Erschreckender DBIB Brief

  • lch wohne nicht in Gronau sondern an einem Bach namens Gronau, aus dem Plattdeutschen"grüne Au"

  • So zieht hinaus in die Welt, ihr Söhne und Töchter Ambrosius', die ihr genähret werdet vom köstlichen Honig der Mutter Biene.

    Tut Kund' von den Jahrtausenden des Miteinander von Wild- und Honigbienen. Es sollen kein Stachel und keine Mandibeln mehr eingesetzet werden und keine Lymphe mehr vergossen werden. Alle werden satt. Und am Ende werden 5 Blühstreifen übrig bleiben und 10 Hektar Raps, die so sehr blühen und sich gen die Erde neigen, ob des reichen Schatzes an Nektar, der in seinen Blüten wartet, um abgeholt zu werden.


    Statt im Imkerforum zu stänkern, oder Leid zu klagen, fände ich es konstruktiver, wenn das einzelne Imkerlein hinaus in die Schulen geht, in die Obst- und Gartenbauvereine und in die Naturschutzvereine. Ihr werdet Gehör finden und man wird euch verstehen.

    Mancher hat einen gut laufenden Youtubekanal. Eine zusätzliche Sendung nicht für Imker, sondern für Naturfreunde, Bienenfreunde und Gärtner würde gut ankommen. Da könnte man Leute erreichen und ihnen erklären, warum man Massentrachten anwandern kann/muss (Wer weiß wie eine Heide ohne Imker nach 50 Jahren aussehen würde??), ohne dass die wilde Hilde dabei verhungert.


    Ich mache das auch bei Schulklassen. Gut, die Kinder sitzen nicht im Umweltamt, aber in 20 Jahren vielleicht. Es schadet nicht, wenn man mit ein wenig Blick für das Ganze groß wird.


    Keine Lösung ist es jedenfalls, sich im verborgenen zusammenzufinden, zu jammern und vielleicht noch irgendwann den Verbraucher zu beschimpfen, so wie manch andere Erzeuger das machen.


    Ich habe damals das VoBe in Bayern übrigens unterstützt, bin auch Mitglied im LBV und mein Feldnachbar ist konventioneller Bauer. Der hat deswegen trotzdem keinen Hass auf mich. Wir nehmen aufeinander Rücksicht und wenn die Zeit es erlaubt, dann sieht er auch interessiert bei den Bienen zu. Seine Kinder ebenfalls.

    Wenn jemand einen Imker vom Feld wirft, nur weil er Mitglied im einzigen Erwerbsimkerbund ist, dann ist der eine echte Hohlbirne. sorry. Ich denke aber auch nicht, dass sowas vorkommt, das sind eher Panikkonstrukte, die man sich ausdenkt. Genau wie das, was da von manchen beim Vobe in Bayern zusammengesponnen wurde...

  • Guten Abend.


    Als schweizer Hobbyimker, und Erwerbslandwirt, bin ich bei diesem Thema doch eher sehr weit weg, und müsste mich da eigentlich herraushalten.....Jedoch:


    Als ehemaliger Erwerbsimker, habe ich doch ein gewisses "Mitgefühl" für diese 8 Mitglieder/innen.


    In der Antwort, wurde kaum, oder gar nicht, auf das Standortproblem geantwortet. Dieses Problem, war zwar schon vor 40 Jahren vorhanden, und hat sich seither offenbar auch nicht verbessert.

    Mit dem erwähnen des Artenschwundes, und der Wichtigkeit dessen für die Honigbiene, stelle ich nicht in Frage.......Aber welche Interessen, der ERWERBSIMKER Bund vertritt hingegen schon.


    Und wer nicht weiss, wie Lobbyarbeit gemacht wird, der kann ja mal bei den Landwirtschaftsverbänden über die Schultern schauen.....Die wissen offenbar wie man dies macht, und werden dieses "Begehren" (hoffentlich) auch entsprechend beeinflussen.


    Lg Sulz.

  • Frei übersetzt ,folge dem Geld ?

    Ja......So tickt, halt unsere Welt.


    Mit einer artenreicher Blumenwiese, kann wohl kaum ein Landwirt seine Rechnungen bezahlen.......Es sei denn: Vater Staat, bezahlt ihn dafür. (oder jemand anderes).....Genauso, ist ein ERWERBSImker auf Standorte für die Wanderung angewiesen.....Oder er wird für den Ertragsausfall entschädigt.


