Erschreckender DBIB Brief

  • Mit den Volksbegehren (Umwelt) solle Mann besondere Vorsicht walten lassen. Bei uns in Bayern war es noch nicht einmal rechtlich verbindlich, da wurden mir als Imker, von den Naturschutzbehörden der Landkreise, schon Stände versagt mit der Begründung die Honigbiene frisst den Wildbienen alles weg und ist deshalb nicht mehr erwünscht. Ausnahmslos ALLE mir bekannten Imker haben beim Volksbegehren "Rettet die Bienen" mit ja gestimmt. KEINER der Imker konnte mir aber sagen was da drin steht. Eine gesunde Skepsis ist angebracht.

    Das geht ja in beide Richtungen.


    Hier gibt es ja auch keinen konkreten Grund, der gegen das Pro des DBIB für dieses Volksbegehren oder das Begehren an sich spricht, außer der Annahme, dass die Landwirte sauer auf Berufsimker sind, weil deren Verband sich dafür eingesetzt hat.


    Dann bin ich jetzt auch sauer auf alle Landwirte, weil deren Verband die flächendeckende Lösung der artgerechten Ferkelkastration seit Jahren behindert. Wenn solche Verbandsentscheidungen der Grund für die Auflösung von privaten Beziehungen sind, dann stand die Beziehung wohl von Anfang an auf wackeligen Füßen. :)

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Wenn solche Verbandsentscheidungen der Grund für die Auflösung von privaten Beziehungen sind, dann stand die Beziehung wohl von Anfang an auf wackeligen Füßen. :)

    Das ist ein Punkt. Warum gehen wir mit dem Nabu ins Bett, wenn er uns dabei die Eier abreisst?

    Dass man das Volksbegehren grundsätzlich unterstützt empfinde ich nicht als falsch... im Gegenteil! Aber man kann da geteilter Meinung sein.

  • Wenn solche Verbandsentscheidungen der Grund für die Auflösung von privaten Beziehungen sind, dann stand die Beziehung wohl von Anfang an auf wackeligen Füßen. :)

    Das ist ein Punkt. Warum gehen wir mit dem Nabu ins Bett, wenn er uns dabei die Eier abreisst?

    Dass man das Volksbegehren grundsätzlich unterstützt empfinde ich nicht als falsch... im Gegenteil! Aber man kann da geteilter Meinung sein.

    Ich gehe nicht mit dem NABU ins Bett und in diesem Fred geht es ja konkret um das Volksbegehren in Niedersachsen, welches von mehr als 200 Organisationen unterstützt wird.


    Niedersachsen ist Spitzenreiter wenn es um intensive Landwirtschaft, v.a. Tierproduktion geht, und somit auch bei der Nitratbelastung usw.usf. Die Forderungen scheinen aus meiner Sicht gerechtfertigt und den Imkern eher zu helfen, als zu schaden.


    Hat hier irgendeiner die Forderungen überhaupt gelesen?:/


    Und ich würde jetzt wirklich gerne wissen, warum diese Petition den Imkern die "Eier abschneidet".

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ich gehe nicht mit dem NABU ins Bett und in diesem Fred geht es ja konkret um das Volksbegehren in Niedersachsen, welches von mehr als 200 Organisationen unterstützt wird.

    Und wer steht über den 198 gemeinschaftlich ganz oben? Und warum müssen Imker Ihre Standplätze aufgeben die seit Jahrzehnten genutzt werden?

  • Ich finde, es kann und soll sich da jeder beteiligen, der das unterstützen möchte! Privat. Aber nicht meine Berufsstandsvertretung mit meinen Mitgliedsbeiträgen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Zusammen,

    wozu Jetzt die Aufregung? Wenn ich richtig gelesen habe ist das VB ähnlich wie in BW gegen die Wand gelaufen. Als Nicht-DBIB-Mitglied wundere ich schon über den Umgang mit seinen "fragenden Mitgliedern". Hederer-Zeiten scheinen deutlich vorbei zu sein.

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Ich finde, es kann und soll sich da jeder beteiligen, der das unterstützen möchte! Privat. Aber nicht meine Berufsstandsvertretung mit meinen Mitgliedsbeiträgen.

    Genau das wird aber von Verbänden erwartet: Sich bei den "großen" Rahmenbedingungen zu engagieren, der der Einzelne nicht verändern kann. Dazu verbindet man sich in einem Verband!

    Dabei gehe ich das "Risiko" ein, dass das Verbands-Engagement nicht immer identisch mit meiner Auffassung ist. Nein: Das ist kein "Risiko", das wird ganz sicher immer wieder eintreffen, bei jedem Verband.

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

    Einmal editiert, zuletzt von jakobleipzig () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • ...und alles in allem sollte sowas doch nicht hier diskutiert werden, sondern an anderer Stelle.

    Ja, wo denn? Mach mal einen Vorschlag, wo die ganzen wegen ihrer Meinung gesperrten Mitglieder fair mitdiskutieren können? Ich bin ganz Ohr. So notorische Rüpel wie der Mc Fly natürlich nicht ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich finde, es kann und soll sich da jeder beteiligen, der das unterstützen möchte! Privat. Aber nicht meine Berufsstandsvertretung mit meinen Mitgliedsbeiträgen.

    Genau das wird aber von Verbänden erwartet: Sich bei den "großen" Rahmenbedingungen zu engagieren, der der Einzelne nicht verändern kann. Dazu verbindet man sich in einem Verband!

    Aber kein Engagement, was den Mitgliedern schadet. Zumindest nicht ohne vorherige Diskussion.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Diskussion, was mit Beiträgen oder Steuern gemacht wird ist nur zehn Sekunden jünger als die Erfindung von Beiträgen oder Steuern. Frag mal einen Architekten, was er von seiner Kammer hält. Eine grundsätzliche Diskussion aber über die Grenzen der Zumutbarkeit wäre aber von Nöten. Wenn sich z.B. fünf Wanderer mit jeweils 800 Völkern oder acht Wanderer mit jeweils 500 Völkern in einem eng begrenzten Gebiet zufällig genau zur gleichen Zeit treffen, dann ist das zu viel. Deine 16 Völker am Stand spielen da sicherlich keine Rolle.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ich mag das Konzept der Arbeitsteilung. NABU kümmert sich um die Wildbienen, Imker um die Honigbienen, und der Berufsimkerverband um die Berufsimker.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife