Erschreckender DBIB Brief

  • da wurden mir als Imker, von den Naturschutzbehörden der Landkreise, schon Stände versagt mit der Begründung die Honigbiene frisst den Wildbienen alles weg

    Wenn Du dann von Deinem Berufsverband ein derartiges Engagement erlebst, trotz Kenntnis, dass die Fächen nicht mehr angewandert werden können oder als Dauerplatz verlassen werden müssen, verstehe ich die Intention nicht.

    Handelt da jemand frei nach Ingolf Lück: komm ich jetzt ins Fernsehen?

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Der DBIB wirbt doch ständig mit dem Slogan:

    Wir sind die Lobby der erwerbsorientierten Imker!

    Wenn diese angebliche Lobby sich von einem Verband vor den Karren spannen läßt dessen Ziel es ist alle Bienenvölker von ihren Flächen zu verbannen dann hat da irgendjemand nicht verstanden was die Aufgabe eines Lobbyverbandes ist.

    Wenn das große Ziel der Verbandsführung ist sich für die Umwelt einzusetzen (was sicher nötiger denn je ist) dann sollten die mal über einen Wechsel zum Nabu nachdenken, dort können sie dann nach Herzenzlust Lobbyarbeit für den Nabu machen.

    Von Lobbyarbeit meiner Berufsvertretung erwarte ich aber das diese meinem Betrieb nützt und nicht schadet!

  • Aber kein Engagement, was den Mitgliedern schadet.

    DBIB Satzung

    Zitat

    § 2 Ziel und Zweck des Vereins


    1. Zweck des Vereins ist der Zusammenschluss aller Berufs- und Erwerbsimker Deutschlands und aus Teilen des deutschsprachigen Raum, mit dem Ziele, die Erwerbsbienenzucht zu erhalten und zu fördern, sowie ihre wirtschaftlichen Belange zu waren.

    vs

    Engagement welches den Interessen des Vereins schadet ist satzungswidrig.


    Wenn du davon überzeugt bist, hilft vielleicht ein gut begründeter Misstrauensantrag gegen den gesamten Vorstand (weil ja alle Vorstandsmitglieder geschlossen den Antwortbrief unterzeichnet haben) zur nächsten Mitgliederversammlung. - Dann musst du noch für notwenige Mehrheiten sorgen.

  • Der DBIB wirbt doch ständig mit dem Slogan:

    Wir sind die Lobby der erwerbsorientierten Imker!

    Wenn diese angebliche Lobby sich von einem Verband vor den Karren spannen läßt dessen Ziel es ist alle Bienenvölker von ihren Flächen zu verbannen dann hat da irgendjemand nicht verstanden was die Aufgabe eines Lobbyverbandes ist.

    Wenn das große Ziel der Verbandsführung ist sich für die Umwelt einzusetzen (was sicher nötiger denn je ist) dann sollten die mal über einen Wechsel zum Nabu nachdenken, dort können sie dann nach Herzenzlust Lobbyarbeit für den Nabu machen.

    Von Lobbyarbeit meiner Berufsvertretung erwarte ich aber das diese meinem Betrieb nützt und nicht schadet!

    genau das habe ich gemeint

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • So ein Verband muß seine Mitglieder vertreten.

    Doof ist halt, wenn die wenigsten Mitglieder wirklich Imker, sondern eher imkernde Umweltaktivisten sind...

    Mir gefällt das garnicht. Deshalb kein Daumen!

    Imkern ist imkern. Wer es betreibt ist dabei doch nebensächlich. Oder?

    Es gibt demnach auch andere Gruppen, denen man dann wohl die Fähigkeit zur Bienenhaltung anspreche n muss.

  • Vielleicht kann ja doch noch bis Seite 10 geklärt werden, wo der Schaden für die Berufsimker bei dieser Petition liegt. Hier driftet es ja immer wieder Richtung Allgemeinplätze ab, dass Naturschutz für einen Imkererwerbsverband unschicklich ist.


    1. Das mehr Ökolandbau z.B. mehr Buchweizen und Phacelia bedeutet scheint für die Erwerbsimker uninteressant zu sein. Vielleicht ist neben dem altruistischen Ansatz, dort die perverse Eier-abschneidende Logik des DBIB versteckt? Oder ist Phacelia und Co. uninteressant?


