Die heimische Honigbiene unter Naturschutz stellen!

  • Das trifft es!

    Und deshalb kann jeder kleine Schritt ein Schritt in Richtung des Zieles sein: Schutz der Arten (und deren Unterarten).

    Damit wäre diese Petition dann eindeutig sinnfrei. Wenn die Hautflügler insgesamt geschützt sind, muss man nicht eine speizelle Unterart aus der Gesamtheit gesondert schützen und nebenher andere Unterarten durch die Hintertür gezielt rauskanten und mittels Sonderbedingungen ausgrenzen.


    Haben die Einreicher der Petition nicht gewusst, dass ihr Wunschtier bereits geschützt ist, negieren oder ignorieren sie es oder bezwecken sie etwas anderes?

    Wenn die dunkle Biene bereits als ausgestorben dokumentiert ist, kann das, was man heute als dunkle Biene verstanden haben will, nicht mehr die dunkle Biene sein, sondern bestenfalls ein Abbild. Dafür gibt es einen Fachausdruck, er heißt Abbildzüchtung.


    Das gleiche gibt es schon lang für Auerochsen und Wildpferde. Beides schon vor Jahrhunderten ausgestorben und durch experimentelle Zucht wieder als Abbild ins Leben zurückgeholt. Stichwort Heckrind und Heckpferd - wenn man die Geschichte dazu nachliest, weiß man, woher der Wind weht... <X:cursing:

  • Ein schönes Thema!

    Es ist aber (aus der Sicht der Imker) keins, weil es sie ja nicht mehr gibt!

    Wozu dann die Aufregung wegen ein paar „Spinner“?

    Also: Nur unterhaltsam!?

    Einen schönen 2. Advent wünscht euch allen

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Schmeckt trotzdem gut so Heckrind

  • Stell dir vor, dass nur dunkle, wilde Bienenvölker unter Artenschutz gestellt werden. Das heißt, dass nur dunkle Drohnen in ihrem Begattungskreis sein dürfen. Das heißt 5 km rund um das Artenschutzgebiet dürfte niemand was anderes halten als dunkle Bienen.

    Quelle?

    Hauskatzen und Haushunde müssen doch auch nicht zur "Rassereinhaltung" von Wildkatzen und Wölfen aus deren Gebieten entfernt werden?

  • "Über das Verhältnis zwischen Wildkatzen und Hauskatzen ist bislang wenig bekannt. So mag es an der ausgeprägt einzelgängerischen Lebensweise der Wildkatzen liegen, dass diese nicht längst in der um ein vielfaches größeren Hauskatzenpopulation untergegangen sind. In Gefangenschaft sind Kreuzungen zwischen Wild- und Hauskatzen jedenfalls möglich. Die daraus hervorgehenden Mischlinge werden als Blendlige (engl. „to blend" = vermischen) bezeichnet.

    Die generelle Möglichkeit eines Kontaktes zwischen Haus- und Wildkatze ist heute groß: einerseits durch die hohe Anzahl an der Hauskatzen, andererseits durch die Inanspruchnahme der Landschaft seitens des Menschen und seiner Tiere. Gesicherte Erkenntnisse darüber, wie häufig Paarungen auch im Freiland stattfinden, liegen bis heute nicht vor. Während der Paarungszeit der Wildkatzen im Februar dürfte die Mehrzahl der Hauskatzen wohl eher vor dem warmen Ofen liegen. Eine Paarung besonders von jungen Wildkudern auf Reviersuche mit Hauskätzinnen erscheint jedenfalls wahrscheinlicher als eine Paarung von Wildkatze und Hauskater, da sich der Hauskater in diesem Fall als Rivale gegen den wilden „Revierkuder“ behaupten müsste."


    Quelle: http://www.europäischewildkatze.de/wildkatze-hauskatze.html


    Nee, total stimmig, der Vergleich...


    Zwei Minuten google-Recherche. Wolf mache ich jetzt nicht auch noch.

    Munterbleiben!


    Erstes selbstständiges Bienenjahr mit vier WV in 12er Dadant mod.

  • Nee, total stimmig, der Vergleich...

    Ich hatte nach der Quelle für

    Stell dir vor, dass nur dunkle, wilde Bienenvölker unter Artenschutz gestellt werden. Das heißt, dass nur dunkle Drohnen in ihrem Begattungskreis sein dürfen. Das heißt 5 km rund um das Artenschutzgebiet dürfte niemand was anderes halten als dunkle Bienen.

    gefragt.

    Wildkatzen und Wolfsmischlinge gibt es (Danke für den Beleg). Das wird nicht gern gesehen. Aber die Unterschutzstellung von Wölfen und Wildkatzen wird nicht zum Anlass genommen, in den betroffenen Regionen Hunde und Hauskatzen zu verbieten.
    Deshalb noch mal die Frage nach der Quelle für: "Das heißt 5 km rund um das Artenschutzgebiet dürfte niemand was anderes halten als dunkle Bienen."

    Gruß vom Harry

  • In Österreich wurde dieses Jahr mit der Carnica genau das probiert. Da sollten alle anderen Arten verboten werden, war vor Gericht.


    Davon abgesehen, wie stellst du dir sonst einen wirksamen Schutz für die Dunkle vor?

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Dass sich hier oft immer so eschauffiert wird, wenn es um Naturschutz und dessen (negative?) Folgen für die Imkerschaft.

    Ich habe in der Petition keine konkrete Forderung gefunden. Meiner Meinung nach ist es dringend notwendig, dass unsere Wälder wieder bessere Lebensbedingungen für Flora und Fauna bieten. Egal, welche Bienenarten diese Nischen dann annehmen.

    Und auch das Argument: wilde Honigbienen sind nicht varroatolerant ist sehr verlockend, aber wissenschaftlich noch nicht genug unterfüttert. Da sollten sich die Imker nicht größer machen, als sie sind.

  • Danke für die Antwort, JaKi,

    Ich stelle mir keinen Schutz für die Dunkle vor, weil mir ganz allgemein zum Schutz wilder Varietäten (Rassen) unterhalb der Artgrenze nichts bekannt ist (und ich das auch nicht für zielführend halte).

    Dagegen kann ich mir schon vorstellen, dass das Bienenvolk in der Baumhöhle unter Schutz gestellt wird. (Siehe https://bienen-nachrichten.de/…nigbienen-deutschland/526)

    Also der Schutz wildlebender Völker von Apis mellifera

    Da spricht doch nichts dagegen, oder?

    Gruß vom Harry

  • Wildkatzen und Wolfsmischlinge gibt es

    dank der oben für Wild- und Hauskatzen beispielhaft aufgeführten Gründe nur sehr selten. Dafür habe ich einen Beleg geliefert. Und alle diese Gründe treffen für Bienen nicht zu.

    Wie heißt es so schön: nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. Und Deiner zwischen Bienen und Hunden, Katzen, Wildkatzen und Wölfen ist schlicht hanebüchen.

    Munterbleiben!


    Erstes selbstständiges Bienenjahr mit vier WV in 12er Dadant mod.

  • :thumbup: