Durchschnittssatzbesteuerung entfällt ab 600.000 Euro Umsatz

  • Außerdem ist das alles andere als einfach. Ich habe nur jeweils ein Konto für Umsatz- und für Vorsteuer. Nicht für jeden Steuersatz ein Extrakonto. Das müsste man aber haben, wenn man diese Entscheidung (einfach) treffen will.

    Von der Buchführung nach Pauschalbesteuerung kann man überhaupt nicht auf die Regelbesteuerung schließen.

    Mal eben bei der EDV aufs Knöpfchen dücken und schon weiß man Bescheid, ist leider nicht.

  • Eine schlechte Nachricht für Großimker: Mit dem Jahressteuergesetz 2020 wird die Durchschnittssatzbesteuerung nach § 24 UStG auf landwirtschaftliche Betriebe bis 600.000 Euro Jahresumsatz begrenzt. Damit setzt die Bundesregierung eine Vorgabe der EU um.

    Na ja, reine Imkerein mit solchem Umsätzen wird es nicht viele geben. Am ehesten könnten Großbauern betroffen sein, die nebenbei auch imkern.

    Gilt erstmals für Umsätze, nach dem 31.12.2021. Richtig?

  • Die Regelung tritt "am Tag nach der Verkündung" in Kraft. Das ist morgen, weil heute das Jahressteuergesetz 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Die Regelung gilt demnach schon für 2020.

    Bemessungsgrundlage ist aber das vorangegangene Kalenderjahr. Das wäre 2019.

    Demnach müssten Betriebe schon für 2020 zur Regelbesteuerung wechseln, wenn der Gesamtumsatz 2019 über 600.000 Euro lag.

    Mich wundert auch, dass dadurch eine Rückwirkung entsteht. Ich habe den Eindruck, da hat der Gesetzgeber wieder mal geschlampt. Vielleicht gibt es noch einen Billligkeitserlass der Finanzverwaltung

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Stimmt, das habe ich übersehen. Bemessungsgrundlage wären dann in 2022 die Umsätze in 2021. Also genug Zeit das anzupassen.

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  • Bemessungsgrundlage ist aber das vorangegangene Kalenderjahr. Das wäre 2019.

    Demnach müssten Betriebe schon für 2020 zur Regelbesteuerung wechseln, wenn der Gesamtumsatz 2019 über 600.000 Euro lag.

    Mich wundert auch, dass dadurch eine Rückwirkung entsteht. I

    Nicht das ich da auch nur Ansatzweise in die nähe kommen würde...


    Aber kann mir mal jemand erklären, wie das Rückwirkend umgesetzt werden soll?

    Ich schreibe ein Jahr Lang Rechnungen mit 10,7% USt.

    Das heißt ja ich müsste ALLE Kundenrechnungen stornieren und neu stellen?

    Sind die vollkommen bekloppt?

    ABM für Steuerberater?


    Ok, das kam nach....

    Stimmt, das habe ich übersehen. Bemessungsgrundlage wären dann in 2022 die Umsätze in 2021. Also genug Zeit das anzupassen.