    Auch ein selbständiger ERWERBENDER, (egal in welchem Gewerbe) brauch seine Lobby, genauso wie der unselbständige ERWERBENDER, seine Lobby/Gewerkschaft braucht.


    Mal abgesehen davon, hat mir meine Bankfachfrau, erst kürzlich erklärt;...Würden alle Leute so leben wie ich, würde das ganze Wirtschaftssystem der Welt zusammenbrechen........Ich kann also sicher nicht als "Vorbild" für eine Veränderung des System, herangezogen werden.;)


    Ich lebe heute mein Leben, habe aber auch Verständniss, für die Probleme von den "Anderen"....


    Lg Sulz.

  • Die Forderungen aus dem Volksbegehren führen zu einer Verbesserung der Trachsituation, nicht zu einer Minderung.

    Das Zitat zur Einstellung des Nabu aus #86 kann ich nicht als Bestandteil des Volksbegehrens finden.

    Dass der DBIB sich für eine Verbesserung der Trachtsituation einsetzt, halte ich nicht für schädlich für die Mitglieder.

    Wenn sich der DBIB bei solch einem Volksbegehren raushält, verliert er einen großen Teil seiner Einflussnahmemöglichkeiten. Wenn man bei den Gesprächen beteiligt ist, kann man gegen solche Forderungen wie aus dem Nabuzitat vorgehen. Ist man nicht dabei, eben nicht.

  • Wenn sich der DBIB bei solch einem Volksbegehren raushält, verliert er einen großen Teil seiner Einflussnahmemöglichkeiten. Wenn man bei den Gesprächen beteiligt ist, kann man gegen solche Forderungen wie aus dem Nabuzitat vorgehen. Ist man nicht dabei, eben nicht.

    Korrekt....Nur eben wurde bei der Antwort, keine Angaben zu der Forderung des "Nabu" zu den Standorten/Aufstellung von Wandervölkern, hingewiesen........Da dürfte der DBIB, schon mehr Druck auf den NABU machen......DAS währe eben eine Lobbyarbeit.


    Lg Sulz.

  • "Mehrere Untersuchungen haben mittlerweile nachgewiesen, dass sich auch die Nahrungskonkurrenz der Honigbiene negativ auf die Bestände der Wildbienen auswirken kann."

    Zitat aus

    https://schleswig-holstein.nab…nsekten/wespen/19172.html


    Kennt jemand diese Untersuchungen ?

    Wie fundiert sind die ?
    Ich würde bei dieser Diskussion ein paar Fakten begrüßen,

    zur Bildung einer eigenen Meinung.

    Weiß der DBIB das da was dran ist und hält sich deshalb verbal zurück ?

  • Hallo Sulz!


    "Ja......So tickt, halt unsere Welt."

    Das ist richtig, ich finde es aber sehr traurig.

    Ob sich die Menschheit so am Leben erhalten kann?


    "Es sei denn: Vater Staat, bezahlt ihn dafür."

    Das ist für mich nur eine "Floskel", auch eine Unwahrheit.

    Es ist unser Geld, Geld der Steuerzahler ...


    "... Würden alle Leute so leben wie ich, würde das ganze Wirtschaftssystem der Welt zusammenbrechen"

    Wäre das existenzbedrohend für die langfristige Erhaltung der Menschheit?


    "Ich kann also sicher nicht als "Vorbild" für eine Veränderung des System, herangezogen werden."

    Warum nicht?

    "Ich lebe heute mein Leben, habe aber auch Verständniss, für die Probleme von den "Anderen"...."

    Das finde ich ein "anständiges Menschenleben"!


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Die gehören bei so einem Artikel imho unten angegeben.

    Soweit öffentlich, ist Carsten Pusch Diplom-Biologe, Stellv. NABU Landesvorsitzender Schleswig-Holstein, Ansprechpartner für die Landesstelle Wasser, und Autor unterschiedlicher Artikel für den NABU


    Der strittige Artikel ist von Juli 2015, also noch vor der Zeit des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" in Bayern (2019).


    Ob der Artikel seiner Zeit von DBIB, DIB, etlichen Bienen-Instituten, Bienenexperten, und Imkern wahrgenommen und diskutiert worden ist, weiß ich nicht. - Fakt ist: der Artikel ist immer noch online.