Erschreckender DBIB Brief

  • Ich hoffe doch du isst kein Fleisch! Hast du auch Probleme mit der Metzgerwirtschaft, wenn du im Aldi deinen Schweinsbraten einkaufst?

    Und ich hoffe, Du lernst

    a) sinnentnehmend zu lesen und

    b) idiotische Unterstellungen zu unterlassen.

    So macht es nämlich keinen Spaß, zu diskutieren.

    Wie schnell man doch abgestempelt wird,

    Ja, gell?! ;)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • wasgau immen Ich denke, dass dafür eher das regionale Klima und die spezielle Situation deiner Böden einen höheren Anteil hat als die Konkurrenz.

    Immerhin können wir unsere Bienen durch Eingriffe über kritische Phasen bringen und wenn es danach wieder passt, können sie wieder sammeln. Die Wildbiene ist dann halt einfach weg, wenn sie die kritische Phase nicht aus eigener Kraft übersteht. Unsere Bienen bekommen auch die Bruträume usw. gestellt...
    Ich fürchte, dass wir auf eine seriöse und aussagekräftige Untersuchungsreihe zur Konkurrenz zwischen Wildbienen und Honigbienen lange warten. Da gibt es als Wissenschaftler wenig Ansehen zu gewinnen und schwer Finanzmittel dafür. Die Forschung ist aber sicher ziemlich aufwändig und muss groß angelegt sein, wenn sie was aussagen soll. Alleine der Ausschluss anderer Faktoren wird es schwer machen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Weil ich denke, dass die Argumentation auf beiden Seiten müßig und nicht untermauert erscheint beantworte ich die Frage: „Welche Wildbienen sind direkt durch Honigbienen in ihrer Art bedroht?„ als überflüssig.

    Die Verbände müssen mit Fakten ausgerüstet den Gegenargumenten entgegentreten. Der Rest ist müßig!

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • "Sehen Sie, Fakten können sich ändern, doch meine Meinung ändert sich nie, wie auch immer die Fakten sein mögen" hat Stephen Colbert in seiner Paraderolle immer zum Ausdruck gebracht.
    Dummerweise wird wenig Ahnung oder belegbaren Fakten oft von viel Meinung und Lautstärke begleitet. Mit den Fakten kann man dann auch höchstens dafür sorgen, dass die falschen Behauptungen nicht zu einem falschen Bild bei der Mehrheit führen. Die Fanatiker überzeugt man nie - auch nicht mit Aluhut. Die behaupten auch gegen Fakten weiter Unfug. Nachdem es die Fakten aber meiner Meinung nach lange nicht belegt geben wird, müssen wir wohl vorher selbst aktiv werden und möglichst viele Leute informieren. Wir können nicht auf darauf warten, dass die Verbände das für uns tun.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • ...

    Jedoch besteht kein Recht auf Nutzung, oder gar auf Tracht von diesen Flächen.


    Ich frage mich daher schon, woher sich einige Imker das Recht hernehmen, der Landwirtschaft zu erklären, wie sie ihr Land zu bewirtschaften haben......Da ist schon einiges an Geschirr zerschlagen worden.

    Vllt. liegt es auch daran, dass "die Landwirtschaft" in manchen Regionen immer wieder nach Imkern gerufen hat, die die Anbauflächen von deren Bienenvölkern bestäuben lassen sollte, um nach der Tracht kaputte Völker oder minderwertigen Honig zurückzubekommen?


    Das hat sich wohl mittlerweile zum Glück etwas mehr als nur ein bißschen geändert, aber die Erfahrungen aus der Vergangenheit haben sich nunmal festgesetzt.

    Die andere Seite ist nämlich genauso wahr: Imker wurden und werden teilweise immer noch als Bitt- oder Antragssteller, wenn nicht sogar als Bedienstete angesehen... "Gutsherrenart" ist immer noch nicht ganz ausgestorben. Kommt hier zwar nur noch selten vor, aber es kommt vor.


    Bei uns höre ich seit einigen Jahren jedes Jahr wieder, dass die regionale Landwirtschaft über mehrere Landkreise sich über zu wenig Bienenvölker beklagt. Trotz riesiger Flächen, obwohl dort mehrere Imker ohne ernste Interessenskonflikte Platz hätten. Das kommt nicht aus heiterem Himmel und liegt auch nicht an schwer zugänglichen Standplätzen. Auch nicht an Imkern, die der Landwirtschaft etwas vorzuschreiben oder zu erklären versuchen. Man nennt das auch Abstimmung mit den Füßen - einfach woanders hingehen...

  • .....Nachdem es die Fakten aber meiner Meinung nach lange nicht belegt geben wird, müssen wir wohl vorher selbst aktiv werden und möglichst viele Leute informieren. Wir können nicht auf darauf warten, dass die Verbände das für uns tun...

