Honig sieben/klären/rühren Handling für 15 WV

  • Hallo zusammen,


    oben genanntes Thema gibt es zu häuf in dem Forum, aber irgendwie drehe ich mich immer im Kreis.


    Aber von Anfang an.


    Ich habe eine kleine Imkerei die von Jahr zu Jahr etwas wächst. In das nächste Jahr wenn alles gut geht werde ich mit 15 WV starten.

    HW werden mit Gabel entdeckelt und dann anschließend in einer 6 Waben Selbstwendeschleuder ausgeschleudert..bis hier hin alles ok.


    Jedoch dann das Problem:

    Dieses Jahr hatte ich im Sommer andauernd mit verstopften Doppelsieben zu kämpfen.

    Das würde ich gern abstellen, jetzt liest man im Forum hier von Spitzsieb, Siebkübel, Klärfässer, Honigsumpf usw.

    Weiter nervt mich wenn ich dann immer 3-4 Behälter a 30-40kg herumstehen habe und diese dann nacheinander rühren muss.

    ( das Ergebnis ist aber gut, was man so hört, das sollte auch so bleiben)

    Sobald alles fertig gerührt ist werden die Behälter dann nochmals in ein Abfüllkübel mit 32kg umgefüllt und kommen dann direkt ins Glas. Hier das Problem mit jedem umfüllen müsste ich eigentlich nochmal warten bis sich die letzten Teilchen nach oben geschafft haben. Aufgrund von Zeitproblem wird direkt ins Glas abgefüllt.


    Jetzt bräuchte ich ein praktikable Lösung.


    z.B habe ich mir überlegt den Honig über ein Grobsieb in einen Eimer laufen zu lassen. Wenn dieser gefüllt, könnte man den Eimer in ein Spitzsieb mit untergestellten Abfüllkübel für 200kg oder 300kg laufen lassen. Parallel ein neuer Eimer unter die Schleuder...

    Hier bin ich mir nur nicht sicher wie viel ich meinem zweihand Rührer zumuten kann bzw. welche Menge man max. noch gerührt bekommt. Honig fertig gerührt ab ins Glas.


    oder

    unter die Schleuder direkt ein Siebkübel, den Honig dann in die Eimer und von dort dann in ein großer Abfüllkübel...


    Ein Honigrühr oder Mischgerät wäre toll, aber leider Finanziell nicht machbar und für die Menge auch denke ich nicht praktikabel.


    Vll ist ja jemand da der ähnlich große Imkerei hat und sein Ablauf so optimiert dass es vom Zeit und Geld Aufwand gut ist.

    Ich möchte nicht anfangen alles mögliche auszuprobieren, dann steht im Nachgang viel unnötiges im Keller und das Geld wurde förmlich verbrannt.


    Wichtig wäre dann aber auch noch welche Geräte von welchem Hersteller eingesetzt werden, hier liest man über den Siebkübel auch viel mit überlaufen, verstopfen usw.


    Gruß

  • Hi Mika, ich habe ein paar Völker mehr. Ich entdeckle auch mit der Gabel (brauche das Wachs), schleudere in einer 4Waben Selbstwendeschleuder und hab mehrere Siebgarnituren im Wechsel. Dann durch ein feines Spitzsieb in ein 300kg Abfüllfass. Nach einigen Tagen fülle ich in Eimer ab. Bei recht zähem Honig, lass ich ihn nur durchs grobe Sieb und später (vor dem abfüllen) durchs Melitherm. Abgefüllt in Gläser wird frisch nach Bedarf, weil ich im Sommer immer genug andere Arbeit hab. Ich hoffe ich konnte Dir helfen. VG Sascha

  • Hallo, wieso schafft ihr 2 nicht den Honig nach dem groben Sieben in das 300 kg Klärfass und lasst es nach einer Wartezeit dann erst durch das Spitzsieb in den Eimer ?

    So ist mein Plan für 2021

    Bis bald

    Marcus

  • Ich wollte den Honig durch ein Spitzsieb lassen, damit ich im Anschluss direkt rühren kann.

    Wenn ich euch beide richtig verstehe, geht bei euch der Honig nach dem Klärfass,

    direkt wieder in Eimer. Wann wird bei euch gerührt? Erst nach dem Erwärmen oder macht ihr das noch in dem Klärfass?

  • Jetzt bräuchte ich ein praktikable Lösung.

    :thumbup:

    unter die Schleuder direkt ein Siebkübel, den Honig dann in die Eimer und von dort dann in ein großer Abfüllkübel...


    Ein Honigrühr oder Mischgerät wäre toll, aber leider Finanziell nicht machbar und für die Menge auch denke ich nicht praktikabel.

    Habe ähnliche Größe...


    Wichtigste Anschaffung der letzten Jahre war der Siebkübel. Für die Größe passt das - klein und fein. Such mal in den Diskussionen hier!


    Damit ist das Siebproblem bei mir gelöst worden, die Schleuder läuft nach Bedarf und muss nicht auf das Sieben warten...


    Zweite wichtige Anschaffung war der Rührtopf mit 100 Liter Volumen und Rührmotor. Es gibt größere Töpfe, aber der passt für die genannte Größe - 200 Gläser aus einer Charge! Bei ca. 600 kg Gesamtmenge /Jahr muss man 4 - 5 mal ansetzen. Der wird gerade "thermisch aufgepimpt", damit ich jederzeit unabhängig - auch im warmen Sommer schön cremigen Honig machen kann.


