender Ableger ist kahl geflogen. Die auf zwei Zargen DNM überwinternden 7 WV. sehen gut aus, sie belagern 6-8 Wabengassen. Ein Ausreißer ist dabei, dieses Volk belagert 10 Wabengassen über beide Zargen. Es war mir schon in der Heide aufgefallen weil es Anfang September noch 8 Brutwaben hatte aber auch die größte Honigmenge. Die Ableger überwintern auf zwei Zargen mit je 6 Waben DNM. Diese belagern 4-6 Waben. Der Milbenfall vor der Restentmilbung lag bei den WV zwischen 1- 3 Milben pro Tag. Totenfall auf dem Gitterboden ist so gut wie nicht vorhanden, wohl auch wegen der milden Witterung vor Weihnachten. Somit sehe ich den Frühjahr optimistisch entgegen. VG Jörg

  • Im Späten Sommer musste ich zwei Verluste bei den späten Ablegern verbuchen. Waren einfach eines Tages leer... bzw. nur noch Vespen in der Kiste.

    Bei der Behandlung vor 2 Wochen einen weiteren Verlust verbucht. Einer der bisher stärkeren Ableger. Viele tote Bienen auf dem Boden...

    Harren wir der Dinge die noch kommen mögen....

    Futter wird dieses Jahr spannend... Erste Notfütterungen eingeleitet. Das leichteste Volk hatte laut Wage nur noch rund 2kg....

  • Bei der Winterbehandlung vor einer Woche waren alle sieben von sieben Völkern normal stark bis stark (6-8 Dadantwabengassen besetzt, kurz nach Sonnenaufgang und bei 0 Grad). Milbenfall eine Woche nach der Träufelbehandlung ist auch in Ordnung - liegt bei allen zwischen 0 und 20 Milben, nur ein Ausreißer mit knappen 50.
    Sorge macht mir der Futterstand. Einige Völker haben offenbar sehr lange gebrütet und ihr Futter quasi direkt in Brut umgesetzt. Habe jetzt zwar noch einige Futterwaben zugehängt, aber ist trotzdem kein gutes Gefühl. Da muss man dieses Jahr wirklich aufpassen.
    Habe mich gefragt, ob das auch an der Fütterung mit Apifonda/Futterteig liegen kann? Habe das dieses Jahr das erste Mal so gemacht, nach der Honigernte hat jedes Volk einen großes Block bekommen (ca. 12,5 kg). Sie haben es gut abgenommen, aber nach meiner Beobachtung nichts davon eingelagert. Später haben sie dann noch Futtersirup bekommen, aber offenbar nicht genug. Wie sind eure Erfahrungen dazu?

  • Bei welcher Temperatur zählt ihr die Wabengassen? Als ich am 21.12.2020 behandelt habe hatte es 2 Grad und alle Völker hatten 4,5 bis 5,5 Waben Zandant besetzt. Mit besetzt meine ich dicht besetzt. In allen Völkern waren neben den besetzten noch leicht besetzte Gassen.

  • Guten Abend zusammen!


    Nachdem ich in den letzten Jahren wiederholt dies` unerfreuliche Thema eröffnet hatte, kann und möchte ich mich hiermit in`s bestehende einklinken.


    Ich OS-te bereits am 26.12. bei ca. 3-4°C und es bot sich mir im Schnitt folgendes Bild:


    40211829rs.jpg


    Auch ein paar Bomben, teils noch `nen Ticken dicker als


    40211825kz.jpg


    waren dabei, ebenso ein paar unterdurchschnittliche Völker, hier beispielhaft zwei der eher schwächeren:


    40211826vj.jpg


    40211827jz.jpg

    .

    Nach den Ergebnissen der letzten ... tatsächlich 5 Jahre bin ich erstmals seit Ende `14 / Anfang `15 wieder vollkommen zufrieden und gehe äußerst zuversichtlich *klopf auf Holz* in das Imkerjahr 2021.


    Was habe ich anders gemacht als in den letzten (+/- 5) Jahren:

    - Sehr viel vermehrt

    - AS-Schwammtuch

    und / oder (!)

    - OS-Sprühen im Sommer bei allen Einheiten, sofern phasenweise brutfrei und bereits abgeerntet.


    Interessant in dem Zusammenhang ist, dass es keinen für mich erkennbaren Unterschied zwischen TBE-ten Völkern mit 1x OS und den Altvölkern, TBE-ten Völkern und Schwärmen mit 1x OS und X x AS gibt.


    Optimistische Grüße und allen schon einmal einen guten Rutsch!

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!