Winterverluste 2020/2021

  • Wenn Dein Auto keinen Sprit mehr hat, bleibt es auch stehen und fährt nicht mehr in die Werkstatt. :roll:

  • .....deshalb finde ich es blöd, wenn man Anfängern sagt sie müssen bis April die Beuten zulassen, wie hier des öfteren schon geschehen

    Beim Wiegen kann man die Beute zulassen. Einen Futterabriss passiert in einer längeren Kältephase, da schaut man besser auch nicht nach (wiegen nützt aber auch nichts).
    Wir haben Februar... zwischen "bis April zulassen" und heute ist noch der ganze März um mal reinschauen.

    ...bei Unsicherheit lieber einmal zu viel als zu wenig [nachsehen].

    ..sehe ich nicht so. Die meisten Dinge passieren nicht von heute auf morgen, ohne dass man von außen was bemerken kann. Ich wiege, ab und an Klopfprobe (ich weiß, mag nicht jeder) und kucke durch das Mäusegitter nach Totenfall. Ansonsten erfreue ich mich am Reinigungsflug bis zu stabilem Wetter im März.


    s.

  • ....und wenn du dann meinst etwas zu bemerken, was machst du dann?

    Um diese Zeit legt man ja auch das Wärmebrett rein, dann kann man auch kurz nach dem Futter sehen. Ich spreche nicht von Bienen zählen oder Brutwaben ziehen etc.


    Grüße Grete

  • Grete : Sorry, ich bin auch so einer der empfiehlt, die Finger im Winter von den Bienen zu lassen. Ich meine das jetzt nicht böse, aber so mancher Anfänger spielt die Bienen kaputt bei solchen Aktionen. Wenn es richtig kalt ist kannst Du bestenfalls noch flott einen Zuckerpack oben auflegen, aber meist muß das nicht sein und das sollte man nach einiger Zeit vom Gewicht abschätzen können. Jedes Öffnen, wenn es richtig kalt ist, stört und verkühlt Bienen und Brut. Der Eine denkt dann, daß man da ja noch schnell ein Wärmebrett einlegen könnte, aber ehrlich, dann sollte man doch schnell noch den Boden säubern. Dann könnte man noch die Futterwaben ans Brutnest ranrücken, vielleicht ein wenig einritzen. Dann muß ich schon die eine oder andere Wabe ziehen, aber ist ja nicht so schlimm ich habe ja meinen Alpakapullover unter der Kanadischen Daunenjacke an, dazu die Skifunktionswäsche drunter, alles gut.

    Ich finde zum Imkersport gehört, wie beim Sportschießen, auch mal ruhig bleiben und auf den richtigen Moment warten. Im Herbst alles richtig machen und dann abwarten und im Frühen Frühjahr gespannt sehen, was passiert ist. Erfordert höchste Disziplin, ist aber eine und gehört dazu. Und dann Stolz sein, wenn es die meisten geschafft haben weil man sie richtig vorbereitet hat.

    Bitte sei mir deshalb nicht böse.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ...ich bin dir doch nicht böse.

    Ich habe extra geschrieben reinschauen nicht zerpflücken und ich meine bei solchen Temperaturen wie aktuell 16-18°.

    Ein Volk braucht bei großen Eingriffen vier Tage bis es wieder richtig in der Spur ist, das haben Studien gezeigt, deshalb immer ob Sommer wie Winter die Eingriffe so gering wie möglich halten.

    Ein Anfänger wie ich hat noch kein Gespür dafür ob beim anheben der Beute noch genug Futter drin ist. Wenn ein kurzer Blick dann helfen kann, warum nicht? Ist allemal besser als ein verhungertes Volk. Bin ich da so falsch in meiner Einschätzung?

  • So selten wie möglich, aber so oft wie nötig.


    Es ist klar, dass viele Störungen meistens nicht helfen, sondern mehr schaden.

    Aber genauso klar ist es, dass Anfänger normalerweise nicht die Erfahrung haben können, und genau wissen, was an Futter ausreicht und ob die Völker gut vorbereitet sind. Wie sieht ein Volk aus, welches weisellos ist... etc.


    Gib den Anfängern 1 mal im Monat frei um den Deckel zu lüften. Und lass das Wiegen..... du willst auch nicht, dass man deine Wohnung an einer Seite anhebt. Und Bienen sind vibrationsempfindlich und du bewegst die ganze Traube. Und dann weißt du immer noch nicht, ob das Futter an der richtigen Stelle sitzt.


    Ich sag meinen Anfänger unter 10 Grad sollte man nicht öffnen. Aber wenn die Temperatur, wie jetzt bei 17 Grad ist, dann lieber einmal schauen und ggf. auch bei einem toten Volk die Beute verschließen oder sofort abräumen.


    Bienenköniggibmirhonig

    Sorry, aber bei dir hört es sich so an, dass Anfänger jeden Tag alles aufreißen und durchsehen würden. Aber die meisten sind doch sehr verständig. :)

  • .....deshalb finde ich es blöd, wenn man Anfängern sagt sie müssen bis April die Beuten zulassen, wie hier des öfteren schon geschehen. Ich glaube es ist allen klar, nicht aus Spaß an der Freude zu schauen, aber bei Unsicherheit lieber einmal zu viel als zu wenig.


    LG Grete

    das hat mir letztes Jahr nach 2,5 Wochen Dauerregen zwei Ableger vor dem Verhungern bewahrt

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Ja und ja, die meisten sind verständig und die anderen schreiben hier regelmäßig was sie alles machen wollen, begründen und argumentieren bis sie hier jemanden finden der sagt: ja.

