Sebstgebrannten Schnaps deklarieren

  • Ich habe gehört, dass der doppelt gebrannt...


    Bei 10 Euro pro Liter Alkohol kommen noch 6 Euro branntweinsteuer drauf, macht zusammen 26 Euro,...


    keinen Zucker zugeben...

    Hast du dich schon mal mit dem Verfahren der Schnaps-/Alkoholherstellung beschäftigt? Deine Beiträge lassen darauf schließen, dass dies eher nicht der Fall ist.


    Es wäre schön, wenn du das nachholst, bevor du hier noch mehr Verwirrung stiftest.

  • Ja, habe ich. Was paßt dir denn nicht? Ich hätte es schön gefunden, wenn du das gleich sachlich angesprochen hättest, anstatt mich persönlich mit den Vorwürfen der Inkompetenz und Leichtsinnigkeit anzugreifen.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Normalerweise dürfte das bei Vorkenntnissen klar sein, wenn man da nochmal drüberliest.


    Erkläre bitte das Verfahren des doppelt Brennens.

    Wie kommst du auf einen Alkoholanteil von 40 % oder weniger im Schnaps ohne das Destilat zu verdünnen?

    Die Berechnung des Preises erschließt sich mir absolut nicht.

    Kristallzucker darf man bei der Schnapsherstellung (zum Verzehr) nirgendwo zugeben, soweit ich weiß.

    Ethanol für andere Zwecke wird allerdings direkt aus Rüben oder Zuckerrohr gewonnen, bevor hier noch der Einwand kommt.

  • Ist angenommen, danke.


    Die Preiskalkulation war im Kopf überschlagen und ich habe sie mitten drin abgebrochen, weil ich niemanden langweilen wollte.

    Der Gedankengang war in etwa: 17 % Alkohol pro Flasche Met, sagen wir 20 %, wenn man 100 % Alkohol damit herstellen will sind das 5 Flaschen, für 80 % also vier.
    Für eine Flasche Met mit 17 % brauche ich ein Glas Honig, also insgesamt 2 kg, macht Honigkosten von 20 Euro (ich hätte ich ja auch für dieses Geld verkaufen können)


    Weiter oben habe ich aus einem Post rausgelesen, dass die Branntweinsteuer ca 10 Euro pro Liter Alkohol beträgt. In einer 0,75 l Flasche mit 80 % Alkoholgehalt sind 0,75 l * 0, 8 = 0,6 l Alkohol. Also etwa 6 Euro.


    ich hab das mit der Metmenge nochmal genau gerechnet. In 0,75 l 17 % Met sind 0,13 l Alkohol. Da kommt aber kein reiner Alkohol sondern 80% raus. Also 0,13 l / 0,8 = 0,16 l Destillat. Für eine Flasche brauchen wir also 0,75 l / 0,16 l = 4,7 Flaschen. Sagen wir mit vor- und nachlauf 5 Flaschen Met pro Flasche Brannt. Macht 2,5 kg Honig pro Flasche Brannt.


    Backhonig kann man für 2,5 pro kg bekommen, oder? Würde dann 6,5 Euro Honigkosten machen.

    Mit der Branntweinsteuer von 6 Euro wären wir also bei mindestens 12 Euro VK um diese Kosten wieder reinzuholen.


    Sagen wir man braucht bei einer 50 l charge Met 10 Minuten pro Flasche. Dann sind das für 5 Flaschen ca eine Stunde. Sagen wir 10 Euro pro Stunde.

    Lohnbrennerei gibt’s zB für 22 Euro die Stunde plus vor- und Nachbereitung. Sagen wir mit allem drum und dran eine halbe Stunde für den doppelt gebrannten pro Flasche? Ist das realistisch? Wären 11 Euro.

    Macht bis jetzt 33 Euro.

    Etikett 50 ct

    Flasche, hochwertig mit Steckkorken: 3 Euro


    36,5 Euro


    + 10% Gewinn = 40 Euro
    Damit ich diese Kosten auch wirklich bekomme muss ich die mwst drauf schlagen, also mindestens (aufgerundet) 47,5 Euro pro Flasche oder 63 Euro pro Liter.



    Ich hab mal kurz gegoogelt, bei bottleanddrinks kostet 38%iger 67 Euro pro Liter und bei metmarkt 84 Euro pro l

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Das hast du unglücklich ausgedrückt, oder ich verstehe dich falsch.

    Met ist der, der vergorenen Obstmaische vergleichbare Stoff.

    Der Wasser- und somit Zuckergehalt ist aber je nach Rezept mindestens leicht unterschiedlich.

    Meinst du, man könnte einen konkreten Ausbeutesatz für Met angeben? Wo steht der?

    Die Ausbeutesätze werden immer jeweils für die vergorene Fruchtart angegeben.

    Für Kirschen ist das Kirschenmaische (vergorene zerdrückte Kirschen mit Hefe) mit 5,5 lA/hl.

    Für Honig wäre das Honigmaische (im Grunde Met nur mit Wasser und Hefe gemacht) mit 9,3 lA/hl.

    Bei Äpfel ist es Apfelmaische (vergorene Äpfel in gemuster oder gepresster Form mit Hefe).


    Ziel wäre es daher erstmal natürlich soviel Honig im Met zu verarbeiten wie möglich, dann vergärt er zu möglichst viel Alkohol.

    Ich denke aber, dass man irgebd wann an eine Grenze stößt die nur durch probieren herausgefunden werden kann, da natürlich auch Aroma, Wirkungsgrad des Brenngerätes und Gärverläufe eine Rolle spielen.


    Zum Preis habt ihr Recht, lohnen tut sich das nicht bzw. Ist unvermarktbar.


    Dann lieber eigenes Kirschwasser zu "Bärenfang " machen.


    Grüße Mühle