Erschreckender DBIB Brief

  • Guten Abend.

    Über Konkurrenz in Naturraum / Lebensraum zu streiten ist müßig. Dort ist Selbstregulation die treibende Kraft. Der Mensch in einem solchen System stört durch Veränderung im Sinne seiner Ziele.

    Wir leben aber in einem Lebensraum, welcher schon vor einiger Zeit, von der Landwirtschaft zu einer Kulturlandschaft geworden ist......Warum sollte nun also die Landwirtschaft ihre Finger weg lassen?.......Oder kann die Landwirtschaft tun und lassen was sie will?.......Die Selbstregulation, ist ja die treibende Kraft.!!!


    Ich werde aber als Bio-Landwirt, weiterhin meine Finger im Spiel lassen, und der Arterhaltung unter die Arme greifen, bis diese "Selbstregulation" erwiesen ist.

    Nachhaltiger Handeln ist im Sinne der Natur, gerade in der Landwirtschaft

    In der Bio dynamischen Landwirtschaft, kann man sich aber nicht auf die Natur verlassen, da die Natur sich eben nur an die veränderte Umwelt anpasst...Eine Nachhaltigkeit, gibt es in der Natur nicht......Nur ein Beispiel:

    Die Natur, kennt das kompostieren (noch) nicht.


    Die Nachhaltigkeit, gehört eher in den Bereich, von dem überleben der Menschheit.


    Aber all dies, gehört zu der Landwirtschaft, welche ein ganz anderes Thema ist.


    Lg Sulz.

  • Sulz schreibt:

    „In der Bio dynamischen Landwirtschaft, kann man sich aber nicht auf die Natur verlassen, da die Natur sich eben nur an die veränderte Umwelt anpasst...Eine Nachhaltigkeit, gibt es in der Natur nicht......Nur ein Beispiel:

    Die Natur, kennt das kompostieren (noch) nicht.“

    Sorry, dem widerspreche ich: Für mich ist „Nachhaltig“ ein Grundprinzip der Natur und Kompostieren - Verrotten der Biomasse findet überall statt, sonst gäbe es keinen Stoffkreislauf im Regenwald. VG Jörg

  • Ach, viele Komposthaufen sehen aber genau so aus. Einfach immer was drauf werfen. 20cm Rasenschnitt usw. - und trotzdem glaubt man, es besser zu wissen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,

    die ganze Aufregung verstehe ich nicht so recht. Es handelt sich hier doch in allen Bereichen um ganz legitime Lobbyarbeit: Maximale Forderungen aufstellen, um zumindest die letztlich notwendigen Minimal-Ergebnisse für die eigenen Interessen zu erzielen. So funktioniert der gesellschaftliche Diskurs. Das die Imker und ihre Verbände hier etwas verschlafen aussehen, ist bekannt. In den Naturschutzverbänden vor Ort ist das Thema anscheinend aber auch noch nicht wirklich aufgeschlagen. Zumindest war Herr Dötsch, Biologe und Geschäftsführer beim BUND im Januar diesen Jahres beim Vortrag im Zeidlerverein hierzu nicht sprachfähig. Soweit ich mich erinnern kann, gab es in der Versammlung zumindest einen Imker, der die Thematik angesprochen hat, weil Völker nicht (mehr) am oder im Naturschutzgebiet aufstellt werden durften.

    Da werden von der unteren Naturschutzbehörde bereits Fakten geschaffen.

    Viele Grüße

    Matthias

  • Ach, viele Komposthaufen sehen aber genau so aus. Einfach immer was drauf werfen. 20cm Rasenschnitt usw. - und trotzdem glaubt man, es besser zu wissen.

    Guten Abend Ralf.


    Man könnte dies vielleicht auch mit dem imkern mit angepasstem Brutraum vergleichen.....Da wird ja auch "nur" ein Schied gesetzt......Oder steckt da nun doch mehr dahinter????;).....<X<X


    Lg Sulz.

  • Massentierhaltungen von Bienen nehmen armen Solitärbienen das letzte Futter weg. Dass NaBu und andere auf die Idee zu kommen, dass Imkerbienen mit den Solitärbienen konkurrieren, ist nachvollziehbar. Die wissen einfach zu wenig über die Bienenhaltung in Deutschland.


    Hier im Faden wurden schon gute Gründe genannt, warum die Honigbienen kaum für das Insektensterben verantwortlich gemacht werden können. Z.B. dass es früher mehr Völker UND mehr Solitärbienen gab.


    Hauptgrund für den dramatischen Rückgang dürfte die ausgeräumte Landschaft sein. Seit den 60er Jahren halbiert sich ungefähr alle 10-20 Jahre die Zahl der Bauernhöfe. Die Konventionellen haben oft gar keine andere Wahl als wachsen oder weichen. Und die Flächen werden immer größer.


    Es wäre Aufgabe der Politik für auskömmliche Preise zu sorgen und/oder den Einsatz der LandwirtInnen für den Einsatz zum Erhalt der Artenvielfalt zu entlohnen (ohne MonsterBürokratie).


    BäuerInnen sind v.a. daran interessiert, ein Auskommen zu haben. Die Bauern, die ich kenne, sind eher Natur-nah (Egal ob konventionell oder Bio).


    Naturschutz, Imkerei und Landwirtschaft können am besten gemeinsam etwas für die Artenvielfalt erreichen.

    (Das Problem sind in meinen Augen eher die Weizenwüsten in den USA oder die Sojafelder in Brasilien) (Und der schrankenlose Welthandel)

    Gruß vom Harry

  • (Das Problem sind in meinen Augen eher die Weizenwüsten in den USA oder die Sojafelder in Brasilien) (Und der schrankenlose Welthandel)

    Gruß vom Harry

    Müssen wir dazu extra in die USA gehen? Kritikwürdig sollten auch unsere Energiemaiswüsten sein, die die Flächenkonkurrenz noch verschlimmern und in Sachen Artenvielfalt knapp hinter der Wüste Sahara rangieren.

  • (Und der schrankenlose Welthandel)

    Vielleicht, würde es etwas bringen, wenn der Boden dem "Handel" entzogen würde, und nur noch dem Zweck der Ernährung des Menschen und den "anderen" Bewohnern dieser Erde dienen würde?


    Auf den Kapitalmärkten, könnte man dann halt nur noch mit den anderen Gütern Handel betrieben werden.....Dann würde die Wirtschaft??....Dies muss ja wohl jeder für sich selber entscheiden.


    Lg Sulz.

  • Wer an die Selbstregulation der Natur glaubt, glaubt auch an die Selbstregulation der Märkte.

    Es gibt eine natürliche Selbsregulation in der Natur beispielsweise in der Erzeugung von Nachkommen bei revierbesetzenden Populationen, z.B. beim Rotfuchs. Auch Märkte regulieren sich, nur nicht in der Globalisierung mit subventionierten Produkten.

  • Lebe als Vorbild!

    Dass man manchmal in den Verdacht kommt, zu übertreiben, ist doch normal.

    Und man kann nicht auf allen Lebensbereichen Vorbild sein.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?