Gläser-Dilemma

  • zu Blue Seal lies mal im Forum, da gabes schon Threads, ohne das man hier nochmal alles wiederholen muss.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Oder, man hat eine Tochter, die um jeden Abfall, um jedes Stück Plastik kämpft. Speziell für das junge Freitagspublikum werde ich eine Serie auflegen, abgefüllt in gebrauchte Marmeladengläser. Frei nach dem Motto, alternativer geht’s nicht, natürlich mit der Zusatzinfo, daß kein Strom zur Ernte verwendet wird und ein Sonnenwachsschmelzer eingesetzt wird. Centbeträge oder nicht, es geht ums Prinzip.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Fehlt noch der Hinweis "von glücklichen Bienen aus der Freilandhaltung".

    Irgendwie muss man sich ja von den anderen Imkern abgrenzen die Ihre Bienen in der Massentierhaltung in so enge Kisten sperren. ;)

  • Hallo, also wenn Nachhaltigkeit so wichtig ist, dann bleibt eigentlich nur das DIB Glas. Neutralgläser die den direkten Umkreis des Imkers verlassen, landen im Glascontainer. DIB Gläser haben die Chance bei eine anderen Imker wieder ihren Dienst zu tun.

    Bis bald

    Marcus

  • Markus: Die einfachen Neutralgläser kommen bei mir auch zurück und zum DIB-Glas gibt es von mir eine mehrseitige Abhandlung, die willst Du nicht lesen.

    OnkelHugo: Nicht ganz falsch. Ich propagiere, daß meine Stände nicht mehr als 16 Völker aufweisen, auch meine Wanderstände nicht. Das ist gut für die Insektengemeinschaft, für die Bienen und für den Genius loki, also der anderen Imker in der Gegend. Und für mich ist es auch praktischer, weil ich den Stand noch bearbeiten kann.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Wolfgang,

    DIB-Glas gibt es von mir eine mehrseitige Abhandlung, die willst Du nicht lesen.

    also ich würde die schon gerne lesen.

    Die einfachen Neutralgläser kommen bei mir auch zurück

    dann haben sie deinen Umkreis nicht verlassen....beim Weihnachtswichtel hatte ich mal ein wunderschönes Glas, worauf Bayrischer Honig geprägt war, Rücksendung wäre zu teuer gewesen, also Glascontainer.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Einfache Neutralgläser sind doch praktisch überall im Umlauf. Selbst wann man sie nicht nutzt, kennt man doch so gut wie immer jemanden der sie brauchen kann. In meinem Umkreis werden jedenfalls deutlich mehr Neutralgläser als DIB Gläser verwendet. Letztere gebe ich sogar über mehrere Ecken weiter, da sie in meinem Bekanntenkreis nicht genutzt werden.

  • Einfache Neutralgläser sind doch praktisch überall im Umlauf. Selbst wann man sie nicht nutzt, kennt man doch so gut wie immer jemanden der sie brauchen kann. In meinem Umkreis werden jedenfalls deutlich mehr Neutralgläser als DIB Gläser verwendet. Letztere gebe ich sogar über mehrere Ecken weiter, da sie in meinem Bekanntenkreis nicht genutzt werden.

    Ist hier ähnlich. Ich bekomme meine Neutralgläser, DIB-Gläser und auch andere Neutralgläser gleichermaßen zurückgebracht.


    Die fremden Neutralgläser nutze ich oft selber, die DIB Gläser gebe ich weiter.


    Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Neutral und DIB Glas.

  • Hallo Rene,


    Deine Pro- und Contra-Liste ist vielleicht auch eher subjektiv, was natürlich völlig ok ist.

    Aber aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich sagen, dass man TO-Deckel kein zweites Mal verwenden kann/sollte, zumindest nicht in realistischen Mengen.


    „Echte“ Wiederverwertung und mögliche Nachhaltigkeit hast Du eh dann, wenn Du Pfand verlangst! Das kannst Du natürlich auch beim TO-Glas machen und dann an die Deckel entsorgen. Bei 125gr-Gläsern dürfte das aber kostenmäßig gar keinen Sinn machne. Bei mir gehen auf die 250gr-Gläser im regelmäßigen Verkauf kaum.

    Ich habe die Neutral-Gläser und verlange Pfand. Gibt kaum Nachfragen, eher Lob - und aus der Erfahrung würde ich sagen, dass quasi 99 Prozent der Deckel wieder verwendbar sind. Wenn mal einer draufgeht, liegt es an mir...

  • Hallo, also wenn Nachhaltigkeit so wichtig ist, dann bleibt eigentlich nur das DIB Glas. Neutralgläser die den direkten Umkreis des Imkers verlassen, landen im Glascontainer. DIB Gläser haben die Chance bei eine anderen Imker wieder ihren Dienst zu tun.

