Erschreckender DBIB Brief

  • "Honigbienenfreie Zonen um Schutzgebiete notwendig

    ...Nach Ansicht des NABU darf es daher in Schutzgebieten keine domestizierten Honigbienen geben. Damit sie nicht von außen in diese Schutzgebiete einfliegen, sollten Bienenstöcke einen Abstand von mindestens 1,5 – 2 km zu Naturschutzgebieten einhalten. Eine entsprechende Regelung ist notwendig: Immer wieder haben Imker in der Vergangenheit angefragt, ob sie ihre Honigbienenvölker an oder sogar in Naturschutzgebieten aufstellen können. Dies wurde von Seiten des NABU als auch der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde in einem Küstenschutzgebiet schon abgelehnt...."

    Zitat aus:

    https://schleswig-holstein.nab…nsekten/wespen/19172.html



    Weiterlesen bringt viel Erkenntnis über die Einstellung des NABU zur Honigbiene. Da sitzen Leute die den Eindruck erwecken, Bienenhasser zu sein.

    Das ist nur mal eines von weiteren Beispielen die man in Raum werfen könnte.


    Ich geh also mit jemandem Auf die Straße um vermeintliche Verbesserungen zu erreichen und bekomm danach den tritt in den Hintern? Hört sich für mich fast wie Querdenken an

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Die Agenda hier kann man ja eher unter: "Bitte keine Regularien für Landwirte, da sie sonst auf uns sauer sind" zusammenfassen.

    Du verstehst es echt nicht, oder? - Für das Volksbegehren ArtenvielfaltJetzt! ist die Honigbiene irrelevant.


    Es geht um Lobbyismus in EIGENER Sache vom Verband der Berufsimker. - Andere Menschen zu maßregeln kommt nicht sonderlich sympathisch, insbesondere dann nicht, wenn man ihnen vorschreiben will wie sie mit ihrem eigenen Grund und Boden zu verfahren haben. - Dumm nur, wenn du später bei den gleichen Leuten um einen Standplatz fragst.


    Ich denke, dem NABU wird's egal sein wie viel Porzellan zerschlagen wird zur Durchsetzung der eigenen Interessen. - Der DBIB ist hierfür nur Mittel zum Zweck, und wird ggf. später entsorgt.

  • Ich denke, dem NABU wird's egal sein wie viel Porzellan zerschlagen wird zur Durchsetzung der eigenen Interessen. - Der DBIB ist hierfür nur Mittel zum Zweck, und wird ggf. später entsorgt.

    So sieht es aus und ist auch meine Meinung.

    Jeder Imker hat ein Interesse, wenn auch evtl. persönlich bzw. egoistisch, dass seine Umwelt im Einklang ist und wird auch entsprechend handeln.

    Die letzten Jahre gab es diesen Mega Hype wegen den Bienen und damit kann man eben auch viele mobilisieren. So langsam sieht man jedoch was sich hinter dem Aushängeschild befindet, das hat schon Ansätze Richtung Peta/Veganer die mit Extremismus daher kommen. An sich ist deren bestreben nicht verkehrt, jedoch lässt man dabei wegen fadenscheiniger und unbelegter Begründungen auch welche über die Klinge springen, die das selbe Ziel verfolgen durch die unmittelbare Abhängigkeit.


    Man könnte weitermachen mit Invasiven Pflanzen/Bäumen die mit viel Einsatz vernichtet werden obwohl diese zum Teil sogar die Chance für eine Zukunft darstellen aufgrund der klimatischen Veränderungen usw.


    Mein Verband, ob der DIB oder der DBIB soll mich so vertreten und sich so einsetzen, dass die Interessen gewahrt und vertreten werden.

    Wenn ein Imker persönlich sagt er ist mit dem Volksbegehren im reinen und unterstützt dies mit vollem Einsatz, dann darf er/sie das auch, jeder darf und soll seine eigene Meinung haben. Von meinen Verbandsvertretern erwarte ich hier eine klare Abgrenzung von Aktionen auch wenn sie grundsätzlich den richtigen Weg verfolgen, jedoch eine Gefahr durch oben genannte Beispiele in sich bergen und dadurch der zu vertretenden Zunft ein erheblicher Nachteil zuteil würde.

    Entweder klärt man dies im Vorfeld und einigt sich darauf, dass solche Fehlinformationen beseitigt werden und man gemeinsam den gleichen Weg gehen kann oder man muss einen eigenen Weg gehen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hier wurde mehrfach benannt, was die Beweggründe für den DBIB sein könnten, das die Maßnahmen auch mehr Tracht bedeuten würden. Es wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass es eben nicht nur der NABU ist, der da drinsteckt.


    Bis jetzt wurden hier relativ faktenlos Mutmaßungen und Anekdoten verteilt, was der Schaden für die Imker dabei sein könnte, nur um sich immer wieder in den NABU zu verkeilen, der offensichtlich die mächtigste Organisation der Welt ist.


    Mehr Hecken, Blühstreifen und Kulturen a la Phacelia scheinen völlig egal für professionelle Bienenhalter zu sein. Diverse Vorwürfe konnte ich zumindest im Internet nicht bestätigen.


    Das erinnert mich an die letzten Diskussionen, wo der Verlust des heimischen Zuckerrübenanbaus für die Abholzung des Regenwaldes verantwortlich sein soll oder der Wolf für den seit Jahrzehnten bestehenden Rückgang der Schäferei verantwortlich ist.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Es geht nicht um die Petition an sich, die ist völlig egal. Es kann gut sein, was da drin steht, es kann schlecht sein, spielt keine Rolle. Kann, darf und muss jeder selbst entscheiden, ob er das unterstützt.


    Was nicht sein kann, ist, dass ein Verband, der als Ziel hat, die Berufsimker in Deutschland zu vertreten und zu fördern, die Petition in deren Namen mit unterzeichnet. Damit wird ganz schnell eine gefährliche Verbindung zwischen DBIB, NABU und der oben verlinkten Forderung noch einer Schutzzone um Naturschutzgebiete hergestellt.


    Und das wiederrum schadet zweifellos den (Berufs-)imkern in Deutschland und ist somit wohl kaum im Sinne der zahlenden Mitglieder des DBIB, die sich von ihrem Verband für die Mitgliedbeiträge eine Förderung der Imkerei versprechen und keine Einschränkung der Standplätze.

  • Du versuchst in deinen Beiträgen immer wieder Naturschutzverbände als Feindbild aufzubauen - unabhängig vom konkreten Anliegen.

    Bestimmt gab es in irgendwelchen Bundesländern Forderungen, die Einschränkungen für die Imkerei bedeutet haben. Und tausendfach gab es NABU-Maßnahmen (z.B. Streuobstwiesen) die von Vorteil für die Imker waren. Aber darum geht es nicht, denn es geht um Lobbyarbeit, richtig?


    Kokret postive Forderungen für Honigbienen soll euer Verband nicht unterstützen, weil man damit abstrakt Geschäftsbeziehungen zu einigen Landwirten gefährden könnte oder weil die Zusammenarbeit mit dem NABU nicht ins Weltbild passt (Ideologie).


    Den Schaden, den du damit für die Imkerschaft verursachst, scheint dir egal zu sein. In den bisherigen Beiträgen wurden die wesentlichen Punkte wunderbar zusammengefasst.


    Für den Durchschnittsimker gibt es nicht nur die scheinbare Abhängigkeit zur intensiven Landwirtschaft. Es gibt auch die Abhängigkeit zum Honigkäufer. Ich bin davon überzeugt, dass der Käufer vom heimischen Honig mehrheitlich diese Forderungen, wie die des genannten Volksbegehrens, unterstützt.

    Versuche die Imkerschaft gegen Naturschutzverbände zu radikalisieren werden uns einen Bärendienst erweisen.


    Der DBIB sollte klarstellen, dass er keine Abteilung des BUND ist, aber sich von einer -für die Honigbiene- guten Sache zu distanzieren, weil man nicht auf einem Zettel mit dem Naturschutz stehen will ....


    Daher ist die Stellungnahme eures Verbandes mehr als gelungen. Vielleicht merkst du das in ein paar Jahren auch noch.

  • siehe obsbaumbestäubung von Menschenhand in China . Die machen das nicht weil es im Baum so schön ist sondern weil da keine Insekten überleben vor lauter Gift

    Nö. Die machen das, weil es sich um Zucht handelt. More than honey ist aber auch ein schönes Beispiel für Propaganda. Das wird zunehmend mühsam.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Aber sowas wie die Handbestäubung bleibt im Bewusstsein hängen, das China grösster Honigexporteur ist wird nicht erwähnt. Die angeblichen Ziele des Nabu und anderen Organisatoren hört sich für den Laien sehr gut an. Was sonst noch im Text steht wird nur von aufmerksamen betroffenen Lesern bemerkt. Weisen sie dann auf diese Punkte hin, wird gleich abgewiegelt, ist doch garnicht so gemeint. Ich bin

    weder Berufs noch Nebeberwerbsimker, von daher nicht so betroffen aber ich kann nur warnen,seid wachsam.

  • Ich bin

    weder Berufs noch Nebeberwerbsimker, von daher nicht so betroffen aber ich kann nur warnen,seid wachsam.

    Meinst du.


    Guck mal nach, wo das nächste Naturschutzgebiet ist. Gronau ist umgeben davon.

    Finde ich auch top, braucht´s mehr von. Aber doch nicht mit einem 2 km Schutzradius. Dann wird die Bienenhaltung nämlich arg tricky.

  • in puncto Bienen in Naturschutzgebieten wird man sicher nichts erreichen, wenn man sich überall heraushält.

    Klärende Gespräche bringen mehr, als Mauern zu bauen. Und genau so eine Mauer wäre es, wenn sich die Verbände überall heraushalten.


    Und nur weil ein Verband was unterstützt, muss das nicht bedeuten, dass jeder einzelne das so haben wollte. Es gibt auch genug, die im Baurnverband sind, aber auch nicht alles gut finden.


    Man müsste das schon richtig in die zuständigen Köpfe reinbringen. Wenn das NSG Heide in Vollblüte steht, muss kein Wildtier leiden, auch wenn die Wanderimker kommen.

    Stehen 300 Völker auf der Magerwiese mit seltenen Bienen und Pflanzen, geht das eher nicht. Ein Standimker mit 5 Völkern ist da aber nicht das Problem.

  • Mich erinnert das hier vor allem an unser Volksbegehren 2019 in Bayern. Auch da war es ein Zusammenschluss von vielen Interessenverbänden, auch da war der DBIB dabei und auch da war die Diskussion durchsetzt von Stereotypen und übertriebenen Verallgemeinerungen. Klar ist nicht alles perfekt und alles auch immer Abwägungssache, aber ich halte das Begehren in Bayern nach wie vor für richtig auch wenn die Umsetzung etwas hakt. Insofern ist es aus meiner Sicht seitens des DBIB nur konsequent, auch in Niedersachsen als Unterstützer aufzutreten. Und soweit ich das überrissen habe, ist das doch von alle Fraktionen eures Landesparlamentes auch angenommen worden und wird nun in irgendeiner Form in Gesetze gegossen, oder? Sieht für mich am Ende also aus wie breiter Konsens.

    Ich war vor dem bayerischen Volksbegehren schon DBIB-Mitglied und bin es heute auch noch.