Stilllegung von Genen durch Zucht aus Larven

  • Auf der anderen Seite ist mir bekannt dass eine Nachzucht aus Eiern aufgrund austrocknen

    Das stimmt schon einmal nicht, Eier trocknen nicht aus. Sie sind sogar sehr unempfindliche, sie können sogar stunden- wenn nicht tagelang transportiert werden, die Weiterentwicklung stellt sich ein und dann können die wieder weitergepflegt werden.

    Es geht um Aktivierung bzw Inaktivierung von Genen durch die Einleitung der Entwicklung als Arbeiterin

    Ludger, bitte, die Umstellung auf Arbeiterinentwicklung passiert doch nicht beim Übergang vom Ei zu Larve, diese passiert erst viel später - damit sind wir wieder bei wasgau immen mit dem Hinweis auf "zu alte Larven"...

  • Allenfalls sind die auf der Suche nach den grassierenden Problemen mit Bienenköniginnen, die international wohl inzwischen sehr kurzlebig sind.

    Für mich zum Verständnis: gehört das zu den Problemen, die in diesem Video (Roger Patterson vor der National Honey Show) angesprochen werden?


    Ist das auch hierzulande ein Problem? Ich hab noch nix davon gehört (was ja nicht viel heißt...).

    Munterbleiben!


    Erstes selbstständiges Bienenjahr mit vier WV in 12er Dadant mod.

  • Moin Ludger,

    aaalso, mir ist die Zerstrittenheit der Fachleute nicht verborgen geblieben.... (Mille Grazie für deine Hinweise, bin nich dümmer geworden)

    Hat nun Lamark oder Darwin recht?, oder haben beide...ich weiss es nicht!

    Mir geht allerdings ein Beispiel Armbrusters betreff der Lebenslage nich aus dem Sinn.

    Es besagt, das eine Pflanze die in warmen Gefilden prächtig gedeiht, im Gebirge kümmert.

    Verpflanzt man diese oder deren Nachkommen wieder in günstigere (wärmere) Umstände, gedeiht sie wieder, wie zuvor.

    Sei es wie es ist,

    es empfiehlt sich weiterhin, nichts zu unterlassen, was uns gesunde Queens beschert:!:

    Schon deshalb, Merci

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Moin zusammen

    Wäre dieses "Problem" nicht mit den Umstecksystemen erledigt? (Nicot, Jenter...)

    da kann man ja auch Stifte "umlarven" oder sehe ich das falsch?

    VG

    Martin


    Ja - vermutlich ginge dass. Nur die Gefahr, dass du mit dem käfigen der Königin ihre Eilage einschränkst und in der Folge, die anschließende Annahme im Volk gefährdest, ist für wirklich zuchtwürdige Königinnen einfach zu hoch.


    Gruß
    Ludger

  • Allenfalls sind die auf der Suche nach den grassierenden Problemen mit Bienenköniginnen, die international wohl inzwischen sehr kurzlebig sind.

    Für mich zum Verständnis: gehört das zu den Problemen, die in diesem Video (Roger Patterson vor der National Honey Show) angesprochen werden?

    ...

    Nicht wirklich. Aber ist auch ein Problem ;(

    Das nachfolgende Video "A closer look at Factors Affecting Queen Quality" von Clarence Collison ist ebenso sehr sehenswert.

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • Ich habe mir nun das Video von Clarence Collison reingezogen und ab Minute 31:00 wird es interessant. Bei Minute 33:00 wird eine Studie von Woyke aus dem Jahr 1971 zitiert. "Die Besten Königinnen entstehen aus Eier." Ich kann es jedem ans Herzen legen. Suuuper interessant.


    Entgegen auch der Meinung von FranzXR , dass eine Umstellung auf Arbeiterinnenentwicklung viel später stattfindet spielt es sehr wohl eine Rolle in welcher Umgebung ein Ei bzw eine Larve aufwächst. Nicht nur die Fütterung mit Gelee Royal hat Einfluss auf die Epigenetik sondern eben auch die Größe und Lage der Zelle ab Tag 0. Jeder Tag ab Befruchtung des Eis in den Eierstöcken, hat Einfluss auf den weiteren Zyklus: Wird aus dem Ei eine Arbeiterin oder eine Königin.


    Griaß

    „Wenn Bienen den Mindestlohn erhalten würden, würde ein Glas Honig mehr als 132.000 Euro kosten „🤔

  • spielt es sehr wohl eine Rolle in welcher Umgebung ein Ei bzw eine Larve aufwächst. Nicht nur die Fütterung mit Gelee Royal hat Einfluss auf die Epigenetik sondern eben auch die Größe und Lage der Zelle ab Tag 0. Jeder Tag ab Befruchtung des Eis in den Eierstöcken, hat Einfluss auf den weiteren Zyklus: Wird aus dem Ei eine Arbeiterin oder eine Königin

    Tolle Behauptung - reine Theorie?


    Nun, was mir auffällt ist das:

    • andere Studien zu anderen Ergebnisse kommen
    • Profizüchter über Jahrzente nur umgelarvt und künstlich besamt haben, aber deren Königinen immer besser wurden
    • Eier in künstlichen Zellen (Kunstsoffwaben, Weiselnäpfchen) werden auch seit Jahrzehten verwendet und die Bienen entwickeln sich immer noch "normal"

    Was mir an der oben verlinkten Studie wiederstrebt ist:

    1. Es wurden nur 4 Generationen betrachtet
    2. Die Anzahl der Königinen pro Vergleichsgruppe war variable und auf 3-11 beschränkt
    3. Im Ergebnisdokument ist keine Fehlerrechnung enthalten
    4. Die Ergebnisvarrianz pro Gruppe ist nicht dargestellt
    5. Kein Profzüchter verwendet stetig so alte Larven wie die jüngsten im Versuch (24-30 Stunden alt)

    Aus Punkt 2 ergeben sich 2 Arten von Fehlern.

    • zunächst der Fehler durch zu kleine Anzahl der Königin pro Gruppe, da beeinflusst ist die "Auswahl" der Königin relativ viel! ("Gesetz der großen Zahlen")
    • dann durch die variable Gruppengröße ergibt sich auch noch ein Fehler (oder der Wertebereich in dem der erste Fehler sich bewegt, ist dadurch auch variabel)

    Dadurch das weder der Fehler, noch die Varianz innerhalb jeder Gruppe, dargestellt ist, kann man wenig beurteilen was die Zahlen wirklich aussagen.


    Es mag ja sein das an diesen Theorien etwas richtig ist aber bewiesen ist die "Versuchsannahme" durch die obrig verlinkte Studie nicht wirklich, zumindest nicht durch das darin erwähnte Zahlenmaterial... - Natürlich werden bei extremen Umweltbedigungsänderungen die Entwicklung der Biene allgemein beeinflusst (siehe Wachsskandal) aber die "Ergebnisbehauptung" in der erwänten Studie, ist für nicht nachvollziehbar. OK, ich bin kein Gentiker, aber ich habe schon Ahnung von Statistik...


    Also, danke für die Info, aber ich werde weiter umlarven! ;-)

  • Hrm nein, denn da scheidet jedes System aus, welches nicht eine so große Zelle wie für eine Königinaufzucht gebraucht wird anbietet aus.

    Weder Jenter noch Nicot noch ein Eistreifen hätten sowas und darum bin ich der Meinung das das eiablagemäßig vollkommen egal ist.

    Ansonsten wäre das eine Art Vorbewusstsein vor der eigentlichen Entwicklung nach der Befruchtung.

    Wan erfolgt die erste Zellteilung im Ei?

    Ist die vor oder nach der Ablage, denn die Befruchtung erfolgt im Moment der Eiablage und ich kann mir nicht vorstellen das während der Ablage schon die ersten Zellteilungen erfolgen.

    Damit ist das Eiablagevorbestimmungsthema für mich Esotherik.

    klar kann man alles anzweifeln und versuchen zu widerlegen, darum halte ich es wie Dieter. Im Auge behalten und die Stufen bis zur Königin ständig optimieren und verbessern.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.