Erschreckender DBIB Brief

  • Es sei denn: Vater Staat, bezahlt ihn dafür."

    Das ist für mich nur eine "Floskel", auch eine Unwahrheit.

    Es ist unser Geld, Geld der Steuerzahler ...

    Guten Abend Rolf.


    Manchmal macht es Sinn, nicht die ganze Wahrheit zu komunizieren.


    Das Unterschriften sammeln, für dieses Volksbegehren, würde sicher nicht einfacher, wenn zugleich noch darauf hingewiesen wird, dass die Umsetzung des Begehrens, den Steuerzahler noch einige Euros kosten wird.....Da tönt es schon besser, wenn der "Vater Staat" zahlt.:)


    Lg Sulz.

  • Dann sollte man aber auch über die externalisierten Kosten sprechen, die ein "weiter so" in vielen Fällen bedeutet.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Dann sollte man aber auch über die externalisierten Kosten sprechen, die ein "weiter so" in vielen Fällen bedeutet.

    Ja eben. Die externalisierten Kosten ideologischer Verbandspolitik, Wanderverbote, Bewirtschaftungsverbote für Streuobstflächen (aka keine Bienenvölker aufstellen) usw.? Muß man natürlich drüber reden, da bin ich völlig bei Dir! Deswegen haben wir ja den Brief geschrieben!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Dann sollte man aber auch über die externalisierten Kosten sprechen, die ein "weiter so" in vielen Fällen bedeutet.

    Ja eben. Die externalisierten Kosten ideologischer Verbandspolitik, Wanderverbote, Bewirtschaftungsverbote für Streuobstflächen (aka keine Bienenvölker aufstellen) usw.? Muß man natürlich drüber reden, da bin ich völlig bei Dir! Deswegen haben wir ja den Brief geschrieben!

    Ich meinte die externalisierten Kosten, die die intensive Landwirtschaft, wie z.B. in Cloppenburg bis ins Münsterland, mit sich bringt. Ich konnte in der Petition keine Forderungen für Wanderverbote, Bewirtschaftungsverbote etc.pp. finden.

    Es wurde mehrfach dargestellt, was der DBIB sich dabei gedacht haben könnte. Diese Position wird, wie nachzulesen war, vom AG Bieneninstitut geteilt. Wir drehen uns im Kreis. Das wirft die Frage auf, ob nicht mehrere Seiten in einer Ideologiefalle stecken.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Bestimmt. Die Geschichten mit dem Bewirtschaftungsverbot kommen übrigens aus dem Hause von Svenja Schulze. Steht so im Referentenentwurf vom BMU zum neuen Insektenschutzgesetz. Streuobstbestände, Naturschutzgebiete etc. -> keine Honigbienen. Und dann schau auch gleich mal, was der ehemalige Landesschäftsführer NRW vom NABU heute so macht. Aber das sind ja alles nur so Paranoia ;)


    Lobbyismus ist ja eh nur, was der politische Gegner macht. Man selber kämpft schließlich für die gute Sache! ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • genau.

    Alle Imker die Scheuklappen an, Wagenburg gebaut und dass Visier runter : diese bösen Umweltschützer !

    Gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht. Und das manche dieser Entwicklungen aus Sicht eines Berufsimkers unerfreulich sind, dürfte auch dir einleuchten, oder? Konkrete Beispiele mit dem Verlust von Ständen wurden schließlich bereits Mehrere genannt. Diese zu negieren ist dann auch nichts anderes als Scheuklappen runter und was nicht darf, dann kann auch nicht...


    Man kann grundsätzlich für das Volksbegehren sein, aber gleichzeitig auch einzelne Punkte daran schlecht finden und/oder den Standpunkt einiger Berufsimker verstehen, oder? Und vor allem deren Ärger darüber, dass ihre eigene Berufsvertretung hier eine für den Berufsimker in der aktuellen Form nicht zwingend vorteilhafte Entwicklung befördert. Ich kann das jedenfalls, und ich kann echt nicht viel ;)


    Für mich ist das hier ein bisschen so, als würde die Autolobby für Diesel-Verbote lobbyieren. Gesellschaftlich vermutlich schon von Vorteil. Auf lange Sicht womöglich sogar für die Autofirmen selbst, da sie dann ja schön viele E-Autos verkaufen können. Möglich halt, dass bis dahin aber ein paar Verbandsmitglieder auf der Strecke bleiben..


    Zitat

    Das scheint hier aber niemanden zu stören ?

    https://www.agrarheute.com/pfl…uer-neonicotinoide-576350

    Mich störts tatsächlich nicht, aber da bist du hier auf der falschen Baustelle... Versuchs doch mal hier.

  • Die Argumentation des NABU bei den Honigbienen und den Wildbienen, und wie gefährlich die Honigbienen sind, erinnert mich immer an einen Krebskranken, der mit einem Gehirntumor im sterben liegt, und irgendwer sich furchtbar Sorgen macht, weil der Patient sich einen Schnupfen eingefangen hat.


    Ich wollte mal eine alte DDR-Apfelplantage anwandern, die vom NABU zwei mal im Jahr gepflegt und für Sozialarbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen genutzt wird.

    Die haben mich abgewiesen, wegen der Wildbienen. Das hat mich damals ins Grübeln gebracht, ob da was dran sein kann.

    Ich habe erst später mitbekommen, dass das eher eine Kampagne ist, und weniger was mit Wissenschaft zu tun hat - es klang halt sehr plausibel.


    Die Entscheider dort waren keine Funktionäre des NABU, sondern einfache, engagierte Mitglieder. Denen hat man das scheinbar so aufgetragen, bei Anfragen so zu antworten, und dann haben die das auch so gemacht.


    Wenn das jetzt irgendwie in einen Gesetzestext oder in Verordnungen auf Kommunalebene gegossen wird, dann Halleluja.

  • Ein Gesetzesentwurf vom BMU ist nur ein Entwurf. Da reden noch viele mit, u.a. BMEL und Bundesrat.


    Dieser Entwurf, das generelle Wirken des NABU und seiner Regionalverbände und ehemalige Mitarbeiter dessen haben eins gemein - sie haben alle nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Im Beitrag #124 “ist nicht hinnehmbar, wenn der NABU sich an Kommunen oder andere wendet und diese auffordert Wanderimker fernzuhalten.” Ich möchte alle Imker und Imkerinnen ermuntern mit Ihren Vereinen sich bei entsprechenden Satzungsvorhaben der Städte und Gemeinden mit einzubringen.

    Wie sich der NABU beim Maßnahmenkatalog zum Schutz von Wild- und Honigbienen in Leipzig einbringt, zeigt er unter:

    Im Punkt M 2.7.a) steht: “Durch die hohe Individuendichte bei Honigbienenvölkern sowie den weiten Flugradius muss das Aufstellen von Honigbienenvölker (Nutztier) in Schutzgebieten mit einem Radius von mindestens 3 km um das jeweilige Schutzgebiet grundsätzlich untersagt werden.“

    Weiter geht es mit: “b) Eine Genehmigung zum Aufstellen von mehr als 15 Honigbienenvölkern für Wanderimker ist nach dem Abblühen der Linde zu versagen bzw. sollte erst nach Schaffung eines umfangreichen Angebotes an spätblühenden Nahrungsflächen ausnahmsweise gestattet werden können.

    c) Es ist die Einführung eines Imkereischeins analog zu Jagd- und Angelschein wünschenswert, das Gesundheitszeugnis als alleiniger Befähigungsnachweis ist nicht ausreichend.

    d) Um Konkurrenzen und Krankheitsübertragungen (auch Verflug, Räuberei und Reinvasion Varroamilbe) vorzubeugen, sollte ein GIS gestütztes Imkereikataster angelegt werden und die Imkerei entsprechend der genannten Maßgaben (Schutzgebiete, Imkereidichte, Trachtflächen) reguliert werden können.“