    Vorsicht! Ein zweischneidiges Schwert. Solange wir die Nahrungskonkurenz nicht mit wisschaftlichen Fakten widerlegen können, verbreiten wir selbst das Argument der vermeintlichen Nahrungskonkurenz und unsere Naturschützer sagen: Seht her, getroffene Hunde bellen.

  • Und nun? Verharren wir in Regungslosigkeit und warten worauf?

    Es gibt viele Möglichkeiten nichts zu tun, packen wir es nicht an und lassen es liegen?


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich würde tatsächlich das mit der Nahrungskonkurrenz deshalb nicht großartig vertiefen, aber mehr Focus auf den Verlust von Lebensraum, Biodiversität usw. legen. Diese Faktoren haben vermutlich einen größeren Einfluss und auch das wäre nachvollziehbar, wenn auch ebenso nicht konkret durch Studien in %-Zahlenwerten belegt. Zwischen Landverbrauch unter ausschließlich wirtschaftlicher Sichtweise und besessenem Naturschutz gibt es viele Stufen des Kompromisses, wo für beides Platz da wäre. Diese Entscheidungen fallen aber in vielen Fällen sehr lokal, wo man die Entscheider kennt und/oder persönlich wählt. Dort die Meinung differenzieren und ansetzen, wo man selbst Grund und Boden besitzt oder die Leute persönlich kennt, die diesen besitzen und bewirtschaften. Mit den meisten kann man vernünftig reden. Wenn jemand dadurch eine differenzierte Meinung hat, glaubt er nicht sofort alles, was man später einseitig an ihn heranträgt.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Argumentationshilfe - Ein anderer Aspekt: Klimawandel.


    Manche (die meisten) gestreifte Spezialisten sind ja nicht von März bis Ende Oktober unterwegs, um einen ganz bestimmten Pollen zu suchen, sondern nur für ein paar wenige Wochen im Jahr. Bislang war das auf die Blütezeiten der entsprechenden Pflanzen abgestimmt. Nur was macht die Biene, wenn sie schlüpft und ihre Wirtspflanze schon vor zwei Wochen verblüht ist? Da machen die Honigbienen das Kraut auch nicht mehr fett.


    Veränderung der Pflanzenwelt:

    Anfang der 2000er ist der Regensburger Gelbling (Ein Schmetterling, keine Biene) in Dtl. ausgestorben. Aus Nahrungsmangel - aber nicht wegen anderer Insekten, sondern weil der Regensburger Geißklee verschwunden ist. Die Regensburger Sandbiene ist ebenso auf diese Pflanze angewiesen. Wahrscheinlich ist sie auch schon ausgelöscht. Und wenn nicht, dann in wenigen Jahren. Honigbienen sind wieder einmal unbeteiligt.

  • Ich würde tatsächlich das mit der Nahrungskonkurrenz deshalb nicht großartig vertiefen

    So sehr ich den Rest des Beitrags unterstützen würde, um so energischer muss ich dieser Aussage widersprechen.

    Schweigen zu diesem Thema, und den Kritikern der Honigbiene unwidersprochen das Feld zu überlassen, halte ich für vollkommen falsch. Hier muss möglichst öffentlichkeitswirksam, klar Stellung bezogen werden.

    Man kämft gegen Windmühlen an der Basis, wenn Meinungsmache mit Maximalforderungen und Verallgemeinerungen alles Positive zerstört.

  • Das klingt schon völlig anders.


    Deinen von mir kritisierter Beitrag weiter oben kann man aber so lesen, dass Deiner Meinung nach eigentlich niemand imkern sollte, der nicht selbst die entsprechenden Flächen dazu besitzt bzw. dass Du Imkern ohne eigene Flächen das Recht absprichst, die umgebenden, fremden Flächen zu nutzen (bzw. durch die eigenen Bienen nutzen zu lassen).


    Zu den Imkern, die Landwirten ihren Job erklären, werde ich ganz sicher nicht gehören.


    Und das zum Imkern auch gehört, mit und bei anderen gesellschaftlichen Gruppen auf vernünftige Art und Weise für die Erhaltung, gern auch Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen gerade auch für Insekten zu werben und hinzuwirken, hatte ich eigentlich für selbstverständlich gehalten.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Beschäftigt Euch doch mal mit der UN-Agenda 21. Ich hab die Doku " Return to Eden" hier der Seite 19 Beitrag 263 reingestellt. Die gesamte Doku ist sehr interessant und ab 01:16:50 wird das Handeln von politischen Entscheidern und den NGOs recht gut dargestellt. Da kann man dann recht gut verstehen warum der Landwirtschaft und auch unserer mittlerweile politisch gewordenen Honigbiene so viele Steine in den Weg gelegt werden.

    Wenn Du kleine Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge ausführst.

    Wenn Du große Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge beurteilst.