Sebstgebrannten Schnaps deklarieren

  • Hallo in die Runde,


    wir haben zwar weder Hühner noch Schafe aber Streuobst mit alten Birnbäumen. Vor einigen Jahren haben wir angefangen Birnen einzumaischen und bei einem Lohnbrenner brennen zu lassen. Lange Rede kurzer Sinn, der Keller ist jetzt voll mit Schnaps und wir müssen ernsthaft an die Vermarktung gehen. In dem Hofladen der unseren Honig verkauft könnten wir vielleicht auch unseren Schnaps hinstellen, ich habe aber überhaupt keine Ahnung wie man Schnaps deklarieren muss.

    Vielleicht gibt es hier in der Runde ja auch Brenner, es gibt ja auch Hühnerhalter und Brotbäcker;), oder einen Link zu einem Schnapsforum?

    Da wir sortenrein brennen würde natürlich

    - die Sorte ( z.B Wilde Eierbirne) mit Zusatz Birnenbrand, oder "Birnenbrand von der Wilden Eierbirne"

    - Vol% Alkohol

    - Füllmenge in Litern

    - unsere Anschrift

    muss man sonst noch etwas beachten?


    Viele Grüße

    Meike

  • Hallo, wie ist das mit Steuer ? Ja man darf vom eigenen Obst gewisse Mengen steuerfrei brennen lassen, aber nur zum Eigenbedarf ?

    Würde ich vorher klären, ob du das auch verkaufen darfst.

    Bis bald

    Marcus, der nur Basaltfeuer kennt

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Die Steuer wird von uns immer direkt an den Zoll überwiesen. Wir bekommen immer vor dem Bennen eine Rechnung vom Zoll mit der kalkulierten Alkoholausbeute, die wir dann überweisen, und die ich sogar abgeheftet habe :D. Der Brenner bekommt seinen Lohn beim Abholen.

    Das bedeutet, das Thema Branntweinsteuer müsste erledigt sein. Es geht hauptsächlich um die genaue Deklaration.

    Viele Grüße

    Meike

  • Maische machen ist erlaubt. Das schmeckt irgendwann wie Federweißer.


    Die Vorbereitung ist Arbeit.....


    Das Brennen ist in der BRD nach meiner Kenntnis für normale Bürger nicht mehr erlaubt, auch nicht ein Schlückchen.


    Ich kennen das so, dass das Gerät auch in Polen abgeholt werden kann, wenn man es sich nicht schicken lassen will.


    Für 30 l Maische etwas 250 EUR und das führt wenn man das legal betreiben dürfte zu etwa 10 l 80%, der dann auf 43% verdünnt werden sollte.


    Mehr schreibe ich vielleicht als PN.

  • Was soll das denn nun?

    Es geht oben um legale Lohnbrennerei, und die ist in D für Stoffbesitzer erlaubt.

    Kein Mensch hat was von Schwarzbrennerei oder illegalem Alkoholschmuggel erwähnt.

    Bleib doch einfach mal beim Thema.

  • Hallo in die runde,


    ich bin fündig geworden. Keine Ahnung weshalb ich das vorher nicht angezeigt bekam. Suchwörter: Schnaps+deklarieren

    Dort kam ich auf die Seite der "Kleinbrenner Baden". Ich weiß nicht ob ich den Link direkt einstellen darf.


    Vielen Dank an Alle die geantwortet haben

    Meike

  • - die Sorte ( z.B Wilde Eierbirne) mit Zusatz Birnenbrand, oder "Birnenbrand von der Wilden Eierbirne"

    - Vol% Alkohol

    - Füllmenge in Litern

    - unsere Anschrift

    M.E. fehlt noch eine Chargennummer. Ich nehme das Abülldatum ohne Punkt und Komma 28112020

  • Hi,

    Hier ein Brenner aus Baden (wie die Website die du gefunden hast). Ich hänge mich hier mal dran um bisschen aufzuklären.


    Grundsätzlich ist das Brennen für Brennereibesitzer (300Liter reiner Alkohol pro Jahr, das bin ich) und Stoffbesitzer (50L reiner Alkohol pro Jahr) erlaubt. Eine Brennerei kann übrigens seit 2018 jeder Bürger haben, er muss nur gewisse Landwirtschaftsflächen besitzen/pachten (je nach Art (Obst, Acker, Wein, Wald) verschiedene Berechnungsfaktoren) und dafür BG-Beitrag bezahlen. Seit 2018 müssen ebenfalls alle erzeugten Alkohol direkt versteuert werden, das heißt es ist auch immer direkt ein Verkauf möglich.

    Die Unterseite Kennzeichungsvorschriften auf der Seite Verband Badischer Kleinbrenner gibt eine ziemlich gute Anleitung für die Kennzeichnung.

    Da es sehr viel zu beachten gibt ist es am besten man arbeitet (wie ich) mit einem Schnapsetikettenfachmann zusammen, der weiß genau auf was geachtet werden muss und wie die genauen Bezeichnungen, Litermaße usw zu verwenden sind. Es ist so ziemlich alles vorgeschrieben von Gebindegröße, Verschluss, Losnummer bis zu Bezeichnung und Schriftgrößen.

    Für Kleinmengen ist dafür sogar der Verband hilfreich. Er bietet auch Nichtmitgliedern Etikettenservice an.


    Grüße Mühle

    Brenner, Landwirt und Imker!!