Erschreckender DBIB Brief

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    Aktuell verbuddel ich immer mal wieder Eicheln in der Hoffnung, daß die Eichen schonmal loslegen, wenn auch kümmerlich, aber sobald sie nach Durchforstungen Licht bekommen, können sie dann durchstarten.

    Ja, wenn das so einfach funktionierte...

    Auf meinem Grundstück sprossen die Eichen vom Mutterbaum des Nachbarn jahrelang wie Unkraut. Ich hätte damit einen recht großen Eichenwald anlegen können. Ich habe damals rumgefragt, wer oder ob jemand jemanden kennt, der sie anpflanzen möchte. Auch beim nächstgelegenen Förster und bei anderen, die es wissen mussten. Vom Förster gab es keine Antwort, vom Landkreis die Auskunft, dass nur gezüchtete Bäume, bzw. Bäume aus bekannten und nachgewiesenen Herkünften zur Aufforstung verwendet werden.


    Irgendwann hatte ich Glück und konnte eine große Anzahl von Schößlingen an jemanden loswerden, der genau auf so eine Anfrage gewartet hatte. Ob daraus nach 15 Jahren ein kleiner Wald geworden ist, weiß ich nicht, da der Kontakt dann abbrach.

    Ein weiterer plausibler Grund, der so eine Aktion in Frage stellt, ist der Boden. Nicht jeder Baum wächst und gedeiht langfristig auf jedem Untergrund, so dass auch eine ausgewogene Mischung zwischen Laub- und Mischwald entsteht. Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Es muss alles halbwegs zueinander passen.


    Die konspirative Methode wäre, auf Radtouren mit einem Loch in der Tasche Saatgut zu verlieren. Nicht überall, sondern unplanmäßig verteilt. Das ginge überall. Was passt, wächst und gedeiht, was nicht, eben nicht. Wenn es eine "breite" Mischung ist, wird irgendwas ansetzen und bleiben. Das ist sogar eine Geschäftsidee, die bereits seit einigen Jahren bekannt ist und praktiziert wird: Saatmischungskugeln, die einfach in die Landschaft geworfen werden.


    Seedballs / Saatkugeln

    Ist jetzt der erste Treffer, es gibt sicher noch mehr Anbieter. Der Vorteil ist, dass nicht an allen Straßen und Wegen regelmäßig geschnitten wird, so dass von den Blüten auch eine Zeit lang etwas für die Begünstigten dabei übrig bliebe. Die kann man auch selbst machen, man muss sowas nicht kaufen. Man braucht dazu allerdings erstmal die erntereifen Pflanzen. Die kann man am Besten selbst sähen oder anpflanzen... Es ist auch nicht jede Pflanze dafür tauglich, weil manche nur einjährig, bzw. nicht selbstaussähend sind. Damit wären gewissen Gruppen und Verbände aber auch wieder nicht einverstanden, weil sie dann nicht die Bedingungen festlegen, keine Kontrolle hätten und vor allem nichts daran verdienen können...

  • Hallo, vor 2 Jahren Mutter am Stand, Mutter suchte Honig aus um die armen Bienen zu unterstützen. Dann kam Tochter: Die müssen nicht unterstützt werden, nur die Wildbienen.....Geschäft geplatzt.

    Diese Entwicklung wird nicht besser.......

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Nicht so viel überlegen! Machen!!

    An einer Stelle Vorsicht: Keine Zuchtsorten von Stauden und Einjährigen in der Landschaft verbreiten! Gut sind selbstvermehrte Wildpflanzen, Samen ernten und dann ...

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Der Beitrag nennt keinen Autor, und ist nicht wissenschaftlich verfasst. - Am Schluß wird auf eine Menge Literatur verwiesen, die aber inhaltlich nicht mit Fußnoten gekennzeichnet sind. - Der Aufsatz ist aus dem "POLLICHIA-KURIER", der Vereinszeitschrift von "POLLICHIA Verein für Naturforschung und Landespflege e.V". - Von der Homepage, Über uns

    Zitat

    POLLICHIA...........was ist das?

    Die POLLICHIA ist seit 175 Jahren ein aktiver Naturkunde- und Naturschutzverein. Gegenwärtig tragen ca. 2400 Mitglieder mit dem Verein Verantwortung für Natur und Landschaft.