    Grete : Ganz einfach, Du hebst eine Seite zwei cm hoch. Wenn Du jetzt denkst: Ach du Sch....., iss das schwer, ob das Imkern wirklich was für mich ist, nächstes Jahr kleinere Kiste und leichtere Bienen, dann ist alles gut. Denkst Du: Ach, das ist ja leicht, warum haben die sich alle so, dann solltest Du hellhörig werden. Allerdings solltest Du dann den Zuckerpack schon neben dir liegen haben.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang, der sich freut, daß nicht jeder gleich beleidigt ist wenn ich was sage

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Tut mir voll leid Bienenherz :(

    Die genauen Ursachen kann ich leider auch nicht sagen.

    Nur Einiges ausschließen:


    Auenbiene :

    Wespen würden eben nicht den Kopf mitnehmen, der enthält am wenigsten Protein.


    Man kann oft beobachten, das sie VOR der Beute langsame oder geschwächte Bienen attackieren und dann den Kopf abbeißen, den Abdomen auch und somit meist nur den Thorax wegschleppen.

    Sozusagen das Filetstück mit höchsten Eiweißgehalt. Zweite Wahl ist denn der liegengebliebene Abdomen. Der Kopf weht dann oft schon durch den Wind weg.


    Das passiert im SEPT OKT NOV


    Das ist in der Beute aber sehr untypisch.

    Wespen schließe ich diesem Fall als Todesursache aus.


    uuuuund :


    Sogenannte "Erdwespen" gibt es als Spezies so nicht, nur umgangssprachlich.

    Übeltäter ist die deutsche oder gemeine Wespe, beide Kurzkopf.

    Nisten teilweise auch unter der Erde. Keine "Erdwespe".


    Kopf hoch Bienenherz und genaue Notizen führen.

    Die Lösung wird hier bestimmt noch geschrieben.


    LG

    Hulki

  • Hallo miteinander,


    bei mir haben alle Völker 3/3 überlebt. Es summt und brummt unablässig, tragen rote und gelbe Pollen ein, daß sie kaum noch durch das Loch krabbeln können:). Bevor es wieder kalt wird kommt das Wärmebrett rein und dann schau ich auch kurz nach dem Futter.


    Grüße Grete

    Kann ich bestätigen: 3/3 leben und fliegen als wäre Vollfrühling!

    Bei 2en sind die Gewichte i.O.

    Bei 1nem muss ich mal nachsehen + ggf. etwas nachfüttern.

  • Keine Waben von dem Volk für andere Völker verwenden.

    AFB und persönliches Reinlichkeitsempfinden mal außenvor, hast du Beweise dafür, dass Viren oder Krankheiten übertragen werden könnten? Ich lasse mich gern eines besseren belehren.

    Einen kleinen Ableger von mir hat es Ende Januar leider auch erwischt.

    Was heißt bei dir "klein"? Bei mir sind leider auch zwei Jungvölkchen eingegangen, ich gehe ebenfalls von einer zu kleinen Einwinterungsstärke aus und werde Ende kommende Saison darauf achten, dass es auf DNM 1.0 wenigstens 5 Wabengassen sind (7 mit Rand-Gassen) bzw. äquivalent Bienenmasse auf DNM 1.5.

    fest steht,ich werde keine Ameisensäure mehr verwenden!Für mich ist dieser Weg im Moment der Beste.

    Es ist glaube ich ganz gut, zumindest ein wenig AS noch für alle Fälle parat zu haben, falls du trotz allem doch mal eine Notbehandlung machen musst. Die Varroa-Belastung erhöht sich schleichend, am Anfang kaum merklich, und plötzlich ist sie da. Wir machen dieses Jahr voraussichtlich ab Mai regelmäßige Befallsdiagnosen, ich möchte auch gern möglichst selten AS einsetzen, aber im Notfall ist es ein gutes und verlässliches Mittel.

    Die Erstbehandlung kam offenbar zu spät,

    Juli/August sind eigentlich die Standard-Zeiträume oder?


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Ich habe keine Beweise. Logisch betrachtet würde ich aber kein Risiko eingehen wegen den Paar Euro und lieber frisches Futter reichen. :daumen:

  • Ein Anfänger wie ich hat noch kein Gespür dafür ob beim anheben der Beute noch genug Futter drin ist. Wenn ein kurzer Blick dann helfen kann, warum nicht? Ist allemal besser als ein verhungertes Volk. Bin ich da so falsch in meiner Einschätzung?

    Wenn das Anheben der Beute dem Anfänger nicht ausreicht, weil angeblich kein Gespür dafür da ist, wie soll der " kurze Blick" dann aussehen, um sinnvoll abzuschätzen, wie viel Futter im Volk ist? Den Anfänger möchte ich sehen, der mit einem Blick von oben auf die Waben, den Futterbestand korrekt einschätzt.

    Die Anfragen zu Notfütterung haben sich in den letzten Jahren stark gesteigert und da frag ich mich, was läuft da schief, wenn es anscheinend mittlerweile Standardprozedur geworden ist.

    Juli/August sind eigentlich die Standard-Zeiträume oder?


    Schöne Grüße - Matthias

    Im Ausgangspost ist von Ende Juli als Erstbehandlung die Rede. Würde ich auch als zu spät einordnen.