Stockkarte - wer nutzt sie?

  • Meine Erfahrung ist, dass bereits ab 10 Völker jegliche App einfach nur lästig ist. Völlig unbrauchbar und fern jeglicher Praktikabilität.

    Ich nutze ein Notizbuch und ausgedruckte Excelvorlagen zur Bewertung. Zur Bewertung werde ich im Herbst mal das Heuvelsche System nachbasteln.

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Meine Erfahrung ist, dass bereits ab 10 Völker jegliche App einfach nur lästig ist. Völlig unbrauchbar und fern jeglicher Praktikabilität.

    Ich bin immer wieder Überrascht, wie viel ich mir merken kann....

    Solange die Völker an einer Stelle stehen. Sobald ich da was durch die gegen karre kommt das alles durcheinander.

    Gefühlt müsste ich für nächste Saison eine Schüler anstellen der nebenherläuft und Notizen diktiert bekommt, oder direkt in die App dokumentiert.... Jobbeschreibung: Honigräume wegwuchten, Tablet bedienen, Honigräume wieder draufwuchten, Bier holen.8)

    Ich selbst nutze zur Dokumentation an sich IBeeKeeper. Aber primär für Behandlungen, Standorte und Ernten. Stockkarte führe ich nur die extrem wichtigen Dinge. Nutze aber die App kaum, sondern schreibe mir die wichtigen Punkte auf und übertrage das dann zuhause.

  • Ich habe unter jedem Deckel einen dünnen A5 Block liegen und notiere sofort wichtige Dinge.

    Da verschwindet nichts und wird auch nichts nass.

    Super lästig bei Wind und Regen. Und ja, auch bei Wind und Regen muss kontrolliert werden. Dieses Jahr hat es bewiesen 😉

    Ich kontrolliere fast nie bei Wind und nie bei Regen, da die Damen das auch eher kontraproduktiv finden.

    Selbst in diesem besonderen Jahr konnte ich das vermeiden.

    Hier fliegt nichts rum ;) klemmt mit 'ner Klammer in der Futteraussparung des Deckels...

  • Nutze aber die App kaum, sondern schreibe mir die wichtigen Punkte auf und übertrage das dann zuhause.

    Das mache ich genau so. Direkt am Stand eine App oder einen WebService zu benutzen ist nicht praktikabel.


    Falls mehrere Arbeiten anstehen mache ich mir beim Standbesuch handschriftliche Notizen.


    Zu Hause werden dann alle Aktivitäten mittels App oder Webservice in BeeSmart erfasst. Diese Art der Datenspeicherung, Dokumentation und Recherche-Möglichkeit gefällt mir am besten.

    Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

    Philip Rosenthal

  • Ich notiere in meinem Handy Kalender für jedes Volk immer die nächsten Tätigkeiten für den Tag an dem ich sie machen will. Dabei mache ich die Termine immer so "früh" wie möglich, damit ich immer weiß, dass ich sie auch schieben kann. Wenn ich sie an dem Tag nicht mache, schiebe ich sie auf einen, an dem ich sie machen will.

    Was dann rückblickend im Kalender steht, ist dann auch eine Historie.

  • Ich nutze die Panzertape Methode wie Michael Palmer bei Kontrolle wird ein Streifen auf den Deckel geklebt und dann mit einem wasserfesten Edding draufgeschrieben. Datum was gemacht wurde bei Ablegern ist das sehr praktisch zb wann Zellen zugehängt wurden oder Königin zugesetzt entnommen Brutwaben Honig Futter usw. man steht vor dem Volk und weiß immer was Sache ist kein propolisverklebtes Blatt kein Display usw. die Schrift verblasst irgendwann aber das dauert.

    Anfangs hab ich auf die Folie geschrieben aber die sind recht schnell rausgeflogen und auch die sind recht schnell zugekittet…

  • Ich notiere in meinem Handy Kalender für jedes Volk immer die nächsten Tätigkeiten für den Tag an dem ich sie machen will. Dabei mache ich die Termine immer so "früh" wie möglich, damit ich immer weiß, dass ich sie auch schieben kann. Wenn ich sie an dem Tag nicht mache, schiebe ich sie auf einen, an dem ich sie machen will.

    Was dann rückblickend im Kalender steht, ist dann auch eine Historie.