    Was mich generell an solchen Aufsätzen stört, wenn offensichtlich aus dem Zusammenhang gerissene Argumente nach eigenen Vorstellungen (manipulativ) wieder zusammen gesetzt werden.

    Zitat

    .. Als hoch spezialisierte Arten können sie nicht auf andere Blütenpflanzen ausweichen und wegen der nur kurzen Lebenszeit von sechs bis acht Wochen sind sie durch Beeinträchtigungen in dieser Zeit rasch in ihrer Existenz bedroht.
    In konkreten Zahlen ausgedrückt: 30 Honigbienenvölker sammelten während einer zweiwöchigen Untersuchung so viel Pollen von Ackersenf und Raps, die ausreichend waren, um 44.070 Brutzellen der Mauerbiene Osmia bicornis zu verproviantieren (HAMM 2008)

    :/Ja nee, is' klar. Auf Raps und Ackerbohne hoch spezialisierten Wildbienen müssen verhungern, weil Honigbienen binnen 2 Wochen ganze Rapsschläge pollenleer sammeln. :rolleyes:


    Damit disqualifiziert sich für mich der gesamte Beitrag selbst. - Aber kann schon sein, dass glühende Wildbienenschützer das gerne lesen.

  • Ja nee, is' klar. Auf Raps und Ackerbohne hoch spezialisierten Wildbienen müssen verhungern, weil Honigbienen binnen 2 Wochen ganze Rapsschläge pollenleer sammeln.

    Das steht da nicht. Es ist wenig hilfreich Dinge irgendwo hineinzulesen, die nicht geschrieben wurden. Überlassen wir das den Schreibern, die weniger positiv gegenüber der Honigbiene eingestellt sind, anstatt unnötige Angriffsflächen zu bieten.


    Außerdem ist sehr wohl ein Autor des Textes genannt:

    Zitat

    Ronald Burger, Dirmstein

    Ifaun - Faunistik und Funktionale

    Artenvielfalt

    (Fotos: R. Burger


    Dazu sollte man wissen, dass viele Stellungnahmen, die sich mit der Konkurenz der Honig- und Wildbienen beschäftigt, wohl auf Veröffentlichungen dieses Ronald Burger zurückgehen.

    Eventuell wäre auch wichtig, dass er mit der Kartierung, Bewertung und Empfehlungen für solche Schutzgebiete wohl seinen Lebensunterhalt verdient. Es besteht also ein nicht unerhebliches finanzielles Eigenintresse an solchen Schutzgebieten.

  • ....vor allem, wenn das ganz normale "wir sind Naturbewusst und wollen mithelfen" Menschen das lesen dann fragen die meisten nicht nach Quellenangaben, dann wollen die was bewirken und meinen es auch gut, können sich aber ganz schön harsch gegenpositionieren. Und vom Honigkonsumenten aus der Nachbarschaft wird ein Manukahonig aus dem Ausland konsumierenden Retter der Wildbienen.

  • Irgendwann wird sich sicher alles einpendeln. Aber bis dahin stelle ich mein Wildbienenhotel auf und lege am Bienenstand Wildblumenstreifen an und ziehe mich warm an, bete und bitte um Gelassenheit und Diskussionsstärke.

  • Dazu sollte man wissen, dass viele Stellungnahmen, die sich mit der Konkurenz der Honig- und Wildbienen beschäftigt, wohl auf Veröffentlichungen dieses Ronald Burger zurückgehen.

    Eventuell wäre auch wichtig, dass er mit der Kartierung, Bewertung und Empfehlungen für solche Schutzgebiete wohl seinen Lebensunterhalt verdient. Es besteht also ein nicht unerhebliches finanzielles Eigenintresse an solchen Schutzgebieten.


    Ok! - Das ergibt ein neues Bild, wenn der Autor Experte im Auftrag der eigenen Sache ist, mit Publikationen von 2006 bis heute. Ronald Burger

    Zitat

    Leistungen


    Klassische Erfassungen (Kartierungen, Monitoring) sind ebenso Teil unserer Arbeit, wie die

    Öffentlichkeitsarbeit, welche im Rahmen von öffentlichen Projekten einen größeren Umfang erreichen kann.

    Wildbienenhotels produziert er auch.