    Bis bald

    Marcus

    DIB Glas in allen ehren, es hat seine Berechtigung und es steht eine Marke dahinter die dem Verbraucher bekannt ist. Für mich fehlt aber ein Wiedererkennungswert für den Imker. und wie ich schon geschrieben haben, komme da (perspektivisch) andere Produkte hinzu und ich will da eine Marke aufbauen. Da passt das DIB-Glas nicht in Konzept.

    Daher war quasi von Anfang an raus.


    Deine Pro- und Contra-Liste ist vielleicht auch eher subjektiv, was natürlich völlig ok ist.

    Aber aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich sagen, dass man TO-Deckel kein zweites Mal verwenden kann/sollte, zumindest nicht in realistischen Mengen.

    Natürlich ist die eher subjektiv. Geht ja um mein Subjekt 8o

    Nach meinem Informationsstand sollte man her sagen, man sollte den TO-Deckel nicht mehrfach in Verkehr bringen...

    Ich könnte die dann Omma/Mamma/Tantchen als Ersatz für die Selbstverbrauchs-Marmeladenproduktion schenken. Dann werden zu mindestens einige noch weiterverwendet.

    „Echte“ Wiederverwertung und mögliche Nachhaltigkeit hast Du eh dann, wenn Du Pfand verlangst! Das kannst Du natürlich auch beim TO-Glas machen und dann an die Deckel entsorgen. Bei 125gr-Gläsern dürfte das aber kostenmäßig gar keinen Sinn machne. Bei mir gehen auf die 250gr-Gläser im regelmäßigen Verkauf kaum.

    Pfand sehe ich zwiespältig...

    Ist ne echte Option, solange die Vermarktung nur über mich und kleine Wiederverkäufer läuft. Habe ich latent im Hinterkopf, das ich da noch ne Entscheidung brauche.... Aber das wird frühestens mit der ersten Abfüllung 2021 festgelegt.

    Die 125g Gläser habe ich kurzfristig eigentlich nur besorgt um Give-Aways verteilen zu können. Verkaufen sich aber auch gut - aber nicht als Verbrauchswaren an die Käufer, die verschenken die selber weiter. Da ich nächstes Jahr eine erheblich größere Menge an Honig vermarkten will ist das förderlich für den Bekanntheitsgrad.

    250g verkaufen sich bei mir ziemlich gut. Kommen nicht ganz an die 500g ran, aber ich habe bewusst gleichviel oder mehr auf 250g abgefüllt, damit ich mehr Reichweite bekomme. Die Ressourcen sind begrenzt, dann bekommt halt nicht (jeder) soviel wie er gerne hätte.... Ist halt exklusiver Honig...

    Ich denke auch ich werde zum verteilen nochmal eine Nummer kleiner ergänzen - so 50-80g Mini-Gläschen. Gibs ja auch vom DIB.


    Danke allerseits. Der Imput und die Denkanstöße waren echt Hilfreich! Ich denke meine Fixierung auf die Standard-Neutralgläser wurde vaporisiert...

    Jetzt habe ich wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben... ich geh dann mal Zargen Streichen....

  • Die TO-Deckel können nicht so schlecht sein wie ich hier gelesen habe.

    Wir kochen relativ häufig ein und verwenden auch die Deckel häufiger.

    Ich kann mich nicht erinnern, dass solche Konserven verdorben wären weil sie Luft gezogen haben.

    Für Honiggläser habe ich neue in einer bestimmten Farbe gekauft und werden nur dafür verwendet.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Die TO-Deckel können nicht so schlecht sein wie ich hier gelesen habe.

    Es werden übrigens unterschiedliche Deckel angeboten (z.B. ohne PVC und Weichmacher oder mit höherer Hitzebeständigkeit).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Die Deckel werden wieder eingeschmolzen und landen so wieder im Kreislauf.

    Ist das wirklich so?

    Ich denke, die meisten Deckel landen entweder gleich im Restmüll oder im so genannen "Gelben Sack". Und damit landet gut die Hälfte doch wieder nur in der Müllverbrennung oder dient als Heizmaterial für Zementwerke, wenn es nicht sowieso nur in einem Entwicklungsland deponiert wird.


    Ob und wie sich die verbliebenen TO-Deckel dann wirklich effizient und sauber zu neuen Rohstoffen aufbereiten lassen, weiß ich nicht. Ich kann darüber nichts finden, auch nicht, ob diese Deckel überhaupt ernshaft recycled werden.


    Diese Rohstoffverschwendung durch TO-Deckel, weil man sie wirklich nur 1x verwenden kann, stört mich sehr, doch sehe ich derzeit leider keine besseren und praktikableren Alternativen.