    Oha 🤓😂

    Versteh ich nicht. Das Bedarf einer Erklärung an ein paar Beispielen…

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Ich mache zum Beispiel montags eine Schwarmkontrolle und finde bei dem Volk B4 bestiftete Zellen. Dann gehe ich im Kalender 5 Tage weiter auf Samstag und schreibe „SK B4“ auf.

    Wenn ich dann bei C1 auch Zellen finde, ändere ich den Eintrag auf „SK B4, C1“.

    Wenn wir dann beim Freitags beim Abendessen feststellen, dass wir am Samstag keine Schwarmkontrolle machen können, weil zB ein Unwetter angesagt ist, dann schiebe ich den Termin auf Sonntag.


    Angenommen ich habe unbegattete Königinnen bestellt. Die werden bei meinen Züchtern montags los geschickt und sind normalerweise Dienstag da. Dann schreibe ich mir für den Dienstag „Kunstschwärme erstellen“ in den Kalender. Wenn die am Dienstag nicht da sind, schiebe ich den Termin auf Mittwoch und falls das auch nicht klappt eben auf Donnerstag usw.


    Sagen wir die Königinnen kommen wirklich am Dienstag. Wenn die Kunstschwärme dann erstellt sind mache ich einen Termin für Donnerstag „M+ einschlagen“. Wenn ich das am Donnerstag gemacht habe schreibe ich für zwei Wochen später einen Termin „M+ Eilage?“

    So kann ich unter der Woche auch schauen, was demnächst noch vorbereitet werden muss.


    Falls mir am Stand ein Volk auffällt bei dem ich eine weiselprobe machen möchte, schreibe ich danach für drei Tage später einen Termin „Weiselprobe D1?“. Dann sehe ich evt dass einen Tag später eine Schwarmkontrolle geplant ist und schiebe den Termin für die Weiselprobenkontrolle gleich mit auf den Tag.

  • Ich habe einen Ordner, der immer mit dabei ist. In dem Ordner die Stockkarten aller Völker.


    Da die Völker "sortiert" stehen, fange ich bei V1 an. Gucke eben was ich das letzte Mal gemacht habe und was dran wäre oder ob das Volk ggf. auch ungeöffnet bleibt.


    Wenn ich öffne, dann wird zuerst Datum, Wetter und Temperatur notiert. Beim ziehen der BW eben notiert was ich auf welchen Waben hatte: z.B.: E-L K heisst Stifte (Eier) - Larven und die Königinn war auf dieser Wabe zu sehen.


    Zu der Königinn habe ich oben am Rand, welches Jahr, Zeichnung, Herkunft, Begattung notiert. Sehe ich eine ungezeichnete und in dem Volk hätte eine gezeichnete sein müssen, weiss ich zumindest das die NEU ist!


    Zudem notiere ich wo ich SN (Spielnäpfe) sehe und kann damit ein wenig darauf achten, ob die "aufmunitioniert" werden und dann nicht mehr zum spielen da sind...


    ganz hinten in der Zeile werden Besonderheiten notiert. Wenn ich den Deckel zu mache, bewerte ich eben noch und fertig.


    Zukünftig kommt ganz vorne noch eine Liste rein in der ich Termine eintrage (z.B. 17.07. V1 heisst am 17.07. muss ich bei Volk 1 gucken, alles was zu tun ist, steht auf dieser Stockkarte).


    Im Winter habe ich dann bisher immer durchgeguckt und die Völker schon mal "vorsortiert". Welche sollen zur Zucht dienen bzw, Zuchtstoff liefern, welche Honig etc.


    Bei der ersten Durchsicht im Frühjahr wird dann final entschieden, wer was darf oder was weg soll!


    So hatte ich bisher - ohne Öffnung der Völker - eine gute Übersicht! Und ich kann mir einfach nicht alles merken und will nicht ständig aufmachen, wenn es nicht muss!

  • … z.B.: E-L K heisst Stifte (Eier) - Larven und die Königin war auf dieser Wabe zu sehen.

    Jetzt weiss ich endlich, wo der ELK seinen Benutzernamen her hat! ^^ Spass beiseite: Ausgeklügeltes System, sehr durchdacht. :thumbup:

    Ist noch nicht optimal, ich arbeite noch weiter dran.


    Aber mit Erfahrungen sieht man Dinge anders oder benötigt andere Hinweise auf seiner Stockkarte.