Anstrich Styroporbeute - wie dicht ist dicht?

  • Meine Ablegerkästen von Stehr sind gestern gekommen, gleichzeitig mit einer Dose PU-Acryllack und der passenden Grundierung. Den ersten habe ich nur mit Pinsel erst 1x dünn grundiert, dann zweimal mit der eigentlichen Farbe gestrichen, den zweiten heute mit Pinsel (Ecken und Kanten) und Rolle, einmal satt grundiert und einmal satt mit der eigentlichen Farbe.

    Letzterer sieht besser aus, trotzdem habe ich keine komplett geschlossene Oberfläche (teils noch offene "Poren" des Hartstyropors, allerdings durchgefärbt/gestrichen aber eben nicht aufgefüllt), teils scheint es noch etwas hell durch (isb. beim komplett gepinselten Kasten).


    Blöde Frage aber: reicht das so? Geht ja nur um UV-Schutz, oder?


    Und ja, hab ich gelesen, jedenfalls mehrere Threads dazu, nach dem ersten Kasten gestern Abend sogar den Thread, der erklärt hat, dass man in den Falzen allenfalls dünn und einseitig streichen soll :roll:.


    Nebenbei: für einen dieser Kästen steiche ich gern drei komplette Holzbeuten. Altobelli, was eine Schmiererei...

  • Hä, die Segeberger habe ich einfach zusammengestellt und ohne Grundierung 2 mal gerollert, fertig. Die Farbe war wasserlöslich, den Namen kann ich Dir erst morgen sagen. Den Hartstyropor brauch man eigentlich gar nicht streichen, auch nicht der Sonne wegen, wenn man mit dem Weiß klar kommt. Der ist nämlich kaum sonnenempfindlich.

  • Blöde Frage aber: reicht das so? Geht ja nur um UV-Schutz, oder?


    Und ja, hab ich gelesen, jedenfalls mehrere Threads dazu, nach dem ersten Kasten gestern Abend sogar den Thread, der erklärt hat, dass man in den Falzen allenfalls dünn und einseitig streichen soll :roll:.


    Nebenbei: für einen dieser Kästen steiche ich gern drei komplette Holzbeuten. Altobelli, was eine Schmiererei...

     

    Aufeinanderstellen und streichen, wasserlössliche Farbe und null Grundierung.

    Reicht für Jahre/Jahrzehnte.

  • Ich staune: in den älteren Fäden ließt man, dass sich viele große Mühe beim Streichen geben und die Beuten teils sogar angeschliffen haben, damit der Anstrich lange hält und möglichst glatt/geschlossen ist :/.


    Das Styropor gestrichen werden muss, ist wohl unstrittig (Verkreiden). Beim Womit scheiden sich bereits die Geister, ich habe mich für PU-verstärkten Acryllack entschieden (ist wasserlöslich), da mir ein Eimer Fassadenfarbe für vier Ablegerkästen überdimensioniert erschien.


    Wie dem auch sei: offensichtlich kommt es nicht so drauf an: Hauptsache Farbe ist drauf.

    Vielen Dank! :)

  • Die sich die Mühe geben sind wohl die, die wissen, dass eine Zarge 20 Euro kostet. Und es spielt doch auch eine Rolle, wie es aussieht. Ich finde es befremdlich, wenn die Kisten aussehen wie Ranz, kann jeder aber halten wie er mag.

    Aber wie ein Komposter oder wie ein alter Haufen Holz - je nachdem- muss es eben nicht aussehen.

    Viel Spaß beim malern, Rudi

  • ...

    Blöde Frage aber: reicht das so? Geht ja nur um UV-Schutz, oder?

    Prinzipiell ja, aber der Anstrich, das Anstreichen selbst sollte dann auch halbwegs formalmäßig gemacht werden. D.h.

    1. die neuen Styropor-Körper sollten angerauht werden, um die Oberflächen zu entspannen und offenporig zu bekommen und das Finish aus der Spritz- oder Druckform zu entfernen. Das ist glatt bis antistatisch, darauf hält keine Farbe besonders gut. Danach mit feuchtem Schwamm oder Tuch entstauben, sonst bröselt oder perlt die Grundierung ab, anstatt einzuziehen.


