Erschreckender DBIB Brief

  • Ja stimmt in den letzten 6 Jahren ergibt das eine 20% Steigerung.

    Ich habe die Jahreszahlen falsch interpretiert und darum war ich etwas verwirrt , wie sich bei abnehmender Völkerzahl eine Nahrungskonkurrenz entwickeln sollte.

    Natürlich ist die Datenerhebung nicht vollständig, wird es nie sein, bietet jedoch Anhaltspunkte und Tendenzen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ja stimmt in den letzten 6 Jahren ergibt das eine 20% Steigerung.

    in NRW zähle ich ALLE meine Völker übers Jahr. Und wenn ich dann 50 verkaufe, dann zählt der Kunde die nochmal :)


    Und Begattungseinheiten, Teilen & Behandeln, usw., da kommt gut was zusammen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ...

    Diese Saatbomben verbitte ich mir aber in meinem Wald. Wer weiß, was da alles drin ist.


    Besser wäre es, wenn man beispielsweise seinen Bürgemeister anspricht und darum bittet, brachliegende Grundstücke und Straßenränder im Ort mit regionalen Blühmischungen

    zu versorgen. Da könnte sicher viel gemacht werden.

    zu den Saatbomben:
    Das war nur ein Beispiel dafür, dass man mit dem Sähen von fertigen Mischungen für die freie Landschaft sogar ein Geschäftsmodell entwickelt hat. Ich bezweifle, dass man so eine Saatbombe erfolgreich in einem einseitig aufgeforsteten Wald erfolgreicher plazieren kann, als beliebige Waldbäume - Saatbomben passen auch gar nicht unbedingt in jeden Wald...

    Eskimos und Kühlschränke :S

    Die Mischungen aus dem link sind sogar verschieden zusammengestellt, ob regional abgestimmt, habe ich nicht nachgesehen. Der Punkt ist, dass man sowas privat problemlos machen kann. Und wenn man sich mit der Materie auch noch etwas intensiver befasst, wird man auch nichts in die Wiesen werfen, was da nicht "typischerweise" regional hingehört.


    zu der Blühwiese in der Gemeinde:

    Bin ich mit durch, habe vor Jahren gefragt, ob ich rund um den Friedhof auf meine Kosten eine passende Mischung aussähen darf, es kam keine Resonanz vom Kirchenrat. Rundherum wächst genug, leider nicht wirklich vielfältig. In der Kommune wird das im Gegensatz dazu seit Jahren zunehmend in Absprache mit der weiter vorn angesprochenen privaten Initiative von Landwirten und Imkern schon praktiziert.

  • es ist so, daß man im Forst nur zertifiziertes Pflanzgut aus gesicherter Herkunft verwenden darf

    Ich glaube früher war da mehr Lametta: hier (NRW) reißen einem Waldbesitzer und Förster zurzeit alles an Eicheln aus den Händen, was nicht bei drei auf dem Baum...schiefes Bild, ich gebe es zu... :saint:.


    Jedenfalls nimmt man dankbar auch das, was Gartenbesitzer in der Einfahrt zusammenkehren (was ein Freund von mir in diesem Jahr säckeweise getan hat): es gibt regelrechte Netzwerke zur Beschaffung des begehrten Stoffs.


    Gut: kann sein, dass das Saatgut dann an Baumschulen geht und dort zertifiziert wird ;) - aber was immer und in welchen Kronen auch immer gesammelt wird, reicht offensichtlich nicht annährend aus, um die gruseligen Mondlandschaften aufzuforsten, die der Borkenkäfer in der Gegend verursacht hat. Mag sein, dass es da mal andere Standards gab, aber die hat die aktuelle Entwicklung offensichtlich stark relativiert (was ich persönlich eher beruhigend finde).

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Wenn jetzt Eichen an Stelle von Fichten kommen

    Hier schreiben Kollegen, die sich erheblich besser mit "Wald" auskennen, als ich, aber "Eichen" kommen mit dem aktuellen und zu erwartenden Klima von den heimischen Baumarten offenbar mit am besten zurecht. (Eichen-)Monokulturen will aber sicher niemand anpflanzen.

    Zurzeit besteht schlicht das Problem, dass der Bedarf an Pflanzgut das Angebot bei weitem übersteigt.
    Wenn Du starke Nerven hast, fahr mal über die A45 zwischen Siegen und Dortmund und schau dich ein bisschen um....

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • ... (Eichen-)Monokulturen will aber sicher niemand anpflanzen.

    Das wird auf natürlichem Wege auch nicht passieren. Dazu müssten einige andere Faktoren passen. Das ist wie bei den Tieren auch: es gibt Kombinationen in den Regionen und deren Revieren, die besser oder schlechter miteinander auskommen. Auch zwischen den Pflanzen oder in der Vegetation herrscht Konkurrenz innerhalb einer Art und zwischen den Arten. Und dann gibt es dort auch noch Spezialisten und Allrounder.

  • Ich glaube früher war da mehr Lametta: hier (NRW) reißen einem Waldbesitzer und Förster zurzeit alles an Eicheln aus den Händen, was nicht bei drei auf dem Baum...schiefes Bild, ich gebe es zu... :saint:.


    Jedenfalls nimmt man dankbar auch das, was Gartenbesitzer in der Einfahrt zusammenkehren (was ein Freund von mir in diesem Jahr säckeweise getan hat): es gibt regelrechte Netzwerke zur Beschaffung des begehrten Stoffs.

    Schmunzel! Das ist Schweinefutter für die Kirrungen, an denen man die Schweine totschießen will....

    aber kein Saatgut...

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Das ist Schweinefutter für die Kirrungen...

    Glaube ich nicht: die Bekannte, die gesammelt hat, ist nicht besonders jagdaffin, die hat für den Forst (die Wiederaufforstung) gesammelt. Das die von denen - um im Bilde zu bleiben - hinter die Fichte geführt wurde, halte ich für unwahrscheinlich: der Verbiss durch Schweinchen dürfte sich in Grenzen halten. Warum also sollte die Holzwirtschaft Kirrungen für die Jäger anlegt, damit diese Schweinchen schießen können?


    Derselbe Kumpel hat seine Eicheln in den letzten Jahren angeboten, wie sauer Bier.


    Dieses Jahr ist bei Eicheln ein regelrechtes Mastjahr: warum sollten die Jäger ausgerechnet in so einer Situation in der Bevölkerung nach Eicheln fragen?


    Und schließlich: ich habe einen sachlich gehaltenen Fernsehbericht über private Waldbesitzer aus der Region gesehen, die in ihrer Not auf abgeräumten Flächen tatsächlich teils von Hand Eicheln steckten, in der Hoffnung, dass ein Teil davon angeht. Einigen steht hier das Wasser bis zum Hals und teils schon leicht darüber, die greifen nach jedem Strohhalm.


    Aber: ja, sind nur Puzzlestücke aus verschiedenen, nicht ganz ungetrübten Quellen, die ich mir als wald- und jagdaffiner Jungimker zu einem etwas unscharfen Gesamtbild zusammenlege. Wirklich BElegen kann ich das alles nicht.

    Aber dem nochmal genau nachzugehen, wäre dann wohl endgültig off(er the) topic. Insofern: möchlich iss alles.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Schmunzel!

    Als Forstwirt und Waldbesitzer vergeht gerade so manchem das Lachen. Der Mangel an Jungpflanzen ist leider Realität und auch in kurzer Zeit nicht auszugleichen. Zumal bei dem mehrere Jahre dauernden Vorlauf so manche Entscheidung das Angebot betreffend an der Nachfrage vorbei gegangen sein könnte. Den Weg des Saatgut Ausbringens gehen gerade sehr viele Waldbauern. Die Nachfrage nach Saatgut ist erheblich höher als in den vergangenen Jahren. Das dürfte sich in den nächsten Jahren noch zuspitzen.


    Und obwohl ich kein Jäger bin, bin ich mir relativ sicher, dass diese das Füttern und Totschießen des Wildes am gleichen Platz strikt vermeiden.

  • Postillon!!!

    hin oder her.

    Der einleitende Text vor den Forderungen würde/wird von nicht wenigen PETA nahestehenden Personen oder missionierenden Veganern ohne jegliche Ironie unterstützt.

    Dass die Hammerironie des Postillion für einige unterstützenswerte Wahrheit ist, lässt einen schon ins Grübeln kommen.

  • Und obwohl ich kein Jäger bin, bin ich mir relativ sicher, dass diese das Füttern und Totschießen des Wildes am gleichen Platz strikt vermeiden.

    Hallo,

    da irrst du dich, das Wild wird nicht gefüttert sondern gekirrt. Da gibt es Regeln zu, damit nur Wildschweine daran kommen. Im Krieg und bei der Wildschweinbejagung ist mittlerweile fast alles erlaubt. Aber an einer guten Kirrung ist auch ein Salzleckstein, damit auch andere Tiere kommen. Der Hochsitz ist dann in Schussweite. Füttern ist nur in Notzeiten erlaubt, diese legt aber dann die Kreisverwaltung fest.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401