    Und dann die dritte Investition, die sich lohnte: Der Meliterm gewährleistet das Verflüssigen des Honigs - quasi den "Reset" und neue Kristallisation.


    Die Zwischenschritte - Klären und Abschäumen von (kleinsten) Wachspartikeln laufen bei mir noch in Eimern - ist aufwändiger, geht aber ohne Honigpumpe alles noch manuell.


    Letzteres wäre nochmal eine Überlegung....


    Am Imker wird Geld verdient - jedoch, ohne Investitionen kommst nicht voran. Was Du an Geld rein steckst, sparst Du an Zeit.

  • Es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Du verzichtest auf das Entdeckelungswachs und schon wird alles drei Stufen einfacher und leichter.


    Ich entdeckele mit Heißluftfön, daher kommen kaum Wachspartikel in die Siebe. Da verstopft kaum was, alle 100 kg mal reinigen reicht meist aus. Der Honig wird anschließend direkt durchs Feinsieb geschickt und ist dann abfüllfertig im Eimer, zumindest bei Sorten die nicht mehr gerührt werden müssen. Der zu rührende Honig wird im Eimer geimpft und kühl gestellt. Entweder mit eigenem Honig in gewünschter Konsistenz und ansonsten mit zugekauftem Honig entsprechener Konsistenz. Das tut nicht weh, da der Honig ja nicht weg ist sondern auch wieder verkauft wird - Nullsummenspiel. Muss ja kein 1,79-Aldi-Honig sein, darf gerne der gute Honig vom Kollegen oder aus dem lokalen Regal des Supermarkts sein. Damit bekommt man auch ohne Rührwerk usw. feinsteifen, streichfähigen Honig in Nutella-Konsistenz hin.


    Hat natürlich auch Nachteile: Das Rühren in Eimern aus Plastik ist nicht optimal, hier muss man aufpassen keinen Plastikabrieb zu erzeugen. Solange man beim Rühren aber nicht einschläft ist das auch kein Problem. Durchs Impfen muss allerdings auch nicht allzu oft gerührt werden. Und du hast kein Deckelwachs. Strebst du einen eigenen Wachskreislauf an, kann das je nach Betriebsweise knapp werden und du musst Mittelwände/Wachs zukaufen.


    Ich kann mit den Nachteilen gut leben. Den Verzicht aufs Deckelwachs sehe ich für mich selbst sogar als Vorteil - einfach, weil mir damit nochmal einen Haufen Arbeit & Sauerei weg fällt. Funktioniert auf diese Art und Weise für mich sehr gut. Der Gedanke an Klärfässer etc ist mir ein Graus, die in meiner beengten Stadwohnung teuren Lagerraum einnehmen würden - damit will ich ihren Nutzen aber keineswegs anzweifeln (und auch nicht den von Rührwerken usw.).


    Diese Methode ist zudem vergleichsweise sauber, schnell und vor allem effizient. Zur Größenordnung: Habe auf diese Art dieses Jahr bis zu 400 kg/Ta, 1.5 to gesamt geschleudert und direkt feingesiebt in Eimer abgefüllt (zu 2t). Ist sicher kein Setup für jemanden der in den Nebenerwerb oder gar in den Vollerwerb gehen möchte, für die genannte Größenordnung 15 WV aber in meinen Augen die einfachste, schnellste, sauberste Lösung. Wenn du mit den Nachteilen leben kannst.

  • Du musst nicht aufs Deckelwachs verzichten.

    Ich würde das nie und nimmer tun!

    Ein weiterer Vorteil bei DD sind die Honigwaben.

    Dem Erfinder des beheiztem Entdeckelmessers (auch Dadant!), ist hier eine feine zusammen passende Sache gelungen.

    Das Beste: es geht schnell und sauber. Sauber bedeutet, in der Schleuder (im Sieb auch nicht:!:) landet nicht das feine Wachsgefiesel, was bei Gabelarbeit unabdingbar ist. Es wird einfach nicht produziert!

    Schmeisst die Gabel.......:)

    Das Leben wird so leichter, ich verspreche das.

    Was Du an Geld rein steckst, sparst Du an Zeit.

    Hin und wieder stimmt das.

    Also Entdeckelmesser (Speetking) anschaffen.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Muss es das beheizte Messer sein oder geht das auch mit einem unbeheiztem Messer? Es geht v.a. um die Dickwaben, weil man die besser köpfen kann, oder?

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • es gibt wirklich nur eines, welches ich anraten kann : Speetking von DD:)

    Beheizt, und regelbar, MUSS es sein.

    Lasst blos die Finger von Chinexensch...ss, TAUGT NIX!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Hi Mika, ich lasse ihn im Eimer kristallisierten, schicke ihn dann durchs Melitherm und rühre ihn nach dem impfen wie ich ihn brauche. Momentan noch mit Bohrmaschine samt Rührer, bald mit Rührmaschine. Gruß Sascha

    Hallo,

    Wie bekommst du den Honig aus dem Eimer in das Melitherm? Wird es kalt umgefüllt oder warm? Wie lange dauert es bis so ein Durchgang erledigt ist? Man macht sich damit doch noch mehr Arbeit, als wenn man im Sommer direkt alles fertig macht.