Erschreckender DBIB Brief

  • es geht auch nicht um dieses Volksbegehren, sondern darum, dass der Berufsimkerverband gemeinsame Sache mit Umweltverbänden macht.

    nochmal: passt auf mit sowas! In der öffentlichen Wahrnehmung gehören Imker zu den Ökos. Dieses Stimmungsbild ist für ganz viele Menschen ein Grund, für Honig von hier mehr Geld auszugeben als für EU/nichtEU. Ich halte es für ganz unklug, hier einen grundsätzlichen Gegensatz herbeizureden und erst recht, das nach außen so zu kommunizieren. Dann geht der mühsam erwanderte Raps/Heide/Kastanie nämlich bald nur noch für 2,80 im Fass weg.

  • Deine Forderungen sind doch klar kommuniziert. Der Berufsimkerverband soll ...

    ... konsequent Lobbyarbeit für die Berufsimkerei in ALLE Richtungen machen. Alle Politik. Alle Landwirtschaft. Alle Naturschutzverbände. - Mit allen reden. Alle umwerben. Und es sich mit niemand verscherzen.


    Differenzen zwischen konventioneller Landwirtschaft und NABU sind deren Sache. - Sich auf die Seite der einen zu schlagen um gegen die anderen etwas zu bewirken ist nicht im Sinne der eigenen Sache (Berufsimkerei), ja sogar kontraproduktiv.


    Dabei spricht nichts dagegen wenn der DBIB gemeinsame Projekte mit dem NABU macht. Solche Projekte sollten aber FÜR eine allgemein anerkannte gute Sache sein, dürfen sich aber auf keinen Fall GEGEN irgend jemanden richten mit dem man an anderer Stelle auf gute Zusammenarbeit angewiesen ist. (Landwirtschaft, z.B.)

  • Die Petition, die übrigens nicht nur vom NABU, sondern von über 200 Organisationen unterstützt wird, richtet sich nicht gegen die Landwirtschaft. Sie fordert gewisse Regularien, wahrscheinlich weil in Niedersachsen die intensive Tierhaltung mit all seinen Folgen als Problem erkannt wurde.


    Diese Petition will Regeln aufstellen, zum Wohle der Natur und Gesellschaft.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Die Petition, die übrigens nicht nur vom NABU, sondern von über 200 Organisationen unterstützt wird, ...

    Es ist legitim politisch aktiv zu werden: Die Initiative für das Volksbegehren geht vom NABU aus: Warum ein Volksbegehren


    Auch Legitim: Dann gibt's noch jene Gruppen, die sich GEGEN die Initiative wehren, weil sie davon betroffen sind, und nicht damit einverstanden sind wenn Dinge über ihre Köpfe hinweg entschieden werden. (Bauernverband, Forstwirtschaft, etc.)


    Dazwischen stehen die Berufsimker, die auf die gute Zusammenarbeit mit beiden Seiten angewiesen sind.


    Wer kann einen strategischen Vorteil darin erkennen, wenn der Berufsverband der Erwerbsimker (DBIB) sich auf die Seite des NABU schlägt? - Warum nicht als Verband neutral bleiben? Und zugleich beide Seiten auf Wunsch mit Expertise unterstützen?

  • Naja, um das wohl aller gehts doch immer.

    Nö, gehts eben nicht. Die Agenda hier kann man ja eher unter: "Bitte keine Regularien für Landwirte, da sie sonst auf uns sauer sind" zusammenfassen.


    Wobei mir immer noch nicht klar ist, warum man in Pusemuckel Stress mit dem Landwirt seines Vertrauens kriegt, weil ein Verband sich mit dutzenden anderen Organisationen in Niedersachsen für weniger Nitratbelastung und mehr Hecken und Blühstreifen einsetzt.


    Das konnte mir auch keiner wirklich beantworten, das wird wahrscheinlich auch nicht beantwortet werden. Es geht hier schließlich darum, dass sich der DBIB mit den Eierabschneidern vom NABU für ein Traktorverbot in ganz Europa und dem Verbot des Rapsanbau einsetzt.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Die strategischen Vorteile könnten sein:

    1. Image - die deutschen Honigproduzenten setzen sich für eine nachhaltige Landwirtschaft ein!

    2. Mehr Tracht - Mehr Hecken, Blühstreifen, Ökolandwirtschaft bedeutet tendenziell mehr Tracht. Immerhin soll ja auch keine Massentracht (eigentlich geht es hier doch immer nur um den Raps!!!) eingeschränkt werden. Niedersachsen ist was den Rapsanbau angeht eh nur im Mittelfeld der Bundesländer angesiedelt.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Irgendwie hab ich hier den Eindruck der die Überschrift könnte auch lauten Standplatz vor Umweltschutz. Ich verstehe die Ängste der Berufsimker . Allerdings in eine komplett ramponierten Umwelt hat keine Honigbiene eine Überlebensmöglichkeit siehe obsbaumbestäubung von Menschenhand in China . Die machen das nicht weil es im Baum so schön ist sondern weil da keine Insekten überleben vor lauter Gift

  • Irgendwie hab ich hier den Eindruck der die Überschrift könnte auch lauten Standplatz vor Umweltschutz. Ich verstehe die Ängste der Berufsimker . Allerdings in eine komplett ramponierten Umwelt hat keine Honigbiene eine Überlebensmöglichkeit siehe obsbaumbestäubung von Menschenhand in China . Die machen das nicht weil es im Baum so schön ist sondern weil da keine Insekten überleben vor lauter Gift

    Du verstehts da, glaub ich, einiges nicht.

    Gruß

    Butsche

    Es gibt viel zu tun; packen Wir`s an!

  • siehe obsbaumbestäubung von Menschenhand in China .

    Ja wirklich schlimm.

    Wird bei uns ja sogar schon bei Windbestäubern wie Weizen gemacht weil die Windräder den ganzen Wind ausbremsen.

    Beweisfoto

    Hast du die Ironietags vergessen?

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.