Wie Kunstschwarm wohnhaft machen?

  • N'Abend zusammen,


    nee, hab grade keinen im Keller, baue aber gerade an einem Deckel für eine Kunstschwarmbox aus einem Streckmetallpapierkorb. Habe mich dabei an der Version von Kruppi orientiert.

    Bei der könnte man den Deckel, hätte er einen eigenen Griff, vorsichtig nach oben abnehmen (also mit der Traube) und die Bienen dann in die Beute einschlagen (ähnlich wie bei der Seip'schen Schwarmfangbox).

    Aber ist das überhaupt sinnvoll? Wäre es nicht viel besser - vielleicht aber auch einfach nur bequemer - die Bienen in die neue Beute einlaufen zu lassen? Oder geht das bei Kunstschwärmen garnicht mal so gut?


    Wie macht Ihr das mit dem einlogieren von Kunstschwärmen in die neue Beute (nach Kellerhaft)?

  • Moin Waldi,


    Wenn es schnell gehen muss, Deckel von der Beute auf, Platz schaffen, Königin mit Mini Futterteigverschluss einhängen, Bienen hinzu und Deckel rauf.


    Wenn ich Zeit habe, lasse ich auch gerne einlaufen. Das ist dann für mich und besonders für Besucher am Stand immer wieder ein Highlight.


    Viele Grüße

    Ron

  • Wenn ich Zeit habe, lasse ich auch gerne einlaufen. Das ist dann für mich und besonders für Besucher am Stand immer wieder ein Highlight.

    Und da ist es egal, ob Naturschwarm oder Kunstschwarm (wie gesagt: mit Kö und nach Kellerhaft)?


    Ersteres wurde mir aus der Forumslektüre klar, Letzteres fand ich nur einmal erwähnt.


    Das man auch die ganze Beute in den Keller stellen kann, ist klar, das habe ich dieses Jahr ausprobiert und fand das recht umständlich (schwer, sperrig, gurten, etc.). Daher wollte ich Kunstschwärme zukünftig nach Bildung in einen Gitterkorb geben und damit in Kellerhaft nehmen, später dann in die Beute.

  • Beim einlaufen lassen sollten die Bienen des Kunstschwarmes von einem anderen Stand sein. Es sei denn, du machst einen offenen Kunstschwarm. Dann geht es auch am gleichen Stand und du sparst dir die Kellerhaft.

  • Hallo Waldi,

    dunkel und kühl reicht ja, das habe ich im Schuppen auch.

    Aus dem selben Grund sind unsere Deckel auch so, dass man die nach oben herauszieht. Weil dann die Traube wunderbar dran hängt. Wir gehen immer her und machen die Zarge fertig mit Mittelwänden und setzen noch eine leere Halbzarge auf. Dort gehen wir dann (nachdem wir die Königin im offenen Ausfresskäfig zwischen die Waben gehängt haben) mit dem Deckel mit Bienentraube drüber und mit einem sanften Stoß sind sie drin. Manchmal reicht es auch einfach den Deckel hochkant zu drehen, dann fallen sie auch meistens schon ab. Die Halbzarge hat den Vorteil, dass die Bienen dann reinlaufen statt über zu quellen. Quasi wie ein Trichter, halt ohne Schräge. Wenn dann die meisten zwischen die Rähmchen rein sind, ist die Zarge schnell abgenommen und auf die dann Bienenfreie Oberkante, kommt dann schnell der Deckel, bzw. der Fütterer aufgelegt. Denn nach dem Einlogieren ist füttern angesagt.

    Die Bienen die im Korb unten rumkrabbeln, die schütte ich generell anschließend vor die Beute. Die sind oft nicht mehr die Fittesten. Da können sich diese dann mit der Fluglochwache absprechen, ob die da noch mit rein sollen oder ob schon ausmustern ansteht.


