Stockkarte - wer nutzt sie?

  • Hallo.

    Habe in den ersten Jahren Stockkarten gehabt. Mittlerweile sind die weg.

    Man sollte aber auch die Dokumentation in Relation zur Völkerzahl setzen.

    Wenn jetzt etwas nicht okay stelle ich den Stein auf und überlege beim nächsten Mal was da falsch war. Das sind ja dann auch nur 1-2 Völker die man im Kopf behalten muss.

  • Achso, die Stockkarten sind bei uns doch nicht unter den Deckeln, sondern in einer Mappe in der Smoker-Kiste. Dadurch hat man die Dinger auch zuhause und kann nachschauen wenn man was planen will. Aber wie gesagt, ich bin mir da unsicher was ich überhaupt drauf schreiben will. Wir haben mal eine Weile Brut und Futter beurteilt, aber wenn ich dann am Volk stand und den Futterstand wissen wollte habe ich eh nachgeschaut ... mal gucken welche Informationen mir nächstes Jahr wichtig sind

  • Am Anfang habe ich mir ein A4-Notizbuch angeschafft und alles notiert, was mir wichtig erschien, einschl. Wetter am Stand, Fluglochbeobachtungen, etc..

    Recht schnell bin ich dazu über gegangen, diese Dinge am Stand auf die Diktaphon-App meines Handys zu sprechen.

    Bereits im Laufe dieser ersten Saison ist das, was ich aufschreibe, erheblich weniger geworden. Ich werde versuchen, das auch in der nächsten Saison fortzuführen, auch, nein gerade weil das mit dann hoffentlich um acht Völkern (bisher vier), deutlich schwieriger werden wird.

    Was mir dann noch notierenswert erscheint, will ich später in einer Stockkarte zusammenfassen.

  • Stockkarten liegen mit nicht. Zumindest bisher noch nichts dazu gefunden.


    Ich habe eine WhatsApp Gruppe mit mir selber.

    Wenn ein Stand abgearbeitet ist zwinge ich mich da was reinzuschreiben.

    - Was wurde gemacht

    - Was steht als nächstes an. Insbesondere was muss man dazu mitnehmen.


    Problemvölker bekommen den Stein falschrum aufgelegt.

    Ausgesuchte Völker (Zucht, Wander-Würdig) am Stand werden mit Kreide markiert.


    Seit einiger Zeit werden die Maßnahmen ausgewertet und ein Jahresplan erstellt.

    Das soll eine bessere Planung bringen.



    Gruß max

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)

  • Hi,

    zu formalen Stockkarten konnte ich mich nie durchringen .. passt nicht für mich.

    Ich bin ein optischer Typ, d.h. ich muss sehen was ich mir merken will. Wenn das alles gleich aussieht geht das nicht bei mir.

    Durchgesetzt hat sich - obwohl es mir nicht professionell genug ist- ein DinA4 Block, quer, darauf von links nach rechts die Völker, so wie sie stehen, wenn man dahinter steht. ... so kenne ich bald jedes Volk. Aufgeschrieben wird das was mir grad wichtig erscheint. Und was ansteht ...ok ich hab selten über 12 Völker 8)

    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Ich bevorzuge die digitale Stockkarte. Lässt sich via App oder aber auch Browser pflegen. Benutzerfeedback wird gerne entgegen genommen und im Rahmen von neuen Releases berücksichtigt.


    https://www.beesmart.org/start

    Klingt interessant, vor allem auch die Funktion für "normale Bürger" Schwärme über die App mit Standortdaten zu melden, damit Imker diese Meldungen sehen und den Schwarm einfangen können.


    Leider ist die App in Deutschland (zumindest für iOS) nicht verfügbar....warum auch immer.

  • ...wir verwenden Stockkarten, damit wir nach dem Abheben des Deckels sofort sehen, was der Stand an diesem Volk seit der letzten Durchsicht oder anderen Arbeiten war. Nur so behalten wir den Überblick - man vergißt oder verwechselt doch einiges. Wir führen eine Bio-Imkerei, hier sind Stockkarten zudem Pflicht.

    Anbei unsere selbstgebastelte Excel-Datei. Wer möchte kann diese gern verwenden oder ändern. Stockkarte .XLS.zip

    Unsere A4-Stockkarten sind aus normalem Papier und werden mit Reißzwecken am Dämmdeckel fixiert, damit sie bei Wind nicht wegflattern. Geschrieben wird mit einem Kuli oder Filzschreiber. Zum Wechsel des Bienenjahres kommen sie in einen Ordner. Auf die neue wird dann mit Stichpunkten / Übertag kurz beschrieben. Zudem haben wir Kurzformen für unterschiedliche Dinge eingeführt.

    z.B. Königin gesehen= KÖ OK, für Königin nicht gesehen= # KÖ, vB = viele Bienen, kl.V = kleines Volk usw.

    Wer nur eine geringe Anzahl an Völkern hat, kann sich die durchgeführten Arbeiten an seinen Völkern sicherlich gut merken, wenn es allerdings mal in den 3 steillgen Bereich geht, wird's dann schon etwas schwierig den Überblick zu behalten. Also uns geht das so.

    Wir halten Stockkarten aus Papier für eine gute Möglichkeit Dinge schnell (und auch mal mit Handschuhen) niederzuschreiben. Mit dem Handy vor Ort alles einzutragen möchten wir nicht, da doch immer wieder Wachs o. Propolis an den Fingern klebt = die Sauerei dann abputzen macht keinen Spaß.

    Jonas

  • Hallo,


    ich habe als Stockkarte eine Datenbank im Einsatz. Erstellt wurde diese mit Ninox. Sie ist Online wie Offline verfügbar und wird am Stand über ein Tablett bedient. Ich habe bei der Erstellung darauf geachtet das zum Großteil nur Button bedient werden müssen. So sieht das ganze dann aus:


    pasted-from-clipboard.pngpasted-from-clipboard.png


    Das Tablett ist in einer Minute mit PrimaSprit gereinigt.


    Gruß

    Micha

  • Ich habe mir auch am Anfang riesig Gedanken gemacht wegen der Stockkarte. Mal mehrere Online rausgesucht und mir dann meine eigene in Excel erstellt und ausgedruckt, A4, schön mit Spalten, z.B. wieviele Brutwaben etc.


    Hab dann am Bienenstand gemerkt, dass ich viel zu unerfahren bin alles genau zu erkennen und auszufüllen. Bin dann auf einfache Karten umgestiegen wo ich halt eintrage was ich gemacht und beobachtet habe.


    Mittlerweile verwende ich die kleinen gelben Kärtchen (A6 o. A7?) inklusive Plastikhalter, die es im Handel gibt. Bin damit sehr zufrieden. Parallel trage ich die selben Sachen in einer Exceltabelle ein.

    Eine Datei mit einem Tab pro Volk. Funktioniert recht gut.

  • Hallo,

    nutzt Ihr eine Stockkarte? Wenn ja, die vom DIB? Was gefällt Euch daran, was nicht? Gibt es Felder, die Ihr vermisst? Oder habt Ihr andere Wege gefunden, Eure Aktivitäten am Bienenstock zu dokumentieren?

    Freue mich, von Euren Erfahrungen zu hören.

    Herzliche Grüße

    apirita

    Ich habe eine Stockkarte "Marke Eigenbau". Dort steht im Kopf die Nummer des Volks, Jahrgang, Herkunft (Ableger, Schwarm oder zugekauft). Weiter unten dann das Datum und Notizen über das Volk, bspw. welche Arbeiten ich durchgeführt habe oder wenn ich etwas außergewöhnliches beobachten konnte. Mir hilft die Stockkarte sehr.


    Als Spleen gebe ich den Königinnen Namen. Die Königin im ersten Volk erhält einen Namen mit "A", das zweite mit "B" und so weiter. Das ist natürlich völlig blödsinnig, aber als Mensch braucht man eben auch seine Macken :-)

  • Ja, ich nutze Stockkarten bei 20 WV auf 3 Ständen und die entsprechende Anzahl an Ableger, kann ich mir nicht mehr alles, was wann wo und bei welchem Volk merken.

    Hier habe ich DIN A 5 Karteikarten in einem kl. Ringordner, mit eigenen Spalten.

    Hilft mir sehr und ich muß nicht versuchen, mir alles zu merken.

    okay, was sind die Themen "deiner eigenen Spalten"?

  • Ich hatte auch mal Stockkarten. Den Ordner habe ich immer zuhause vergessen...


    Ich nutze Reißzwecken im Boden für

    Alter Königin -> Frabe

    Rasse -> links -> Buckfast, mitte ->Promenade, rechts ->Carnika

    Verhalten/Ertrag -> oben -> top, mitte -> ok, unten ->umweiseln


    Ansonsten schreibe ich auf den Deckel mit Kö-Stift:

    geschwärmt Datum, still umgeweiselt, Futter in kg was noch fehlt, V für Varroa hoch.

    Panzerband drüber wenn veraltet (nach Mike Palmer)


    Ansonsten verwende ich auch das Stein drehen System, für zu beobachtende Völker.


    Für Zucht und Schwärme mache ich mir Kalendereinträge ins Handy.


    Versuchen Stände alle gleich zu haben und gleich zu bearbeiten. Dann braucht man sich nur merken, was am Stand gemacht wurde.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Hallo,

    benutzte eigene Stockkarten in A4, welche ich in einem Ordner mit führe.

    Eingetragenen werden Abweichungen von der normalen Erwartung die ich zu dem aktuellen Termin vor finde. Honigentnahme, Futtermenge werden auch notiert. Das wichtigste sind jedoch die Dinge, die beim nächsten Besuch dabei sein sollten. :/

    Gruß Hardi

    Gute Idee, dann man vergißt immer was und muss dann nochmal hin!