    2. Acrylfarbe oder -lack ist wasserlöslich! darum kann man es für Styropor auch problemlos verwenden, weil das Styropor dadurch nicht angelöst wird.


    3. Was heißt Grundierung in deinem Fall? Zum Grundieren verdünnt man einfach einen Teil aus der Farbe mit Wasser. Manche nehmen 1:1, andere bis zu 1:5 Farbe zu Wasser. Das macht man nur, um den oberen Hauptschichten bessere Haftung zu ermöglichen und um die feinen Zwischenräume zwischen dem Styropor zu schließen. Denn auf demselben Weg dringen später Wasser und andere Partikel ein und zermürben und verunreinigen das Material auf Dauer. Zusammen mit dem Anrauhen/Anschleifen ergibt das erst eine "sichere", auf jeden Fall haltbarere Farbschichtung.


    4. Ob gespritzt, gepinselt oder gerollt ist egal, es muss ordentlich gemacht sein. Für die Deckelfalzen reicht Grundierung an der Auflageseite, aussen komplett anstreichen. Also unten mit einer normalen Farbschicht, an den Zargenfalzen sollte man schon normale = mehrfache Schichtung machen, weil dort auch das Wasser später steht und auch wieder Verunreingungen eindringen können. Falzen innen ist sinnfrei, da wird später verkittet. Zudem tragen die Falzen dort, daher ist eine Farbschicht auch mechanischer Verschleißschutz gegen das Hebeln mit Stockmeissel. Verhindert zwar keine Abdrücke, aber reduziert sie und verhindert Ausbrüche.


    Je sauberer der Anstrich, desto besser kann man später Belag abwaschen und die Beuten wieder reinigen. Kommt auch auf den Standort an, wie strak und hartnäckig der Belag auf Dauer sein wird. Bei gut gemachtem Anstrich geht das sogar mit Kärcher ohne den Anstrich zu zerstören - das erfordert aber Fingerspitzengefühl, das kann nicht jeder.


    Gruß Andreas

  • Das gleiche gilt umso mehr für Futterzargen! Nur mit dem speziellen Anstrich, wobei ich vermute, dass der sog. "Bottichlack" nichts anderes ist, als abwaschbare Latexfarbe für Küchen... Ist auch egal, bei Futterzargen sollte es noch sauberer geamcht werden, da bildet sich ganz schnell Schimmel, der später kaum zu entfernen ist, wenn dort keine ordentliche Farbschichtung vorhanden ist.

  • Hallo,

    habe jahrelang beruflich mit Segebergern zu tun gehabt. Wir hatten die Dinger grundsätzlich mit handelsüblicher Fassadenfarbe einmal gerollert, und fertig. Ich konnte da nie einen Nachteil gegenüber deutlich teureren Farben feststellen.

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

  • Ich lass mir die Silikonfassadenfarbe im Baumarkt mit gewünschtem RAL Farbcode im 2,5l Gebinde ( 36 -39€) mischen und rolle das mit dem Farbroller 2 bis 3x unbehandelt auf die Beuten. Mit Pinsel gehts es nicht so gut.


    vermehrung3.jpg


    Das hellgrüne im Gegensatz dazu, hat ein Kollege mit einer anderen Farbe gemacht.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Was heißt Grundierung in deinem Fall?

    Die Grundierung, die der Hersteller zur Farbe empfohlen hat. Ist aber auch Acrylfarbe auf Wasserbasis, bildet eine ganz leicht rauhe Oberfläche. Eine Stelle nur mit Deckfarbe hat erheblich länger zum Trocknen gebraucht. Die Kombination erscheint sinnvoll.


    Ich denke, ich bleibe bei meinem Mittelweg. Ich empfinde es eh schon als Strafarbeit, das Abschleifen erspare ich mir deshalb und vertraue auf die Grundierung.