    Grüße

    Peter

  • Hi
    Bienen nass machen, Leicht aufstoßen,

    Königin entnehmen, zwischen die rähmchen hängen, Klappe auf.
    Paar rähmchen entnehmen Bienen hinein schütten rähmchen hinein. Futter drauf, Deckel drauf. Fertig

    Wird sehr gut im Buch von reiner schwarz beschreiben. Oder auf YouTube von Janik Osterloh bei dem geht das Zack Zack der aber einen Hohenboden benutzt.

    Also ich denke du brauchst keinen Haltegriffe. Außer du hast Langeweile dann kannst du dir einen bauen.

  • Hallo, mit dem Käfig mache ich schon lange nicht mehr. Henry schrieb damals sinngemäß"die nassen Bienen haben sicher besseres zu tun, als die Königin abzustechen." Ich werfe die Königin einfach oben rein. Der Schwarm kommt dann besser zur Ruhe.

    Bis bald

    Marcus

  • Und nicht vergessen: Im Gegensatz zu einem Naturschwarm haben Kunstschwarmbienen keinerlei Futtervorräte. Also Vorsicht mit allzu langer Kellerhaft oder ans Füttern denken.

  • Beweiseln würde ich zumindest bei einer unbegatteten Königin in der Tat direkt bei Bildung des Kunstschwarms.

    Konkret: junge Bienen aus mehreren Völkern in Hobbock abstoßen, zwischendurch einnebeln, Königin kurz taufen, damit sie nicht einfach abhaut, mit dazu, die ganze Bagage in den feinen, handgedrechselten Kunstschwarmkorb, dunkel und kühl lagern, Futterglas auf die dafür vorgesehene Aussparung, in Ruhe lassen, aufs Futter achten.


    So weit ist mir das klar. Frage war tatsächlich nur, was danach: einschlagen oder einlaufen lassen?


    Ron schrieb: einlaufen lassen nur wenn Wechsel des Standes möglich. Das ist ein wertvoller Hinweis.


    Wenn ich richtig zwischen den Zeilen lese, dann schlagen aber die meisten den Schwarm nach der "Kellerhaft" in die neue Beute (wenn sie ihn nicht sowieso von vornherein da rein packen). Richtig?

  • Einlaufen lassen, wenn Du das Wunder der Natur erleben und erleben lassen willst,


    nass machen und aus dem Korb vorsichtig in die Kiste "kippen", wenn es schnell gehen soll und Du das Einlaufen schon öfters erlebt hast.


    Wenn die 2 - 3 Tage in Kellerhaft zurückliegen, ist es meines Wissens und Erfahrung nach egal, ob reinkippen oder einlaufen lassen. Da das Reset vollzogen ist.

  • warum was neues ausdenken- es gibt ein Arbeitsblatt Kunstschwarm vom LWG bzw LLH

    im Unterschied zum Begattungskästchen wird ein Kunstschwarm mit einer begatteten Weisel gebildet!

    Kunstschwarmkisten sind leichter, gut belüftet, damit auch im Sommer gut transportierbar , damit ist der notwendige Standwechsel kein Problem.

    Wenn man die KS für sich selbst macht, könnte man die Weisel schon während der 2-3 Tage Dunkelhaft frei fressen lassen, ich lasse die im Käfig bis zum Einschlagen, dann kann bei Verkauf die Weisel gezeigt werden oder auch noch gegen eine andere getauscht werden, wenn der Käufer nur die Bienen für seine Zuchtweiseln braucht. Und man kann den Käfig auch Nachts gut umhängen und die Bienen in die neue Beute einschlagen und die Rähmchen auffüllen, ohne das Gefahr für die Weisel besteht,


    Beim Einlaufen sollten keine anderen Kisten direkt daneben stehen. Die Bindung von den Bienen ist nicht besonders stark bei jungen begatteten Weiseln, wenn andere Kisten daneben stehen, könnten die einlaufenden Bienen zu der attraktiveren Nachbar-Königin ziehen.

    Ich schlag idR ein.