    2. Der einzig bis jetzt vermutete Schaden ist:

    - die Landwirte sind sauer auf die Berufsimker, weil deren Verband sich für eine Naturschutz-Petition einsetzt; es wird um Standplätze gebangt.


    Wo kann ich diese Konsequenz aus dem Begehr herauslesen?

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Nur mal ein kleines Beispiel damit alle das Problem besser verstehen:

    ich habe gestern eine Lieferung Heu und Stroh vom Bauern meines Vertrauens bekommen.

    Beim Abladen haben wir dann noch nen Schnack gehalten und ich hab ihn nach Rapsstandplätzen fürs Frühjahr gefragt.

    Er meinte nur:

    Dann frag doch mal deine Kumpel vom Nabu nach nem Standplatz!

    !!!

    Wir kennen uns zwar schon ewig und das war nur ein Scherz aber genau das verdeutlicht das Problem. Ich bin massiv von den Landwirten abhängig da meine Bienen 2/3 der Tracht auf landwirtschaftlichen Flächen finden.

    Sicher bin auch ich nicht immer mit denen einer Meinung und das sage ich denen auch zT recht deutlich aber ein gutes Miteinander ist wichtig!

    Und dieses miteinander wird grad massiv geschädigt!

    Walthers Weg der Diskussion auf Augenhöhe mit aufzeigen von Lösungsansetzen gefiehl mir da deutlich besser!

  • 2. Der einzig bis jetzt vermutete Schaden ist:

    - die Landwirte sind sauer auf die Berufsimker, weil deren Verband sich für eine Naturschutz-Petition einsetzt; es wird um Standplätze gebangt.

    Der jetzt schon eingetretende Schaden ist das Imker jetzt schon von ihren viele Jahre bestehenden Plätzen zum Abwandern gezwungen werden!

    Und das begründet der Nabu mit der nicht belegten Nahrungskonkurrenz.

    Nur wo sind die Studien die das untermauern?

  • 2. Der einzig bis jetzt vermutete Schaden ist:

    - die Landwirte sind sauer auf die Berufsimker, weil deren Verband sich für eine Naturschutz-Petition einsetzt; es wird um Standplätze gebangt.

    Der jetzt schon eingetretende Schaden ist das Imker jetzt schon von ihren viele Jahre bestehenden Plätzen zum Abwandern gezwungen werden!

    Und das begründet der Nabu mit der nicht belegten Nahrungskonkurrenz.

    Nur wo sind die Studien die das untermauern?

    Aber das ist doch wieder eine generelle Kritik am NABU und hat erstmal nichts mit der konkreten Sache in Niedersachsen zu tun, die hier eigentlich Thema ist.


    Ich sehe ja hier die Sehnsucht sich gegenüber diesen Vereinen auszulassen, aber die intensive Landwirtschaft in Niedersachsen ist auf der anderen Seite ein gesellschaftliches Problem und ich verstehe nicht, wie der Futterbau für die Millionen Schweine, Hühner und Puten dort, die Imkerei fördert.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Darum geht's doch überhaupt nicht. Das Volksbegehren ist in einigen Teilen berufsschädigend, und die gesuchten Allianzen sind es ganz sicher. DAS ist deswegen ein Problem, weil man nicht gleichzeitig gegen etwas kämpfen kann, wenn man mit dem Verursacher des Problems im Bett liegt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Aber das ist doch wieder eine generelle Kritik am NABU und hat erstmal nichts mit der konkreten Sache in Niedersachsen zu tun

    Der Nabu wird nur zu bestimmten Äußerungen kritisiert. Diese Aussagen betreffen jedoch die Mitglieder vom DBIB, um die es hier geht. Das ist den Berufsimkern und Nebenerwerbsimkern gegenüber eine seltsame Verhaltensweise, vom eigenen Berufsverband.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Ich sehe ja hier die Sehnsucht sich gegenüber diesen Vereinen auszulassen, aber

    Abgesehen davon, wenn ich als Mitglied keine Kritik äußern darf, wer dann!? Es betrifft mich doch!? Dich nicht, oder bist Du Berufsimker? Oder fühlst Du Dich eher als NABU Mitglied auf die Füße getreten? Das täte mir leid, aber das ist dann überhaupt nicht Deine Baustelle hier.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife